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02.08.2021

Elbingeroder Rat engagiert sich für Opfer der Flutkatastrophe


An der Ratssitzung in der Sporthalle in Elbingerode nahmen auch wieder einige Einwohner teil

Ein weiterer Flyer soll demnächst darüber informieren, welche Gegenstände oder Möbel genau benötigt werden

...von Herma Niemann

Die schreckliche Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern macht die Menschen sehr betroffen. Sie spüren aber ebenso Angst und fragen sich, ob das gleiche auch in anderen Bundesländern geschehen kann. Auch in der Ratssitzung in Elbingerode, die am Montag in der Sporthalle durchgeführt wurde, kam das Thema Hochwasserschutz durch einen Einwohner auf.

Dieser fragte, ob der momentan nicht gut gepflegte Bachlauf und auch der schlechte Zustand des Rückhaltebeckens zu einem Risiko werden könnten. „Wenn so etwas auch hier bei uns geschieht, dann stehen wir wahrscheinlich ganz schnell unter Wasser“, sagte der Einwohner.

Der Bürgermeister von Elbingerode, Helmuth Otto, sagte, dass er vor kurzen mit dem Gemeindedirektor, Rolf Hellwig, über das Thema gesprochen habe. Derzeit gebe für den Hochwasserschutz keine Fördermittel auf Landesebene, so Otto. „Was es gibt, ist der Küstenschutz. Aber wir haben ja gesehen, dass in Nordrhein-Westfalen auch keine Küste vorhanden ist“. Sollte es zukünftig solche Fördergelder geben, werde die Gemeinde Elbingerode auch Mittel beantragen.

Rolf Hellwig bestätigte, dass es in der Tat schon ein paar Jahre her sei, seit der Bachlauf komplett gereinigt worden sei. Das Rückhaltebecken werde in regelmäßigen Abständen durch die Feuerwehr gepflegt. „Es ist richtig, dass wir nicht immer auf dem Laufenden sind beim Grünschnitt, aber wir sind bemüht“, so Hellwig. Zum Rückhaltebecken sagte Otto noch, dass dies im Falle einer solchen Katastrophe wahrscheinlich sowieso nicht mehr viel Wasser aufnehmen könne, da es sehr verschlammt sei.

Seit der vergangenen Woche ist in Elbingerode auch ein Flyer des Rates im Umlauf, in dem zur Hilfe und Unterstützung der Opfer der Flutkatastrophe aufgerufen wird. Hierzu sagte Ratsmitglied Sina Plümer, dass sie in Kontakt mit mehreren Hilfsorganisationen stünde, die sie allerdings um ein paar Tage Zeit gebeten hätten. Noch sei nicht genau zu definieren, welche Dinge oder Möbel die Menschen benötigen und was schon bei Organisationen eingegangenen sei. Die Organisationen werden eine Liste mit benötigten Dingen erstellen und dann auch dem Rat zukommen lassen. Wie Plümer sagte, werde dann noch einmal ein Flyer im Ort verteilt, der alle wichtigen Informationen beinhalte. „Es gibt Gott sei Dank doch noch viele Menschen, die spenden wollen“, so Plümer. Ebenso haben sich auch einige Landwirte bereit erklärt, den Landwirten und Hofbesitzern mit Tierfutter auszuhelfen.

In der Sitzung ginge es auch um die Fortschreibung des Kindergartenbedarfsplans für das kommenden Kindergartenjahr. „In Elbingerode gibt es aufgrund der aktuellen Zahlen keinen dringenden Handlungsbedarf“, so Hellwig. Einig waren sich die Ratsmitglieder auch bei der überplanmäßigen Auszahlung für die Beschaffung neuer Spielgeräte für den Kindergarten. Die Gemeinde bekommt für diese Maßnahme, die insgesamt rund 22.000 Euro kostet, einen Zuwendung in Form von Fördergeldern aus Programm LunIBiF zur Stärkung von Bildung und Familien des Landkreises Göttingen in Höhe von 19.100 Euro.

Behandelt wurde auch die Stellungnahme zur Neuordnung des Regionalen Raumordnungsprogramms des Landkreises Göttingen (RROP). Die Stellungnahme, die bis zum 31. Juli beim Landkreis eingereicht werden muss, beinhaltet hauptsächlich die Punkte Entwicklung und Siedlungsstruktur, Verkehrsinfrastruktur und Energie/Windkraft (wir berichteten). Wie Rolf Hellwig sagte, habe der Landrat in der jüngsten Kreistagssitzung gesagt, dass mit einem Abschluss des Verfahren in diesem Jahr nicht mehr gerechnet werden könne. „Angesichts der Vielzahl von Stellungnahmen gehe ich persönlich davon aus, dass dann eine erneute Auslegung kommt und auch im Jahr 2022 wahrscheinlich kein Ergebnis vorliege“, so Hellwig.

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Für den Kindergarten in Elbingerode sollen neue Spielgeräte angeschafft werden

 

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