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29.05.2018

Willensener Spielplatz bei bestem Wetter und mit bester Laune eröffnet


Harald Dietzmann (li.) und Hartmuth Nienstedt schnitten das Eröffnungsband durch.

...von Petra Bordfeld

„Ich glaube, was wir hier in letzten Jahren geschaffen haben, kann sich sehen lassen und wir alle können mit Recht stolz darauf sein“, Worte von Willensens Ortsvorsteher Hartmuth Nienstedt während der offiziellen Eröffnung des multifunktionalen Aufenthaltsbereichs, der sich neben dem Dorfgemeinschaftshaus (DGH) befindet.

Dass eben zwischen dem DGH, einem Sport- , einem Kinderspielplatz und einer Grillhütte eine überzeugende materielle Gemeinschaft geschaffen werden kann, davon durften sich während dieser offiziellen Eröffnungsfeier alle interessierten Bürger in Willensen überzeugen. Dazu hatten neben Hartmuth Nienstedt auch der TSV, der SoVD und des VzWWI (Verein zur Wahrung Wilensener Interessen), welcher an diesem Tag auch ihr 25jährgies Bestehen nachfeierte, eingeladen. Zu den Gästen fast jeden Alters zählte übrigens auch Bürgermeister Harald Dietzmann, der zusammen mit dem Ortsvorsteher ganz offiziell das Eröffnungsband für den Spielplatz durchtrennte.

Zuvor ließ Nienstedt aber erst einmal die Entstehungsgeschichte dieses Objektes Revue passieren, welches bereits vor zehn Jahren in Angriff genommen wurde.

Denn 2008 wurde Willensen in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. Und 23 Bürger riefen einen Arbeitskreis ins Leben, der schnell feststellte, dass neben der Renovierung des DGHs auch die Erneuerung und Änderung des Sportplatzes mit neuem Ballfangzaun, eine neue gepflasterte und asphaltierte Zuwegung sowie einer Treppe zur Berliner Straße und Parkplätze ganz oben auf der Wunschliste stehen mussten. Im Rahmen der Umgestaltunsvorstellungen kam übrigens die Idee auf, den recht maroden Spielpatz an der Trifft neu auf der oberen Ecke des Sportplatzes zu errichten. Anfängliche Bedenken des TSV waren schnell ausgeräumt.

Doch erst nach einer fünf Jahre währenden Wartezeit wurde 2013 mit dem Projekt „Renovierung des DGHs“ begonnen. Das Gebäude wurde neu gestrichen und die Giebel wurden mit Schieferplatten verkleidet. An dieser Maßnahme beteiligte sich auch die DGH Gbr. mit 4 500 €.

Die Planungen für den Bereich am DGH sollten sich schwierig gestalten, denn sie gingen aufgrund fehlender Finanzierung nur schleppend voran. Die Änderung mit der verbundenen Erhöhung der Fördermittel brachte dann aber 2016 endlich den Durchbruch. Ein Jahr später konnte nach der Genehmigung durch die AFL (Amt für Landentwicklung) konnte dann endlich mit den Baumaßnahmen am DGH begonnen werden. „Was anfänglich wie eine stark abgespeckte Maßnahme unserer Wunschliste aussah, konnte nun, bis auf wenige Einschränkungen, umgesetzt werden“, so Nienstedt.

Der Ballfangzaun wurde gesetzt, der Spielplatz mit neuen Spielgeräten errichtet und die Treppe zur Berliner Straße gebaut. Die Zuwegungen wurden erneuert sowie die Park- und Anlieferflächen für das DGH geschaffen.

Der Ortsvorsteher ließ es sich nicht nehmen, sich dafür bei den gewählten Gemeindevertretern für die Zustimmung im Rat, bei der Verwaltung für die vertrauensvolle Begleitung bei der Umsetzung der Maßnahmen und bei dem Amt für Landentwicklung für die Bewilligung der Fördersummen recht herzlich bedanken.

Auf den Spielplatz zu sprechen kommend, erinnerte er daran, dass dort noch eine Schaukel fehlte, weil die Alte den Umzug nicht überstanden hat. Auch waren keine Sitzmöglichkeiten vorhanden und zur Vervollständigung fehlte noch ein Spielgerät. Um das zu ändern, traten die Vereine und Verbände, die DGH Gbr. das DGH-Team und auch Einzelpersonen in Erscheinung und haben den Bereich zu dem gemacht, wie er sich uns heute darstellt.

Die DoLeWo (Dorfgemeinschaft Leben und Wohnen in Eisdorf) übernahm die Kosten für eine neue Schaukel. Die Hexentrailer stellten unter der Führung des TSV ihre erlaufenen Gewinne für ein Spielgerät (Karussell), eine Gabionenbank und für die Bepflanzung der Seitenbereiche zur Verfügung. Die Aufbauarbeiten der Sitzecke und die Bepflanzung der Seitenbereiche übernahm der VzWWI. „Für diese großzügigen Spenden möchte ich mich auch im Namen der Gemeinde und unserer Ortschaft bedanken“ Im Sitzbereich ist übrigens ein großer Dankeschönstein nicht zu übersehen, auf dem die Namen all derer zu lesen sind, die finanziell – aber auch körperlich - mit angepackt hatten.

Nienstedt schlug aber das „Geschichtsbuch“ noch nicht zu. Er erinnerte schließlich auch daran, dass sich zusätzlich zum Dorferneuerungsprogramm im und am Dorfgemeinschaftshaus noch einiges getan hat. So wurden 60 dringend benötigte Stühle angeschafft, der große Raum und die Küche wurden renoviert, der Fußbodenbelag im Flur und im Treppenhaus wurde erneuert, die Schilder am DGH wurden von Rolf Münnich neu eingekleidet und aufgebaut.

Allein diese Maßnahmen hatten zusätzlich zu den ehrenamtlichen Arbeiten ein Kostenvolumen von rund 12 500 €. Diese Summe wurde von der DGH Gbr., aus Spenden vom DGH-Team und den Willensener Vereinen finanziert.
Das i Tüpfelchen der gesamten Anlage ist allerdings die Fotovoltaik Anlage, die im Juni 2016 in Betrieb genommen wurde, und die für die nächsten 20 Jahre Einnahmen von jährlich etwa 800 € garantiert.

Die Finanzierung dieser Anlage war allerdings nur möglich, weil Willensen den mit 5.000 € datierten Wettbewerb „ Unser Dorf nutzt die Sonne“ gewonnen und weitere 8.000 € Spendengelder zur Verfügung hatte. Als Hauptsponsor trat die Harzenergie in Erscheinung. Die Restfinanzierung von 2.500 € wurde dann von der DGH Gbr. und dem DGH-Team übernommen.

Nachdem der Ortsvorsteher sich noch einmal bei allen Mitwirkenden bedankt hatte, die dazu beigetragen haben, dass dieses Projekt zu so einem erfolgreichen Abschluss gekommen ist, kam er auf die VzWWI zu sprechen. Der habe in den zurückliegenden 25 Jahren unendlich viel für die Ortschaft getan. Er sei nicht nur Vorreiter in guten Vorschlägen gewesen, sondern habe diese auch mit großer Bereitschaft realisiert. „Um es auf den Punkt zu bringen: Der Verein ist ein Gewinn für unseren gesamten Ort und aus der Vereinslandschaft von Willensen nicht mehr wegzudenken“.

Nach dieser äußerst interessant Zeitreise begaben sich alle in die Realität zurück, um alles in Augenschein zu nehmen.


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