Vereinsleben

19.09.2022

Rheumaliga AG Osterode in schwierigem Fahrwasser


Ehrungen standen auch auf der Tagesordnung – es gab Urkunden und Blumensträuße

Aus der Jahreshauptversammlung: Weniger Verordnungen und Nachwuchssorgen machen der AG zu schaffen

von Herma Niemann

Badenhausen. Die Rheumaliga AG Osterode hat unter den Folgen der Corona-Krise zu leiden. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung, die am Donnerstag im Schützenhaus in Badenhausen stattfand, deutlich. So berichtete die Kassenwartin, Ingrid Mackensen, von einer angespannten Kassenlage.

Grund dafür ist, dass der Verein in den vergangenen zwei Jahren erheblich weniger Anmeldungen vom Menschen mit einer kassenärztlichen Verordnung für Gymnastik zu verzeichnen habe. „Die Verordnungen halten den Verein am Leben“, so Mackensen, die hinterfragte, ob  weniger verordnet werde oder ob die Menschen aufgrund von Corona Angst haben, die Verordnungen auch wahrzunehmen. Mackensen berichtete von den laufenden Kosten, wie zum Beispiel Verwaltungskosten und den Kosten, die die AG jedes Mal für die Trocken- und Wassergymnastik trage, egal, wie viele Teilnehmer anwesend seien.

Für die Trockengymnastik donnerstags in der kleinen Turnhalle in Badenhausen zahle die Rheumaliga zum Beispiel 75 Euro. „Wir brauchen wieder mehr Verordnungen, ansonsten werden die Mittel nicht reichen“. Den Kassenbericht werde man mit einem Begleitschreiben, in dem die Situation der AG beschrieben werden soll, nach Hannover zum Landesverband schicken. Momentan hat die Rheumaliga AG 83 Mitglieder, früher seien es mal 123 gewesen. Das bedeutet auch, dass die AG immer weniger Mitgliedsbeiträge erhält – und von den Beiträgen werde die Hälfte an den Landesverband abgeführt.

Dadurch, dass die Wassergymnastik seit Ende des vergangenen Jahres wegen Sanierungsarbeiten im kleinen Becken in Schwimmbad in Bad Grund stattfand, habe die AG auch erhebliche Mehrkosten von 100 Euro pro Monat gehabt, da nur eine Fachkraft dieses Training durchführen durfte, sagte die Vorsitzende, Brigitte Alff. Im vergangenen Jahr habe man deshalb vom Landesverband eine Förderung in Höhe von 1.000 Euro erhalten.

Dazu kommt noch das Nachwuchsproblem für den Vorstand. Mackensen hatte bei der letzten Vorstandswahl bereits gesagt, dass sie im nächsten Jahr nicht wieder antreten werden. In der Sitzung deutete auch der Schriftführer, Bernd Strieben, an, dass er aus gesundheitlichen Gründen wahrscheinlich ebenfalls nicht mehr im kommenden Jahr zur Verfügung stehen. Und auch die Leitungsteam-Leiterin und erste Vorsitzende werde wohl im kommenden Jahr ihr Amt abgeben. „Es wäre schön, wenn wir aus den eigenen Reihen Nachfolger finden, die die Ämter übernehmen“, so Mackensen. Wie Strieben sagte, seien schon drei Rheumaliga-Vereine in Niedersachsen aufgrund von Mitgliederschwund und fehlenden Vorständen aufgelöst.

Weiter berichtet Alff, dass sie gemeinsam mit Annika Heege an einem Seminar zur Ansprechpartnertagung „Fibromyalgie“ in Bad Pyrmont teilgenommen habe. Wie in der Versammlung noch deutlich wurde, wolle die AG den Sport zukünftig auch mehr altersgerecht anbieten, so zum Beispiel auch mit Hockergymnastik. Was die Planungen für das kommende Jahr angehe, werde man schauen, ob man eine Bootstour auf der Weser und eine Tagesfahrt organisieren könne, und ob es aufgrund der knappen Kassenlage eine Feier anlässlich des 40. Jubiläums geben könne. In diesem Jahr noch zumindest wolle man ins Auge fassen, endlich wieder eine Weihnachtsfeier stattfinden zu lassen.

Alff dankte am Ende dem gesamten Leitungsteam, den Physiotherapeutinnen Marion Pierschel und Karin Sievert.Im Anschluss wurden Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften durchgeführt.

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Die Jahreshauptversammlung der Rheumaliga AG Osterode fand diesmal im Schützenhaus in Badenhausen statt

 

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