Regionales / Stadt Osterode / Ührde

30.07.2021

Die 26. Ausstellung drehte sich um Himmel und Erde


Wilma Oppermann, Jens Augat, Martin Brünig, Ingrid und Werner Kreckmann (v.l.) freuen sich, dass die Ausstellung in Uehrde auf die großes Interesse gestoßen war

...von Petra Bordfeld

In dem 36  m² kleinen Fachwerkhäuschen, öffnete sich erstmals die Tür zum reinen Kunsthäuschen. Denn Ingrid und Werner Kreckmann hatten zur bereits  26. Ausstellung geladen, die diesmal unter dem Motto „Zwischen Himmel und Erde“ stand und an der sich 15 Künstler/innen mehrerer Generationen beteiligten. Eine große Zahl von Gästen wollte sich die Eröffnung nicht entgehen lassen. Unter ihnen war neben Ortsvorsteher Martin Brünig und der Vorsitzenden der Bürgergemeinschaft Stadtdort Uehrde, Wilma Oppermann, auch Osterode Bürgermeister Jens Augat. 

Da der Gemischte Chor Schwiegershausen Corona bedingt nicht für den musikalischen Rahmen sorgen konnte, hatten die Gastgeber alle zu einem großen Chor ernannt, welcher unter der einfühlsamen Begleitung von Trompeter Steffen Oppermann das 1653 von Paul Gerhardt geschriebene Lied  „Geh aus mein Herz“ anstimmten. 

Ingrid Kreckmann betonte in ihrer Begrüßungsrede, dass dieses Lied zwar schon 368 Jahre alt ist, aber von den  Naturfreunden immer noch geliebt werde. 

Dann schaute sie in die Entstehungsgeschichte dieser kulturellen Aktion  zurück und erinnerte daran, das eingangs in Einzelausstellungen Arbeiten von Leo Passange, Werner Joachim Schatz, Erna Krüger, Liesl Pinnecke und dann die Aquarelle der Malgruppe von Käthe Westerhausen zu sehen waren. Später habe man die Ausstellung unter einen Begriff gestellt, um so Einblicke in die Vielseitigkeit eines einzigen Themas zu ermöglichen.

„Stets waren mein Mann und ich erfreut über den Zuspruch zu den Ausstellungen. Nur der ermunterte uns zu weiteren ähnlichen Aktivitäten, und so sind wir nun bei der 26. Ausstellung angelangt“.
Mit dem Thema „Zwischen Himmel und Erde“ befassten sich Ann Kristin Aurell, Beate Fahlbusch, Klaus Haase, Werner Harms, Günter Heuer,  Rudolf Klas, Heidrun Kreykenbohm, Hans Mittmann, Ludolf von Oldershausen, Wilma Oppermann, Kristina Schimpf, Bernd Schneider und Sabine Tippach sowie die zehn- beziehungsweise siebenjährigen  Lina und Ole Kirchoff aus Uehrde.

Sie alle hätten verdeutlicht, dass zwischen Himmel und Erde das Leben an sich gelegen ist. Dazu gehört die Erde, das was darauf wächst und sich in den Himmel erhebt, wie Pflanzen, Tiere und Menschen. Auch die Sonne, der Mond,  die Sterne, Berge, Täler und Gewässer dürften nicht übersehen werden. Letzteres habe mittels Überschwemmungen verdeutlicht, wie empfindlich unserer Welt sein kann. 

Jens Augat versicherte, dass es ihn freue, dass nach einer schwierigen Zeit das kulturelle Leben wieder beginnt. Denn Corona habe letztendlich all die, die sich mit Kunst und Literatur beschäftigen sehr ausgebremst.  Er sprach den Künstlern/innen ein großes Dankeschön dafür aus, dass er/sie sich in diese Ausstellung in Uehrde eingebracht hatte. Er fände das  Thema sehr gut, auch wenn es zurzeit eine ganz andere Bedeutung erhalten hätte. Denn durch das Unwetter in Westdeutschland habe man einen anderen Blick auf die Natur und  was sich verändern kann, erfahren. Die in Uehrde zu sehenden Werke drückten genau dies aus.

Martin Brünig verwies ebenfalls darauf, dass die letzten eineinhalb Jahre besonders schwierig für Künstler gewesen wären, weil gar keine Möglichkeiten bestanden hätten, sich zu präsentieren. Man dürfe  sehr froh sein, dass man vom Unwetter verschont geblieben ist und so an dieser schöner Veranstaltung teilnehmen könne. Er sprach Ingrid und Werner  Kreckmann sowie den Künstler/innen dafür, dass sie diese Ausstellung  möglich gemacht hatten. Besonders freute ihn, dass auch zwei Kinder aus dem Stadtdorf ihre Arbeiten aufgehängt hatten. „Erde kann man anfassen, der Himmel ist weit weg und hat gewisse Faszination. Der Künstler kann da der Kreativität freien Lauf lassen, und so  werden wir einen interessanten Nachmittag erleben“.

Wilma Oppermann brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass  wieder eine Ausstellung auf die Beine gestellt wurde. Als sie das Thema gehört hatte, sei bei der Suche nach Worten für die Rede ihr Blick gen  Himmel gegangen, und der Ohrwurm „Mutterl, unterm Dach ist ein Nestel gebaut, dort hat der Dompfaff ein Pärchen getraut“ ins Gedächtnis gekommen. In der zweiten Strophe ist auch die Rede von einem Schwalbenpärchen, und davon seien erfreulich viele auf ihrem Hof. Auch wenn sie dafür sorgten, dass es nicht nur Freude vom Himmel regnet, gäbe es in der Schwalbenzeit keine Mücken. Vielleicht werde sie mal ein Bild von diesen gefiederten Schönheiten fertigen. Abschließend wünsche sie allen viel Freude beim Betrachten der jetzt gezeigten Werke.

Ingrid Kreckmann verriet nicht "nur“, dass die  Exponate im ehemaligen Museumshäuschen, sondern auch im Pavillon und Garten zu betrachten waren und verwies auf die Möglichkeit, sich mit den Erstellern zu unterhalten. „Lassen sie sich von den vielfältigen Arbeiten begeistern“. Übrigens wird es 2022 die 27. Ausstellung geben, die unter dem Motto „Landschaft am Harzrand". „Auch hierzu freuen wir uns auf vielfältige Beteiligung“.

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Steffen Oppermann ließ traditionell seine Trompete erklingen

Lina Kirchoff stellt Ingrid Kreckmann eines ihrer Werke vor

 

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