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06.04.2019

Traditionellen KreislandFrauentag in Hattorf


Eine Juristin stellte beim KreislandFrauentag ihr Buch vor und ein Frauentrio sich selbst

...von Petra Bordfeld

Rund 200 Frauen und einige Männer waren der Einladung der sechs LandFrauenvereine des Kreisverbandes im Altkreis Osterode zum traditionellen KreislandFrauentag nach Hattorf ins Dorfgemeinschaftshaus gefolgt. Und die Kreisvorsitzende Edeltraud Sindram hieß sie alle mit den Worten „Ohne Sie wäre dieser Tag überhaupt nicht möglich“ willkommen.

Im DGH warteten aber auch Barbara Salesch, die sehr bekannte Juristin, die sich mittlerweile als Schriftstellerin einen Namen gemacht hat, und das Trio „Immergrün“, darauf, nach einem reichhaltigen und leckeren Frühstück die Bühne zu betreten.
Doch bevor die Kunst im Mittelpunkt dieses Treffens rückte, erinnerte die Vorsitzende daran, dass der Kreisverband der LandFrauen im Altkreis Osterode rund 800 Mitglieder zählt, die in den Vereinen Osterode, dem Südharz, dem Harzdreieck, in Schwiegershausen, Wulften und dem Westharz organisiert sind. Durch deren Treue und Mitarbeit und auch Bereitschaft, sich in die Vereinsarbeit einzubringen, sorgten sie für den Fortbestand ihrer Vereine und somit auch des Kreisverbandes.

Sie versicherte, dass es ihr eine besonders große Freude bereite, auch Vertreterinnen aus den Nachbarkreisverbänden Goslar, Northeim, Holzminden, Duderstadt, und dem Altkreis Einbeck begrüßen zu können. „Sie sind nicht nur einfach aus dem Nachbarkreisverband, sondern im Laufe der Jahre zu lieben Freundinnen geworden“. Dazu zählte aber auch Catarina Köchy vom Niedersächsischen LandFrauenverband, die als Vertreterin für den Bezirk Braunschweig nach Hattorf gekommen war und einiges aus dem NLV zu berichten wusste.

Einen ganz besonderen Willkommensgruß richtete sie an das Gründungsmitglied Helga Mißling, die dem LandFrauenverein Schwiegershausen angehört. „Ich freue mich, dass Sie nach 64 Jahren im Kreisverband auch heute dabei sind“.
Edeltrau Sindram nutzte die Gelegenheit, den derzeit aktiven Vorstand des Kreisverbandes vorstellen. Dazu gehört die Beraterin, Heidrun Sander, die allen LandFrauen und deren Vereine immer gern mit Rat und Tat zur Seite steht. Die erste Stellvertreterin des Kreisverbandes ist Monika Winter, die gleichzeitig die erste Vorsitzende des Vereins Südharz ist. Die zweite Stellvertreterin ist Ulrike Schridde. Für die Kasse ist Petra Hensel zuständig, Die Protokolle schreibt Ute Lohrengel, die auch zweite Vorsitzende im Verein Wulften ist.

Dann wandte sich die Sprecherin den Männern zu. Als Hausherrn begrüßte sie Hattorfs stellvertretenden Bürgermeister, Georg Wipke. Ebenso hieß sie den stellvertretenden Vorsitzenden des Landvolkverbandes Northeim/Osterode, Jens Brandes, willkommen und bedankte sich für die allzeit gute Zusammenarbeit. Von der Landwirtschaftskammer begrüßte sie Dr. Karsten Möller, vom Landvolkverband den Geschäftsführer Gerhard Rudolph.

Georg Wibke hob in seinem Grußwort hervor, dass das Leben im ländlichen Raum vielfältig sei. „Aufgrund dieser Vielfalt ist es gut, dass es sie, die LandFrauenvereine im Altkreis Osterode gibt“. Auf deren Homepage habe er gelesen, dass sie sich einmischen und auch mit mischen. Das sei gut so. Die politischen Gremien im Gemeinderat und in der Samtgemeine Hattorf hätten auch ein Jahr der intensiven Einmischung hinter sich. „Wir sind der Meinung, die Oberschule Hattorf ist für die Infrastruktur des ländlichen Raumes enorm wichtig“. Es gehe schließlich darum, eine gleichwertige Lebensqualität im ländlichen Raum zu erhalten, und dazu gehöre die OBS in Hattorf. Letztendlich sei der ländliche Raum wieder in. „Voraussetzung ist allerdings eine gleichwertig Lebensbedingung, und dafür setzen wir und ein“.
Nach dem Frühstück betrat die charmante Autorin die Bühne, um Stuhl und Leselampe zurechtzurücken und dann ihr Buch „Ich liebe die Anfänge – Von der Lust auf Veränderung“ und damit ihre drei Leben als Juristin, als Fernsehrichterin und als Künstlerin vorzustellen. Denn Barbara Salesch, einst Richterin im Landgericht Hamburg, machte sich als Juristin in einer Fernseh-Gerichtsshow einen Namen. Als sie die Serie an den Nagel gehängt hatte, nahm sie das Kunststudium auf.

Mittlerweile ist zur Autorin gemausert. Und genau diese Veränderungen stellte sie mit viel Humor vor. Sie wusste überzeugend mitzuteilen, dass es für Veränderungen nie zu spät ist. Vielleicht wird auch sie noch eine vierte in die Hand nehmen.
Petra Vieth, Eva Eppendorf und Anne Grabenhorst hatten ihren Combi vollgepackt, um sich aus dem Kreis Goslar nach Hattorf zu begeben. Dort wurde alles wieder ausgeladen. Denn die drei Frauen es Trios „Immergrün“ wollten sich auf die Suche nach dem perfekten Mann machen, wobei selbstredend so ziemlich alles schief ging. Es waren aber die Wortspielereien, die Mimik und die Gestik, die insbesondere dafür sorgten, dass die Lachmuskulatur der Frauen und Männer arg strapaziert wurden.
Als alle mittels Beifallsstürmen der Autorin und dem Trio klar gemacht hatten, wie gut sie angekommen waren, hieß es nach den Schlussworten von Monika Winter mit dem gemeinsam gesungenen LandFrauenlied Abschied zu nehmen, und sich auf den nächsten KreislandFrauentag in vier Jahren zu freuen.


Anne Grabenhorst, Petra Vieth und Eva Eppendorf, das Trio „Immergrün“ mit Heidrun Sander

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Barbara Salesch

Das DGH Hattorf war anlässlich des KreislandFrauentages sehr gut gefüllt

 

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