Panorama

31.12.2018

Und wieder ist ein Jahr an uns vorbeigerauscht


von Corina Bialek

Man kann den Eindruck gewinnen, Neujahr spielt mit uns Hase und Igel, denn kaum hat man auf das neue Jahr angestoßen, steht es schon wieder vor der Tür. Aber so ist das mit gefühlten Wahrheiten, nur weil es sich so anfühlt ist es noch lange nicht wahr. Fakt ist, auch 2018 hatte 365 Tage und die waren auf unsererm kleinen, blauen Planeten wieder angefüllt mit vielen großen und kleinen Dramen oder mit solchen, die dazu gemacht wurden.

Ein Drama, das scheinbar von vielen gar nicht als solches wahrgenommen wurde, war der extrem heiße Sommer, dem bereits ein zu warmes, trockenes Frühjahr voran ging und ein ebensolcher Herbst folgte. Für alle Open Air Veranstaltungen war das natürlich toll und auch die Eisdielen hatten wahrscheinlich den besten Umsatz aller Zeiten.

Die Begeisterung der Bewohner in Düna hielt sich allerdings deutlich in Grenzen, als kein Tropfen Wasser mehr aus der Leitung kam, weil der Brunnen zeitweise trocken fiel und die Lage sich erst entspannte, als die Versorgung des Milchviehbetriebs Raulf per Tankfahrzeug erfolgte. Nur ein kleiner Vorgeschmack darauf, was die Erderwärmung für uns bereithält. Der Regen der letzten Wochen hat die Füllstände der Harzer Talsperren kaum merklich ansteigen lassen und wer will schon solche Unwetterereignisse wie 2017.

Da mögen einige Ignoranten noch so oft den Klimawandel leugnen, Mutter Erde interessiert das nicht. Die übersteht eine Heißzeit, ob der Mensch das tut, mag hier jeder für sich beantworten.

Es wird also höchste Zeit, dass ein Umdenken stattfindet, denn soviel können wir mit unserer Ressourcenverschwendung gar nicht erwirtschaften, was uns die Folgen der Erderwärmung kosten werden. Daher hole ich hier einmal den Wahlspruch der Umweltbewegung aus den 1980ern aus der Versenkung hervor: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluß vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, daß man Geld nicht essen kann.“
Jetzt kann man noch ketzerisch anführen: „Papiergeld füllt wenigsten den Magen!“ - „Aber was ist mit Bitcoins?“

Da bekanntlich die Mühlen der Politik noch langsamer mahlen als die Gottes, sollten wir wohl mit gutem Beispiel vorangehen und seh'n, was wir in unserem Alltag machen können, um Energie, Müll und dergleichen einzusparen oder zu vermeiden. Da ist durchaus Kreativität gefragt. Auf jeden Fall ist die Einstellung „Nach mir die Sintflut“ keine Option, die führt nur dazu, dass man selbige noch erlebt, was zugegebenermaßen vom individuellen Alter abhängt.

Aber natürlich bot 2018 auch viel Positives, Vieles aus unserem direkten Umfeld konnten Sie hier im Eseltreiber lesen. Wenn Sie einmal stöbern wollen, als registrierter Leser steht Ihnen unsere Suchfunktion zur Verfügung.

Jetzt hoffen wir für 2019, dass das Positive überwiegt und die Egomanen dieser Welt, nicht allzuviel Schaden anrichten. Ein bisschen können wir ihnen dabei in die Suppe spucken, indem wir bei den Europawahlen, den destruktiven Parteien, die meinen globale Probleme, national lösen zu können, den gestreckten Mittelfinger zeigen. Wie Alexander Gerst nach seinem Aufenthalte im All anmerkte: „Was man tatsächlich da oben nicht sieht, sind Grenzen."

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei unseren Werbepartnern für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit, bei unseren Lesern für ihre Treue und bei allen, die uns freundlicherweise Artikel und Beiträge zusenden.

Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien und Freunden für das neue Jahr viel Glück bei allen privaten und beruflichen Unternehmungen, viel Abwechslung, viele neue Erfahrungen, mögen die Positiven überwiegen, Gesundheit und eine ordentliche Portion Humor, denn Lachen ist gesund - obwohl es ansteckend ist.

Ihr ET-Team


v.l. Wolfgang Böttner, Sabine Pusecker-Riebel, Corina Bialek, Bernd Stritzke, Martina Fricke, Martin Schnella und Christian Dolle.

 

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