Regionales / Stadt Osterode / Dorste

25.06.2021

Dorster Ortsrat hatte die unterschiedlichsten Themen auf der Liste


Was wird mit dem Sösesperrwerk Dorste werden?

...von Petra Bordfeld

Die Freude über das Werden der Festhalle des Dorfgemeinschaftshauses war während der auch von interessierten Bürgern gut besuchten Sitzung des Ortsrates Dorste ebenso zu verspüren, wie das Interesse an den Infos in Sachen „Wiederherstellung des Uehrder Teiches“ und Ratlosigkeit darüber, das dem Sösesperrwerk das Aus bevorstehen könnte.

Denn mit dem Besitzerwechsel droht der Abriss dieser schon historischen Anlage, weil die Verkehrssicherheit nicht mehr vollends gewährleistet ist. 
Mittlerweile wurden betroffene Anlieger des Mühlengrabens sowie Eigentümer und Träger öffentlicher Belange durch den Landkreis Göttingen angeschrieben und über den Antrag des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz über die Beseitigung des Söse-Aufstaus und der damit verbundenen Absenkung des Wasserspiegels informiert. 

Näheres wird bei einem Ortstermin durch die entsprechenden Fachbehörden vorgestellt und erläutert werden.  Unter Beachtung der Corona bedingten Hygiene- und Abstandsregeln ist dafür ein Ortstermin auf dem alten Dorster Sportplatz vorgesehen, zu welchem aus den vorgenannten Gründen ausschließlich eingeladene Personen teilnahmeberechtigt sind.

Von denen waren einige zur Ortsratssitzung erschienen, um mitzuteilen, dass sie sich ideell geschädigt fühlen, denn der Mühlengraben sei nicht nur als Biotop erhaltenswert, er präge auch das Dorfbild und sei historisch darin verankert. 

Ortsbürgermeisterin Helga Klages schnitt auch das Dauerthema „Hochwasserschutz“ an, in dem sie nicht unerwähnt ließ, dass bei der Wiederherstellung des „Uehrder Teiches“ die Überplanung im Ergebnis erfreulicherweise auch eine Vergrößerung des möglichen von ursprünglich 32.000 m³ auf nunmehr 41.000 m³ möglich ist.

Tanja Armbrecht, Dorstes stellvertretende Ortsbürgermeisterin, brachte ihre Freude über den Fortgang der Sanierung des DGH zum Ausdruck. Sie hätte sich mit dem Sachbearbeiter Peter Acker unterhalten und sei dabei auf die Idee gekommen, dass ja auch einiges an den noch anstehenden Arbeiten in Eigenleistung von Dorster Bürgern bewerkstelligt werden könnte. So bestünde doch die Möglichkeit, sich für die Instandsetzung der Bühne stark zu machen. Zwar habe sie schon Interessenten an der Hand, wer aber noch mitmachen möchte, sollte sich bei ihr melden.  „Wie wichtig die Halle für Dorste ist, dürften bereits alle festgestellt haben.“

Doch es kamen auch Fakten ins Gespräch, die nicht minder großes Interesse stießen.
So ließ Stadtamtfrau Thoskild Lätsch wissen, dass die in der Ortsmitte von Dorste gelegene Bushaltestelle Richtung Osterode und Förste „aufgefrischt“ werden wird.  Zum einen werden die Stolperfallen entfernt, der Gehweg etwas breiter, außerdem werden ein Papierkorb und ein Fahrradbügel installiert. Von dieser zu 100 Prozent geförderten Maßnahme wird der Radweg übrigens nicht betroffen sein. Wann es aber losgeht, konnte sie noch nicht sagen.

Ortsbürgermeisterin Helga Klages bedankte sich erneut bei den Mitbürgern für deren Geduld in dieser Pandemie. „Danke auch denen, die geholfen haben, dieser Zeit ein bisschen Aufwind zu geben“. Ein besonderes Dankeschön ging an das Team, dass die grandiose Idee, den Hüttenberg wieder begehbar zu machen, realisiert hat. Sie erfuhren sowohl seitens  des Heimat- und Geschichtsvereins Dorste als auch von der Forstgenossenschaft Realgemeinde Dorste kraftvolle Unterstützung. Sie hofft, dass die Besucher diesen Einsatz zu schätzen und durch vernünftiges Verhalten zu würdigen wissen!
Auch ließ sie nicht unerwähnt, dass in der nächsten Sitzung es Ortsrates am 7 Juli die Planung einen neuen Spielplatzes vorgestellt wird.

Als es um die Verwendung der Ortsratsmittel ging, herrschte Einstimmigkeit vor, dass für die Seniorenweihnachtsfeier 600 €, für einen kleinen Gefrierschrank für den Jugendtraum rund 200 € und der große „Rest“ für die weitere Beschaffung von neuen Stühlen für die Festhalle verwendet werden sollen.
Nicht gerade kleine Steine kamen dann auch ins Gespräch. Die sollen nämlich anlässlich der im kommenden Jahr anstehenden 1000-Jahrfeier an die jeweiligen Eichen gelegt und dann mit informativen Acrylplatten versehen werden. Dafür muss der Ortsrat aber nicht in seine Haushaltskasse greifen, weil Tanja Armbrecht die Beschilderung finanziert. Auch die Eiche, die anlässlich des Jubiläums gepflanzt werden soll, wird solch einen informativen Stein erhalten.

In der Einwohnerfragestunde wurde seitens des TSC noch einmal angemerkt, dass der alte Sportplatz des TSC Dorste „nur“ für  Fußballspiele und nicht für Auto- oder Kradralley gedacht ist. Außerdem sei die Grünfläche  keine Müllhalde! Weiterhin wurde gefragt, ob die Zuwegung mittels Pfosten gesperrt werden kann, die bei berechtigtem Bedarf gekippt werden können. 

Aber auch die alte Schule kam noch ins Gespräch, es wurde angeregt, dieses Gebäude, welches wichtig für diverse Vereine ist, zu erhalten und behindertengerecht umzugestalten. Und wenn es „nur“ ein Treppenlift sei, der es auch Gehinderten ermöglicht problemlos in den ersten Stock zu gelangen. Man dürfe nicht mehr zu lange warten. „In zehn Jahren könnte es schon zu spät sein!“

Um die folgenden Bilder vergrößern zu können, müssen Sie eingeloggt sein und ein Eseltreiber-Abo haben:



Die alte Schule soll nicht dem Zahn der Zeit preisgegeben werden

 

Anzeige