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18.10.2021

Weihnachten erhält jeder Haushalt in LaPeKa einen Bilderkalender


Schon morgens sind vor dem Friedhof keine Parkplätze mehr zu kriegen

von Petra Bordfeld

Während der letzten Sitzung des vor fünf Jahren gewählten Ortsrates Lasfelde fiel der einstimmige Beschluss, die traditionelle Seniorenweihnachtsfeier auch in diesem Jahr aus Corona-Gründen ausfallen zu lassen. Die ältere Generation soll aber erneut nicht leer ausgehen, sondern einen Foto-Kalender 2022 erhalten. Da Weihnachten 2020 schon eine große Nachfrage von jüngeren Bürgern nicht zu überhören gewesen war, wird es diesmal für jeden Haushalt in LaPeKa einen dieser Kalender geben, welcher einen Einblick in das Dorfleben geben soll.

Da dieses Unterfangen auch finanziert werden muss, fiel die Entscheidung, das Dorfbudget 2020 und 2021, welches vom Landkreises Göttingen kommt, dafür zu verwenden. Damit war der Grundstein gelegt. Der noch benötigte Betrag von rund 1 200 Euro wird aus den Ortsratsmitteln hinzugegeben. 

Auf ebenfalls offene Ohren stießen die Zuschuss-Anträge der Freiwilligen Feuerwehr, der Jugendfeuerwehr Lasfelde und der Schützengesellschaft LaPeKa. Letztgenannter Antragssteller wollte gerne eine finanzielle Bezuschussung für Ausrüstungsgegenstände erhalten. Denn Aufgrund von Corona konnten keine gewinnbringenden Veranstaltungen ausgerichtet werden, aber für das 2023 anstehende Schützenfest in LaPeKa werden unter anderem neue Degen und wohl auch neue Fahnen benötigt. Beide Fraktionen waren sich einig, dass 1 500 € zur Verfügung gestellt werden sollen, denn die Schützengesellschaft werde schließlich für die gesamte Dorfgemeinschaft aktiv. Und Säbel sowie Fahnen seien letztendlich nicht für eben mal 50 Euro zu erwerben. 

Die Lasfelder Wehr plant die Anschaffung eines 3 mal 4,5 Meter große Pavillons, der als Wetter- und Sichtschutz bei Übungen und Einsätzen dienen soll. Da dafür eine nicht kleine Summe aufgebracht werden muss, stellte die Wehr den Antrag auf Bezuschussung. Und die Orsratsmitglieder waren sich einig, den Kameradinnen und Kameraden bei der Anschaffung finanziell zur Seite zu stehen. Die dürfen die sich über 1 000 Euro freuen. Außerdem werden sie für das Aufstellen, Warten und Entsorgen des Weihnachtsbaumes auf dem Anger wieder 350 Euro erhalten.

Die Jugendwehr kann sich zwar darüber freuen, dass nach der langen Corona-Pause die Mitgliederzahl von 15 auf 25 angestiegen ist, aber für die zehn neuen fehlen die Ausrüstungen. Da in den Jugendwehren der Nachwuchs für die aktive Wehr ausgebildet wird, darf sich die Lasfelder Jugendwehr über 500 € freuen.
Dem DRK-Kreisverband Osterode wiederum werden 150 Euro für die Seniorenarbeit in Lasfelde zukommen.

Beim Tagesordnungspunkt „2 000 € Ehrenamtsfond der Harz Energie“ kam Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Kohlstedt noch einmal auf das Vorhaben zu sprechen auf alte Flurstücke mit Hinweisschildern zu stellen, auf denen deren Namen nachzulesen sind, die mittlerweile selbst vielen LaPeKaern längst unbekannt geworden sind. Er habe auch schon ein Angebot eingeholt, das die Fertigstellung von elf Schildern aus Douglasienholz und Holzpfählen umfasst. Bevor aber dieses Unterfangen in die Ausführung kommt, muss mit den Grundstückseigentümern gesprochen werden, diese Schilder auf ihr Grundstück zu stellen. Die Schützengesellschaft La-Pe-Ka, die auch die 2000,00 € der Harz Energie in Empfang genommen hat, wird sich um die Aufstellung der Schilder kümmern.

Um Schilder ging es auch, als Kohlstedt dem neuen Ortsrat, der sich zur konstituierenden Sitzung am 16. November  treffen wird, die Geschichte von LaPeKa ans Herz legte. Denn die Seestädte verfügen über viele Stellen, welche eine Geschichte haben. Als Beispiel nannte er den Platz, wo einst ein Kloster stand, aus welchem Lasfelde geworden ist.  Der neue Ortsrat solle mal besprechen, ob Schautafeln aufgestellt werden, wo diese Informationen nachzulesen sind und so die Geschichte wieder aufleben kann.

Der Ortsbürgermeister kam aber auch auf den am 14. November stattfindenden Volkstrauertag zu sprechen. Er konnte zwar noch nicht sagen, wie der sich gestaltet wird, aber in jedem Fall ist das Ehrenmal Katzenstein an der Reihe. Er werde wieder mit Ortsbrandmeister Jörg Fedder die Kränze, die etwas teurer geworden sind, niederlegen, ob das aber mit Musik untermalt werden dürfe, stünde längst noch nicht fest. In jedem Fall soll aber rechtzeitig bekannt gegeben werden, wie der Volkstrauertag gestaltet sein wird.

Mit Sicherheit wird es im kommenden Jahr wieder eine Bürgerehrung geben. Dafür darf jeder Einwohner Vorschläge äußern. Ein Gremium wird dann tagen und darüber beschließen, wer geehrt werden wird.

Vor all den einstimmigen Beschlüssen legte Ortsbürgermeister Kohlstedt aber erst einmal Informationen rund um LaPeKa vor. Weil in Lasfelde in dem Straßenzug An der Bahn zwischen der Einfahrt Feldstraße und Katzesteiner Straße morgens vor 6 Uhr nicht selten LKW mit laufenden Motor parken, habe es ein Gespräche mit den Anliegern gegeben, an dem auch Osterodes Bürgermeister Jens Augat und Yvonne Hausmann vom Ordnungsamt teilgenommen hatte. „Es soll versucht werden, das Parken von LKW’s zu unterbinden“.

Die Verwaltung der Stadt habe auch ein Gespräch mit Petershüttener Bürger geführt. Im Mittelpunkt hätten ein verwildertes Grundstück und der Verkehr in der Preußgasse sowie der im Gewerbepark zugewachsene und vermüllte Bürgersteig gestanden. Hier werde die Verwaltung mit dem Grundstückseigentümer sprechen.

Ein weiteres Gespräch, an dem nicht „nur“ er, sondern auch Jens Augst teilgenommen hatte, drehte sich um das Parkproblem vor dem Friedhof. Eine Firma, deren Arbeiter dort gerne ihre Fahrzeuge abstellen, versprach, schnellstmöglich auf dem Betriebsgelände Parkplätze zu errichten.

Da die Schützengesellschaft LaPeKa das Schützenfest 2023 ausrichten wird, wird sie sich schon im kommenden Jahr um die Himmelfahrtsveranstaltung kümmern. 

Und Hans-Jürgen Kohlstedt ließ auch die Deutsche Glasfaser GmbH nicht unerwähnt, die zurzeit über ihr Vorhaben informiert. Wenn sich 40 Prozent der Einwohner bereit erklärten, einen Anschluss von diesem Unternehmen zu nehmen, würden die Seestädte mit einem schnellen Glasfasernetz ausgestattet. Gerade in der heutigen Zeit, mit Homeoffice und Homeschooling wäre dieser Anschluss wichtig. Weiter würde die Ortschaft durch das schnelle Glasfasernetz aufgewertet.

 

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