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25.09.2018

Kein Markt wie jeder andere


Für die Besucher ist der Klostermarkt Walkenried eine besondere Veranstaltung

von Christian Dolle

Kirche verliert in unserer Gesellschaft mehr und mehr an Bedeutung, heißt es oft. Menschen seien zwar an religiösem Halt interessiert, nicht aber an einer starren Organisation und traditioneller Ausübung des Glaubens. Wenn das stimmt, warum zieht es dann jedes Jahr so viele Besucher zum Klostermarkt in Walkenried?

Am vergangenen Wochenende präsentierten sich auf dem Klostervorplatz wieder Ordensgemeinschaften aus ganz Deutschland und sogar darüber hinaus. Und trotz sinkender Temperaturen und einiger Regenschauer, waren sämtliche Parkplätze um das Gelände des Zisterzienserklosters herum gefüllt, ebenso wie der Markt selbst.

Natürlich boten die Ordensgemeinschaften dort ihre handgemachten Waren an, von Bier über Wurst bis hin zu Kunstgewerbe und vielem mehr. Doch selbst, wenn vieles davon eine Geschichte hat oder durch christliche Symbole aufgewertet wird, das gibt es ganz ähnlich auf anderen Märkten auch. Das allein kann also nicht der Grund für die überregionale Anziehungskraft des Klostermarktes sein.

Auf dem Programm standen außerdem Aktionen im Museum, Musik, eine Kinderwiese und manches mehr, was aber auch die besondere Faszination für diese Veranstaltung nicht ausreichend erklärt. Dennoch kommen viele Besucher auch aus größerer Entfernung nach Walkenried, ohne sich ausdrücklich als religiös oder einer bestimmten Ordensgemeinschaft verbunden zu fühlen. Vielmehr ist es tatsächlich das Interesse an dem, was hinter heutigen Klostermauern passiert und vor allem an Menschen, die ihr Leben ganz Gott verschreiben.

Auf dem Klostermarkt kann man mit ihnen ins Gespräch kommen, es gibt Interviews, die vielerlei Themen ansprechen und Lesungen im Kapitelsaal des Klosters. Es sind in der Tat die geistlichen Impulse oder auch nur diese seltsam andere Atmosphäre eines übers Weltliche hinaus gerichteten Blickes, die die Menschen anzieht. Mag der Klostermarkt oberflächlich betrachtet auch ein buntes Treiben sein, so weckt er doch auch andere Gefühle, wirft vielleicht Fragen auf oder lässt innehalten.






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