Politik / Wirtschaft

05.07.2019

Bezahlbaren Wohnraum braucht jeder


Wo gesungen wird, da lass dich ruhig nieder...

Ministerpräsident Stephan Weil besuchte den Südharz

von Christian Dolle

„Wo gesungen wird, da lass dich ruhig nieder...“, sagte sich Ministerpräsident Stephan Weil auf seiner Sommerreise, die ihn auch in den Südharz führte. In Zorge besuchte er die Whisky-Manufaktrur Hammerschmiede, in Bad Lauterberg die Feuerwehr, in Osterode war er bei der Firma Sigma-Christ und in der BBS II und in Herzberg besuchte er den Stadtteiltreff „Mahnte“ der Kreiswohnbau in Zusammenarbeit mit dem ASB. Der dortige gemeinsame Chor aus Osterode und Herzberg erwartete den „Landesvater“ gespannt und hatte einige Lieder vorbereitet.

Zuvor hatte er sich von Kreiswohnbau-Geschäftsführer Hans-Peter Knackstedt schon das Konzept des seit 1949 im Kreis Osterode und jetzt eben auch im Landkreis Göttingen tätigen Unternehmens erläutern lassen. Dieses beinhaltet bekanntlich nicht nur Bauen und Vermieten, sondern auch zahlreiche Serviceangebote, insbesondere für ältere Menschen, die dadurch lange in den eigenen vier Wänden leben können.

„Also wenn ich bei Ihnen wohne, muss ich nur sagen, wann ich im Urlaub bin und wo die Blumen stehen?“, hakte Weil begeistert nach. Ganz genau. Und die Auslastung der Wohnungen zeigt sehr deutlich, wie gut dieses Konzept funktioniert. „Aber sind die Anforderungen zwischen dem ländlichen Raum in der Region Osterode und der Stadt Göttingen nicht grundsätzlich andere? Eigentlich nicht, denn bezahlbaren Wohnraum benötigen Menschen überall.

Der Wohnungsmarkt in Göttingen werde durch die Kreiswohnbau entlastet, bestätigte Landrat Bernhard Reuter, dies ist also ein Zeichen, dass auch Osterode wertvolle Dinge in die Fusion einbrachte. Natürlich müsse man sich in Göttingen noch entwickeln, räumte Knackstedt ein, „doch für den Anfang bin ich zufrieden.“ Dem konnte der Ministerpräsident nur beipflichten, überhaupt sei er immer der Meinung gewesen, dass wir kommunalen Wohnungsbau brauchen.

Den sozialen Mehrwert einer Wohnanlage konnte er anschließend in Herzberg sehen und vor allem hören. Der Chor des Stadtteiltreffs hatte nämlich einige Lieder von der deutschen Version von „Amazing Grace“ bis zum obligatorischen „Niedersachsenlied“ vorbereitet, bei denen der Ministerpräsident sowie seine gesamte Entourage aus Mitarbeitern, hiesigen Lokalpolitikern und den Journalisten gerne mit einstimmten.

Da soll noch jemand behaupten, eine solche Sommerreise bestehe nur aus unwichtigen Pflichtterminen. In diesem Fall galt das weder für die Besucher, noch für die Besuchten und auch nicht für die Berichterstatter. „Menschen, die viel singen, sind ja bekanntlich glücklicher, stellte Stephan Weil abschließend gut gelaunt fest, „nur zuhause darf ich immer nicht...“ Wer weiß, vielleicht kommt Stephan Weil nach seiner politischen Karriere ja dauerhaft in den Südharz. Hier dürfte er dann ganz viel singen und im Urlaub würden ihm auch noch die Blumen gegossen.




Empfangskomitee am Stadtteiltreff Mahnte in Herzberg




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