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03.11.2018

Slow Food zeichnet Landhaus Schulze aus


(v.l.n.r.): Florian Schulze (Landhaus Schulze), Christian Barsch von Slow Food Harz und Küchenchef Ulf Wachsmuth

Der Harz hat auch kulinarisch immer mehr zu bieten

...von Ralf Gießler

Das Landhaus Schulze, Kennern bekannt auch als die "Ess-Klasse im Südharz", konnte sich unlängst über eine Auszeichnung der besonderen Art freuen. "Vor etwa vierzehn Tagen bekamen wir einen Anruf aus St. Andreasberg mit der Mitteilung, dass wir eine Auszeichnung bekämen. Das war völlig überraschend, denn wir hatten uns ja um nichts beworben", erklärte freudig der Chef Florian Schulze. "So etwas ist nur mit einem guten Team zu schaffen, und ist auch eine Ehre für unseren langjährigen Küchenchef Ulf Wachsmuth", fügte er hinzu.

Slow Food als Gegenentwurf zum schnellen Speisenkonsum belohnt nach einem Testessen Restaurants, die sich Zeit für das Essen nehmen. Da auch die regionale Küche im Trend liegt, werden Produkte aus dem Harz von immer mehr Gästen nachgefragt. So verwundert es nicht, dass inzwischen mehrere Restaurants im Harz im Slow Food-Genussführer empfohlen werden, immerhin einer der drei meistverkauften Restaurantführer in Deutschland. Das Landhaus Schulze in Herzberg am Harz wurde nun als "Slow Food-Restaurant“ ausgezeichnet. Die begehrte Urkunde überreichte Christian Barsch von Slow Food Harz. Ebenso die bekannte Schnecke als Aufkleber für die Wirtshaustür.

Die Urkunde ist sichtbare Anerkennung und Dank für das Engagement in Sachen "regionale Genussküche“ ‒ sie signalisiert den Gästen, dass hier mit Leidenschaft, Können und dem Bewusstsein für gute, saubere und fair erzeugte Lebensmittel gekocht wird. "Mit dem Überreichen der Urkunde wollen wir zudem das Band zwischen Gastronomie und Slow Food stärken“, so Barsch bei der Übergabe. Der aktuelle Genussführer 2019/20 zeichnet neun Restaurants im Harz und im Harzer Umland aus. Die Auszeichnung wird jeweils für zwei Jahre vergeben, die entsprechenden Urkunden werden jährlich erneuert.

Philosophie von Slow Food:
Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für eine lebendige und nachhaltige Kultur des Essens und Trinkens einsetzt. Der Verein tritt für die biologische Vielfalt ein, fördert eine nachhaltige, umweltfreundliche Lebensmittelproduktion, betreibt Geschmacksbildung und bringt Erzeuger von handwerklich hergestellten Lebensmitteln auf Veranstaltungen und durch Initiativen mit Co-Produzenten (Verbrauchern) zusammen. Siehe auch www.slowfood.de.

Die Lebensmittel sollen gut, sauber und fair sein:
Gut: wohlschmeckend, nahrhaft, frisch, gesundheitlich einwandfrei, die Sinne anregend und befriedigend.
Sauber: hergestellt, ohne die Ressourcen der Erde, die Ökosysteme oder die Umwelt zu belasten und ohne Schaden an Mensch, Natur oder Tier zu verursachen.
Fair: die soziale Gerechtigkeit achtend, mit angemessener Bezahlung und fairen Bedingungen für alle — von der Herstellung über den Handel bis hin zum Verzehr.

Weitere ausgezeichnete Restaurants sind:
· Das Rodelhaus, Mittelstation Wurmberg, Braunlage
· Polsterberger Hubhaus in Clausthal-Zellerfeld
· Harzer Speisekammer in Buntenbock
· Hotel Rathaus Wildemann
· Bistro in der Biothek, Wernigerode
· Brockenbauer Thielecke (Hofcafé, Steakhaus), Tanne
· Restaurant und Café Stephanus, Halberstadt
· Ziegenalm Sophienhof (Almstube), Sophienhof (Harztor)

Das Harzer Rote Höhenvieh ist das Slow Food-Markenzeichen im Harz, weil diese alte Tierrasse als ein Dreinutzungsrind (Arbeitstier, Milch und Fleisch) auch zum Erhalt der alten Kulturlandschaft beiträgt. Dazu kommt eine Vielzahl von Produzenten, die sich über die gesamte Region verteilen und hochwertige Lebensmittel anbieten. Weitere Infos unter: http://esskultur-im-harz.blogspot.de.

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Chef Florian Schulze freute sich sehr über die erhaltene Auszeichnung

Florian Schulze (links) mit Küchenchef Ulf Wachsmuth

 

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