Politik

15.05.2018

„'Der Islam gehört zu Deutschland' – etwas Dümmeres habe ich in meinem Leben noch nicht gehört“


Peter Hahne sprach im Kloster Walkenried über Werte, die wir verteidigen müssen

von Christian Dolle

Mit der Einladung Peter Hahnes im Rahmen der Walkenrieder Kreuzgangkonzerte, wurde bewiesen, dass diese Veranstaltungsreihe die Größe hat, sich auch mit brisanten aktuellen Themen auseinanderzusetzen und auch durchaus kontroverse Gäste nicht scheut. Natürlich ist der TV-Moderator und Bestsellerautor einer der beliebtesten Journalisten der Republik, doch mit seinen konservativ-christlichen Thesen wühlt er auch immer wieder auf und gibt seinem Publikum einiges zum Nachdenken mit.

Im doppelten Kreuzgang des Klosters Walkenried ging es am vergangenen Donnerstag um das Motto „Zukunft ist Herkunft“ bzw. um die Frage, an welchen Werten wir festhalten müssen. „Im Zug auf dem Weg von Berlin über Braunschweig nach Herzberg dachte ich: Was haben wir doch für eine schöne Heimat“, begann Hahne. Allerdings befinden wir uns derzeit in einem weltweiten Umbruch und daher gelte es, die Werte dieser Heimat zu schützen.

Schon die Finanzkrise habe gezeigt, wie zerbrechlich unser System ist, der nächste Einschnitt war die Flüchtlingsfrage. Die Finanzkrise habe Deutschland stark gemeistert, nun komme es auf die Belastbarkeit unserer Werte an. „'Der Islam gehört zu Deutschland' – etwas Dümmeres habe ich in meinem Leben noch nicht gehört“, bezog Hahne Position.

Er redet Klartext

Uns würden viele Fakten verschwiegen, so der Fernsehmoderator, in seinem Job beim ZDF halte er sich zurück, doch in seinen Büchern und so auch hier rede er Klartext. Daher betonte er: „Muslime gehören nur dann zu Deutschland, wenn sie bereit sind, sich anzupassen.“ Für Sätze wie diesen bekam er Applaus und nicht selten bekräftigenden Zuspruch aus dem Publikum oder auch geraunte Äußerungen, die noch weiter gingen als das, was der Redner konkret sagte.

Doch Peter Hahne ist nicht jemand, der solche Thesen einfach nur in den Raum stellt, ihm gelingt das mit geschulter Rhetorik und wohlgesetzten Pointen. Dennoch werde er häufig missverstanden, so wie kürzlich in einer Talkshow mit Sandra Maischberger. Dort habe er wieder einmal erlebt, dass sich alle gegen ihn eingeschossen hatten, erzählte er, doch in solchen Fällen freue er sich nur darüber, weil sein Buchverkauf dadurch angekurbelt wird.

Außerdem fußen seine Aussagen nun einmal auf den christlichen Werten unseres Landes, betonte er, schon in der Präambel unseres Grundgesetzes heiße es schließlich, dass dieses Gesetz in Verantwortung vor Gott und den Menschen entstanden sei, und mit Gott sei nicht Allah, Buddha oder Zarathustra gemeint.

Vorauseilende Political Correctness

Daher empfinde er es als „absurd“, wenn in Bayern darüber diskutiert wird, ob in Behörden Kreuze aufgehängt werden dürfen oder nicht. In einem christlichen Land sei das selbstverständlich, nicht selbstverständlich sei hingegen, wenn Vertreter christlicher Kirchen bei Besuchen in muslimischen Gotteshäusern ihre Kreuze verstecken und somit unsere Werte verkaufen. Diese nämlich seien eine Ressource, die niemand sonst habe und durch unsere vorauseilende Political Correctness stehen sie jetzt auf dem Spiel.

Welche Werte das konkret sind, führte Hahne auch aus, indem er deutlich machte: „Dass unterlassene Hilfeleistung bei uns ein Delikt ist, liegt ausschließlich am Gleichnis des barmherzigen Samariters. Doch wenn bei Unfällen heute Trauben von Gaffern stehen, dann zeigt sich, wie diese Werte verfallen sind.“ Für ihn ist es der Verlust unserer christlichen Wurzeln und die Einwanderung anderer, die ihre Wurzeln ernst nehmen, die unser Land in Gefahr bringen.

Dabei machte er einen eindeutigen Unterschied zwischen christlichen Einwanderern aus dem ehemaligen Ostblock und heutigen Flüchtlingen aus der arabischen Welt, denn die Christen hätten hier zuerst Kirchen und eine Gemeinschaft aufgebaut und nicht Parallelgesellschaften, in denen Frauen unterdrückt werden und sogenannte Ehrenmorde durch die Scharia legitimiert sind.

An Mohammed vergreife sich niemand, doch in unserem Land wisse kaum noch jemand, warum wir Himmelfahrt oder Pfingsten feiern. Daher mahnte Hahne: „Wir machen uns unsere Zukunft kaputt, wenn wir unsere Herkunft vergessen.“ Dass er damit bei seinen Zuhörern einen Nerv traf, zeigte sich auch im Anschluss am Bücherstand, wo kaum jemand ohne mindestens eines der Werke des Bestsellerautors den Heimweg antrat.

 

Einen Kommentar zum Vortrag Peter Hahnes finden Sie hier.



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