Regionales / Stadt Osterode / Riefensbeek-Kamschlacken

16.12.2021

Osteroder Gymnasiasten pflanzen 1460 Bäume


Namensgeber Tilman Riemenschneider wurde 1460 geboren

(Riefensbeek) Die Pflanzung von 1460 Bäumen haben rund 50 Schüler:innen des Tilman-Riemenschneider-Gymnasiums (TRG) aus Osterode am Harz organisiert. Am 15. Dezember wollen sie zusammen mit dem Niedersächsischen Forstamt Riefensbeek in der Revierförsterei Lerbach so viele Bäume pflanzen wie das Geburtsjahr des Namenspaten ihrer Schule.

Nach dem 1460 geborenen Tilman Riemenschneider benannt, blickt das TRG seit letztem Jahr auf eine über 600 Jahre alte Verbindung zu der Region rund um Osterode am Harz zurück. Die Folgen der aktuellen Kalamität im angrenzenden Harz nehmen die Schüler:innen der Umweltschule zum Anlass, selbst einen Beitrag zur Entwicklung der Wälder zu leisten.

Seminarfachprojekt „Gesellschaft und Werte“

„Wir haben hier die Möglichkeit bekommen, aktiv die Wiederbewaldung im Sinne unseres Seminarfachprojektes „Gesellschaft und Werte“ zu unterstützen,“ betont Sarah Henkel, Tochter eines örtlichen Forstunternehmers und Organisatorin auf Seiten der Schule. Zusammen mit ihrem Vater und einigen seiner Mitarbeiter unterstützen die Schüler:innen dabei auch David Pörtner, der als Forst-Referendar im Forstamt Riefensbeek Teile der Wiederbewaldung plant. Er ist verantwortlich für die waldbauliche Neugestaltung der abgestorbenen Fichtenbestände, die entlang des Harzer Försterstieges zwischen dem Oberen Hundscher Weg und dem Volkenskopfweg notwendig ist.

1460 Erlen und Bergahorne

Das ehrgeizige Ziel am 15. Dezember 2021 lautet: 1460 Bäumen insgesamt zu pflanzen. „Neben Erlen entlang eines Bachlaufes pflanzen wir auch Bergahorn. Beide Baumarten brauchen nicht lange, bis sie nach etwa 15 bis 25 Jahren das erste Mal Samen tragen. So können sie sich schnell in die umliegenden Waldbestände verbreiten“, erläutert Forstreferendar David Pörtner. Auf Teilen der Fläche lassen die Riefensbeeker Forstleute abgestorbene Borkenkäfer-Fichten aus ökologischen Gründen stehen. Hier setzen sie auf natürliche Waldverjüngung.

Waldentwicklung in den nächsten 600 Jahren

Zum Abschluss will Sarah Henkel noch eine Winterlinde am Wegesrand pflanzen. „Die kann sehr alt werden und die nächsten knapp 600 Jahre überdauern, während sich die Bestände um sie herum deutlich vielfältiger und vermutlich auch stabiler entwickeln.“ beschreibt David Pörtner die angestrebte Waldentwicklung.

Um die folgenden Bilder vergrößern zu können, müssen Sie eingeloggt sein und ein Eseltreiber-Abo haben:


 

Anzeige