Meldungen / Feuerwehr

17.11.2018

Brand im Kindergarten war Übung


von Bernd Stritzke

Von der Alarmübung am gestrigen Freitagabend, an der über 80 Feuerwehrleute beteiligt waren, wußten im Vorfeld nur ganz wenige Personen. Alles sollte für die Einsatzkräfte so real wie möglich ablaufen. Vermutlich befanden sich diese beim Einkaufen, beim Abendessen oder am Arbeitsplatz, als die Feuerwehr-Einsatz-Leitstelle Alarm für die Feuerwehr Freiheit auslöste.

Ein aufmerksamer Passant hatte am Freiheiter Kindergarten leichten Rauch aus einem Geräteschuppen aufsteigen sehen und die Feuerwehr gerufen.

Bereits beim Eintreffen der Feuerwehr Freiheit erkannte der Einsatzleiter, daß das Feuer in dem Schuppen bereits auf das Hauptgebäude des Kindergartens übergegriffen hatte. Zudem meldete ein Mitarbeiter 7-8 vermißte Personen. Aufgrund dieser Sachlage forderte der Einsatzleiter weitere Kräfte aus den Ortsfeuerwehren Osterode und Lasfelde nach.

Während die Freiheiter Wehr mit der Menschenrettung aus dem hinteren Bereich des Kindergartens und der Brandbekämpfung im vorderen Teil des Gebäudes sowie dem Aufbau der Wasserversorgung und der Ausleuchtung beschäftigt war, übernahm die Feuerwehr Osterode in einem 2. Brandabschnitt die Rettung der Personen aus dem vorderen Bereich des Gebäudes und brachte die Drehleiter am Parkplatz vor dem Gebäude in Stellung. Vom Löschteich an der Freiheiter Hauptstraße wurde die Wasserversorgung eingerichtet. Die Kameraden der Feuerwehr Lasfelde unterstützten die Menschenrettung aus dem hinteren Gebäudeteil, übernahmen die Brandbekämpfung im Außenbereich und organisierten den Sammelplatz für die Atemschutzgeräteträger.

"Im Ernstfall kommt es auf jede Minute an, da sind Übungen immens wichtig", schildert Einsatzleiter Thomas Domeyer. "Hier zeigen sich Schwachstellen oder ergeben sich neue Erkenntnisse. Zum Beispiel gibt es am Kindergarten nur 2 Hydranten, so daß eine Wasserversorgung vom Löschteich unabdingbar ist. Das Umgebungslicht ist entweder defekt oder unzureichend, so daß wir zusätzlich Ausleuchten müssen. Für die Drehleiter gibt es nur eine Stelle, an der sie am Effektivsten eingesetzt werden kann". Alles Punkte, die Domeyer in einem Notfallplan zusammenträgt, damit die Wehr auf den Ernstfall gut vorbereitet ist. Möge er niemals eintreten.









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