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20.10.2021

Hellwig: „Lieber Henning, pass gut darauf auf“


Die geehrten und ausgeschiedenen Mitglieder des Samtgemeinderates mit dem Samtgemeindebürgermeister Rolf Hellwig (sechster von links)

Der Samtgemeinderat Hattorf tagte das letzte Mal in seiner jetzigen Zusammensetzung/Ehrungen und Verabschiedungen standen auf dem Programm

...von Herma Niemann

15 Jahre, drei Kommunalwahlen und rund 1.000 Gremiensitzungen. Für den Samtgemeindebürgermeister Rolf Hellwig war es am vergangenen Donnerstag die letzte Sitzung im Samtgemeinderat von Hattorf. „Die Samtgemeinde wird im nächsten Jahr 50 Jahre alt“, so der Samtgemeinderatsvorsitzende Georg Wipke „15 Jahre davon war Rolf Hellwig der Hauptverwaltungsbeamte. Das hat vor Dir noch keiner geschafft“.

Die Samtgemeinde stünde so gut da, wie wie lange nicht, besonders was die Finanzen angehe, die Fortentwicklung der Grundschulen, Kindergärten und Krippen. „15 Jahre, das ist eine Achterbahn mit Höhen und Tiefen. Wir wünschen Dir ein gutes neues Leben, abseits der ständigen Beobachtung“, wünschte Wipke.

Die Fraktionsvorsitzende der Gruppe CDU/FDP, Karin Wode, bedankte sich für die insgesamt konstruktive Zusammenarbeit. „Du hast Dich für die Belange der Samtgemeinde eingesetzt und wir haben viele Vorhaben auf den Weg gebracht und umgesetzt“. Hellwig gratulierte in seiner Abschiedsrede Henning Kunstin zu seinem Wahlsieg und bedankte sich bei allen Ratsleuten, die in den vergangenen 15 Jahren aktiv waren. Man sei zwar nicht immer einer Meinung gewesen, aber die erzielten Ergebnisse könnten sich doch sehen lassen.

Einen besonderen Dank richtete Hellwig an die ehemaligen Mitglieder Manfred Thoms und Dieter Reinholz, die ihn gerade in den ersten Jahren unterstützt hätten und ohne deren Hilfe er wohl in so manches Fettnäpfchen mehr getreten wäre, so Hellwig. Ganz besonders dankte Hellwig aber Georg Wipke und Hannelore Gropengießer: „Euch verdanke ich die Chance auf diese wunderbaren 15 Jahre, und so manches Mal habt Ihr mir den Kopf gewaschen“.

Die Entschuldung und der Schuldenabbau seien für Hellwig zentrale Themen gewesen. Rund 7,5 Mio Euro Fehlbeträge und in der Spitze etwa zwölf Mio Euro Kassenkredite hätten damals die Haushalte der Samtgemeinde und der Mitgliedsgemeinden belastet. „Mit Stand heute benötigen weder die Samtgemeinde noch die Mitgliedsgemeinden Kassenkredite“. Eine bürgerfreundliche Verwaltung. Mit Umstrukturierungen und der Einführung von digitalen Prozessen innerhalb der Verwaltung, sei man diesem Ziel näher gekommen und habe Wege für den Bürger verkürzt und verbessert. An dieser Stelle dankte Hellwig allen Verwaltungsmitarbeitern für ihren Einsatz. „15 schöne, aber auch herausfordernde Jahre liegen jetzt hinter mir. Ich übergebe heute eine nicht nur wirtschaftlich gut aufgestellte Samtgemeinde“, so Hellwig „lieber Henning, pass gut darauf auf“.

In der Sitzung gab es weitere Verabschiedungen. Für fünf Jahre Ratstätigkeit wurden Walter Römermann und Uwe Luther (beide SPD) geehrt, wie auch Sigurd Hille (FDP). Nach zehn Jahren Ratstätigkeit wurden Harald Reinhardt , Klaus Hartwig und Peter Beußhausen (alle SPD) verabschiedet. 20 Jahre lang war Ingrid Baum (SPD) dabei, und 35 Jahre Hannelore Gropengießer (SPD). „Liebe Hannelore, ich bin nicht in der Lage, diese 35 Jahre sachlich und gut wieder zu geben“, so Wipke „wir wissen, was wir an Dir hatten“. Der Samtgemeinderat habe in den vergangenen fünf Jahren zuverlässig gearbeitet, mit großer Kompetenz und Sachlichkeit. Natürlich habe man unterschiedliche Sichtweisen gehabt, aber mit einem arbeitsfähigem Klima, was in guten Beschlüssen geendet habe, so Wipke weiter.

Beschlossen wurde in der Sitzung auch, dass auf eigenen Wunsch von Karl-Frederik Kirbach dieser aus dem Ehrenbeamtenverhältnis des stellvertretenden Ortsbrandmeisters der Ortsfeuerwehr Hörden zu entlassen ist. Kirbach ist stellvertretender Gemeindebrandmeister und hatte aufgrund der Doppelbelastung darum gebeten, das Ehrenbeamtenverhältnis für die Wahrnehmung des Amtes des stellvertretenden Ortsbrandmeisters mit Ablauf zum 14. Oktober zu beenden. Zur kommissarischen Wahrnehmung der Aufgaben des stellvertretenden Ortsbrandmeisters von Hörden wurde Alexander Mogck berufen.

In seinem Bericht erwähnte Hellwig, dass die Freibad-Saison im zweiten Corona-Jahr leider nicht so erfolgreich gewesen sei. Die Besucherzahlen seien erneut zurückgegangen, was zum einen an Corona und auch an dem schlechten Wetter liegen könnte. Zum geplanten Ausbau des Glasfasernetzes durch die deutsche Glasfaser sagte Hellwig, dass, wenn sich in jedem Ort mindestens 40 Prozent für einen solchen Anschluss entscheiden sollten, auch die öffentlichen Einrichtungen, wie das Rathaus, die Feuerwehr,die Grundschulen und die Kindertagesstätten sollen per Vorvertrag ausgestattet werden. „Ich hoffe, dass sich noch viele Einwohner, gerade in Hattorf, dazu entschließen, dann mit einem leistungsfähigen Internet versorgen zu lassen“.

Ehrungen für langjährige Ratstätigkeit

  • Georg Wipke (SPD) für 25 Jahre
  • Frank Kaiser (SPD) für 15 Jahre
  • Karin Wode (CDU) für 20 Jahre
  • Henning Kruse (SPD) für 30 Jahre

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Rolf Hellwig (links) und Georg Wipke bei der letzten Sitzung des Samtgemeinderates in Hattorf

v.l.: Karl-Frederik Kirbach und Alexander Mogck mit dem Samtgemeindebürgermeister Rolf Hellwig

 

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