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28.06.2021

Keine 30er Zone vor der GS Sösetal in Förste


Ampel auf der Förster Straße höhe GS Sösetal

...von Petra Bordfeld

Der große Wunsch, der nicht ausnahmslos von den Mitgliedern des Ortsrates Förste im Raum steht, sondern wohl aller Eltern, deren Kinder in die Grundschule gehen, sollte während einer Ortsbegehung nicht in Erfüllung gehen: Einrichtung einer 30er-Zone auf Höhe der Grundschule Sösetal Förste. Vertreter der Polizei, der Landesstraßenbaubehörde sowie des Ordnungs- und Straßenbauamtes lehnten diese Forderung ab, weil das Gefahrenpotential eine derartige Einschränkung nicht rechtfertigen würde. Dafür versprachen sie, dass die Taktung der Fußgängerampel im Schulbereich um einige Sekunden zu verlängern.

Die einstimmige Frage des Ortsrates: „Muss dort erst ein Unfall passieren“? Der Wunsch des Ortsrates dieser 30er-Zone werde allerdings nicht eingemottet, sondern soll auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ortsrates erneut beraten werden. Letztendlich besteht diese an ziemlich allen anderen Osteroder Grundschulen eine Geschwindigkeitsbegrenzung zum Schutz der Grundschülerinnen und –schüler.

Stadtamtfrau Thoskild Lätsch ließ nicht unerwähnt, dass die an der Sültebreite gelegene Bushaltestelle in Richtung Eisdorf/Katlenburg vom Träger barrierefrei ausgebaut werden soll. Diese Maßnahme werde zu 100prozentig gefördert, der Starttermin sei jedoch nicht bekannt.

Nicht losgehen, sondern schon längst in vollem Gange sind die Renovierungsarbeiten in der ehemaligen Verwaltungsaußenstelle. Ortsbürgermeister Bernd Fröhlich brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass sich schon eine ganze Menge getan hat. Die neue Elektroinstallation sei abgeschlossen, und das ehemalige Büro als Mehrzweckraum mit Küche ausgebaut. Die Decken im Flur seien auch schon abgehängt worden. „Es sieht alles gut aus.“ Weiter geplant ist die vollständige Erneuerung der Besucher-WC-Anlage in diesem Gebäude. Bernd Fröhlich sprach der Verwaltung der Stadt Osterode ein herzliches Dankeschön dafür aus, dass sie sehr engagiert ans Werk geht. Man dürfe sich darauf freuen, dass die betreffenden Vereine prima Räume für entsprechende Aktivitäten vorfinden werden, wenn die Aktion mal zu Ende ist. „Es ist ja auch schon ein bisschen mehr geworden, als ursprünglich geplant“. 
Aus diesem triftigen Grund fasste der Ortsrat auch den einstimmigen Beschluss, den größten Teil der Ortsratsmittel im Haushaltsjahr 2021 in die Auffrischung der Verwaltungsaußenstelle fließen zu lassen. Der endgültige Beschluss, wie der kleinere Teil an wen vergeben werden soll, wird in der Septembersitzung gefällt.

Ortsbürgermeister Fröhlich sprach der Verwaltung aber noch ein weiteres Dankeschön aus. Sie habe hilfreich dazu beigetragen, dass die Kanalsituation des Schützenhauses ein gutes Ende gefunden hat. Es ist jetzt ans öffentliche Kanalnetz angeschlossen. Damit habe die Situation, welche den Ortsrat schon einige Jahre beschäftigt hatte, ein gutes Ende genommen.

Nicht unerwähnt ließ er eine Erkenntnis, die er selbst bei der Grundabfallentsorgung beim Kindergarten gemacht hatte. Dort war ein bisschen Gestrüpp liegen geblieben. Weil er darauf angesprochen worden sei, habe er beim Landkreis nachgefragt, ob das nicht von den Arbeitern des Grünlasters aufgesammelt werden müsse. Diese Frage sei mit einem klaren Nein beantwortet worden. Denn, wer einen Teil seiner Bio-Last verliert, muss diese auch wieder selber aufsammeln.
Als es um die 500 € des Dorfbudgets des Landkreises Göttingen ging, gab es gleich zwei Ideen, welche Stadtamtfrau Thoskild Lätsch  mitgenommen hat, um diese der zuständigen Sachbearbeiterin vorzuliegen. 

Zuerst legte Bernd Fröhlich die Idee der Heimatkundlichen Dorfgemeinschaft offen. Diese möchte die in die Jahre gekommene Schautafel, die auf dem Gelände der ehemaligen Kapelle zusammen mit einem Gedenkstein steht, wieder zu einem Anziehungspunkt werden lassen. Das gilt auch für den informativen Inhalt, der im Laufe der Zeit ziemlich ausgeblichen ist.

Rebecca Sindram (CDU) wiederum wünschte sich ein dorfeigenes transportables Geschwindigkeitsmessgerät. Ratsherr Ingo Kassau meldete sich dazu als Ortsbrandmeister der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Nienstedt zu Wort und betonte, dass diese Idee förderwürdig sei und so die Nienstedter Wehr gerne einen Zuschuss beisteuere. Vielleicht fänden sich auch noch andere Sponsoren, denn dieses Gerät sei bestimmt nicht für 700 € zu erwerben.  

Als der Ehrenamtfond der Harz Energie diskutiert wurde, sollte sich herausstellen, dass zahlreiche Vereine in dem Zusammenhang ins Auge gefasst wurden.  Allerdings tauchte dann der Gedanke auf, dass gerade durch die Coronasituation die Kinder und Jugendlichen stark betroffen gewesen wären, also dürfe beispielsweise der Kindergarten und die Schule auch nicht vergessen werden. Man entschloss sich einstimmig, den endgültigen Entscheid, wer wieviel Euro erhalten wird, ebenfalls erst im September zu fassen.

Abschließend wurden noch drei Anträge auf die Nutzung der Mehrzweckhalle einstimmig genehmigt. Somit darf die Freiwillige Ortsfeuerwehr Förste am Samstag, 3. Juli, seine Dienstversammlung durchführen. Auch der SV Förste darf etwa eine Woche später zu seiner Jahreshauptversammlung in diese Halle einladen. Und der DRK-Ortsverein Förste darf am 26. November dorthin zur Blutspende bitten.

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Bevor der neue Fußbodenbelag in das ehemalige Büro in der einstigen Verwaltungsaußenstelle verlegt wird, wird er erst einmal fachmännisch gereinigt

 

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