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21.11.2018

„Startup & Innovation Meetup Harz“


Tamara Schiek, ehrenamtliche Redakteurin von social-startups.de und Mitarbeiterin im SNIC, berichtete beim Startup & Innovation Meetup Harz über Soziales Unternehmertum.

SNIC, WRG und Startup Göttingen informierte in Osterode über Soziales Unternehmertum

...SNIC

Osterode. „Soziales Unternehmertum ist eine echte Alternative für unsere Zukunft“, schloss Tamara Schiek ihre Vortrag beim 6. „Startup & Innovation Meetup Harz“ am Donnerstagabend. In der WRG-Eventlocation in Osterode vermittelte die ehrenamtliche Redakteurin von social-startups.de und Mitarbeiterin im SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC) den Teilnehmern, was Social Entrepreneurship genau ist und weshalb es in unserer Zeit so wichtig ist.

Die Veranstaltung wurde ausgerichtet vom SNIC, der WRG Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH und Startup Göttingen.

Mit dem Thema „Social Entrepreneurship“ griff das „Startup & Innovation Meetup Harz“ das Motto der diesjährigen „Gründerwoche Deutschland“ auf, die vom 12. bis 18. November stattfindet. Social Entrepreneurship, zu Deutsch soziales Unternehmertum, ist ein Unternehmensmodell, bei dem nicht die Gewinnmaximierung an erster Stelle steht, sondern die gesellschaftlichen Auswirkungen der Arbeit. Soziale Unternehmer sind Menschen, die mit innovativen, nachhaltigen und wirksamen Ansätzen drängende gesellschaftliche, ökologische und soziale Probleme lösen wollen. Neben ihrer unternehmerischen sind sie sich auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst.

„Im Vergleich zu sozialen Unternehmen sind klassische Unternehmen natürlich nicht asozial", machte Tamara Schiek deutlich, „sie wirtschaften einfach nach einer anderen Logik.“ Denn bei klassischem Unternehmertum steht der finanzielle Gewinn klar im Vordergrund, auch wenn viele Unternehmen durchaus einen Beitrag für die Gesellschaft leisten – beispielsweise durch das Sponsoring von Umweltprojekten oder das Betreiben von Stiftungen. Soziale Unternehmer möchten hingegen vorrangig gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Um sich zu finanzieren, müssen sie trotzdem Gewinne erwirtschaften – aber nie auf Kosten der Umwelt, der Gesellschaft und nicht unter Ausnutzung knapper Ressourcen.

Dabei haben es Soziale Start-ups meist nicht leicht, Finanzierungsmöglichkeiten zu finden. Denn für viele Investoren und Banken sind die Wachstums- und Gewinnaussichten von Sozialen Start-ups oft zu gering. Doch auch wenn Deutschland beim Gründerklima im internationalen Vergleich schlecht abschneidet, gibt es auch hier eine Reihe von Förderkrediten, Business-Angel-Netzwerken, Venture Capital Gesellschaften, Gründerwettbewerben, Stipendien, Crowdfunding-Plattformen, Mentoring-Programmen und Zuschüssen, die mit Anschubfinanzierung, Coaching und Netzwerken unterstützen.

Über diese Finanzierungs- und Unterstützungsmöglichkeiten informierte Schiek und schloss ihren Vortrag mit Beispielen von erfolgreichen sozialen Startups, die alle ein gemeinsames Ziel im Blick haben: mit ihren Produkten und Dienstleistungen einen nachhaltigen Beitrag zum gesellschaftlichen Fortschritt zu leisten.

Danach klang der Abend gemütlich bei Häppchen und einem lebendigen Austausch der Teilnehmer aus.

 

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