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15.06.2021

Neue Drohne rettet Tierleben


Prof. Dr. Klaus Weber mit seiner gespendeten Drohne

Prof. Dr. Klaus Weber spendete das Fluggerät und überreichte sie Dorster Jägern.

von Ralf Gießler

Aus Hannover extra angereist, überreichte kürzlich Prof. Dr. Klaus Weber am Flurstück "Auf dem Sonnenberge" eine Drohne an die Dorster Jägerschaft. Ebenfalls anwesend waren Vertreter aus Forst- und Landwirtschaft. Denn auch die Landwirte werden sie zur Aufspürung von Wildtieren nutzen. Zukünftig wird es möglich sein, landwirtschaftlich genutzte Wiesen vor dem Abmähen zu überfliegen. 

Grund dafür ist die Tatsache, dass sich beispielsweise Rehkitze oder Junghasen gern im hohen Grün verstecken. Werden sie durch die Drohne frühzeitig entdeckt, können die Tiere in Sicherheit gebracht und somit gerettet werden. Damit das gelingt, kann das Fluggerät mit einer Wärmekamera ausgestattet werden und aus maximal etwa 120 Metern Höhe beobachten, wo genau gegebenenfalls Tiere liegen.

Für Weber - einst vor gut 90 Jahren in Dorste geboren und jahrelang dort zuhause gewesen - eine Herzensangelegenheit und ein Bedürfnis, seine Zuneigung zur alten Heimat sowie zum Naturschutz zu unterstreichen. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges pachtete Prof. Weber in den 1950er Jahren in der Dorster Feldmark ein Revier. Immer schon mit der Jagd und dem Tierschutzgedanken verbunden, setzte er sich auch für Biotop-Verbesserungen ein. Sein Berufsleben in leitender Position beim TÜV Hannover brachte zudem eine Affinität und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen technischen Möglichkeiten mit sich, wie zum Beispiel im Bereich der Tierrettung mittels Drohe: "Ich will mit meinem Geschenk etwas Gutes für den Tierschutz tun und für die Dorster Jäger", erklärte Prof. Weber in seiner Ansprache zu seinen Beweggründen. Er habe gerne gespendet und sei auch bereit für Hilfestellungen und weiterer Unterstützung, zum Beispiel bei der Ersatzteilbeschaffung und Wartungsarbeiten.

Für die so großzügig Beschenkten ergriff Otto Klages das Wort. In seiner kurzen Laudatio gab er der großen Freude über das Geschenk Ausdruck und wartete sogleich seinerseits mit einer doppelten Überraschung auf. Denn eigens für Weber wurde vor Ort eine neue Bank präsentiert und eingeweiht. Selbstverständlich von Klages mit dem Namen des Drohnenspenders versehen. In unmittelbarer Nähe dazu ist außerdem eine Erinnerungseiche gepflanzt, die in Zukunft sicherlich für etwas Schatten sorgen wird, so die Hoffnung der Anwesenden. Ein zweifaches Dankeschön also an Prof. Dr. Klaus Weber, welches beim Beschenkten sehr gut ankam.


Otto Klages (ganz rechts) bei seiner Laudatio

Prof. Dr. Klaus Weber lässt sich die Technik erklären

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In Banknähe wurde auch eine Eiche wurde für den Spender gepflanzt

Otto Klages (links) mit Prof. Dr. Klaus Weber nehmen auf der neuen Bank Platz

Die gespendete Drohne

Die Drohne wird startklar gemacht

Sie fliegt

 

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