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04.05.2021

Beginn der Freibadsaison noch ungewiss


Verwaltung und Kiosk-Betreiber hoffen, dass das Hattorfer Freibad im Juni öffnen darf

An eine Öffnung im Mai ist nicht zu denken/Wann das Hattorfer Freibad öffnen kann, hängt von der allgemeinen Corona-Lage ab

...von Herma Niemann

Ein beliebtes Ausflugsziel im Sommer ist bei Badegästen aus Nah und Fern das Freibad in Hattorf. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage werde das Freibad aber nicht wie sonst üblich im Mai öffnen können. Das berichtet der Samtgemeindebürgermeister Hattorf, Rolf Hellwig, in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Dennoch plane die Verwaltung vorsichtig mit einem Öffnungstermin im Juni. „Wenn alles gut geht, wollen wir im Juni natürlich gerne öffnen. Das ist aber momentan nicht planbar“, so Hellwig.

Dennoch werde man in den kommenden Wochen an die Vorbereitungen zur Öffnung des beliebten Bades gehen. Dazu gehört das Reinigen der Anlagen, der Austausch des Wassers, das Beheben von eventuellen Winterschäden und das Herrichten der Außenanlagen. Eventuell gehöre auch eine Überarbeitung des Hygieneplans dazu, dabei sei aber wesentlich zu beachten, wie sich die Situation dann darstelle, inwieweit sich die Inzidenzwerte präsentieren und wie es im Landkreis Göttingen mit dem Testen und Impfen voranschreite.

Im vergangenen Jahr öffnete das Freibad Mitte Juni und schloss in der zweiten Septemberwoche wieder seine Pforten. Die Saison dauerte also einen Monat weniger als normal. Laut damaliger Verordnung durften sich 304 Personen inklusive des Schwimmbadpersonals gleichzeitig sich auf dem Gelände mit einer Fläche von 8400 Quadratmetern aufhalten. Das ergab sich daraus, dass jeder Besucher durchschnittlich 15 Quadratmeter auf der 4500 Quadratmeter großen Liegefläche zur Verfügung haben sollte. Dafür wurde im Eingangsbereich ein Zähler angebracht. Auch galt es, die Abstandregeln einzuhalten. Auf den Damen- und Herrentoiletten waren jeweils zwei Nutzer gleichzeitig zugelassen, die Hälfte der Umkleidekabinen waren nur versetzt nutzbar, die übrigen waren geschlossen. Ebenso waren die Duschen geschlossen, wie auch die abschließbaren Schränke vor den Duschräumen.

Wie Hellwig sagt, habe man schon gemerkt, dass weniger Eintrittskarten verkauft wurden, aber nicht in dem enormen Maße, wie man vielleicht befürchtet hatte. Hellwig schätzt den Eintrittskartenverkauf im vergangenen Jahr mit einem Minus von rund zehn Prozent ein, betont aber auch, dass ein Freibad grundsätzlich ein Zuschussgeschäft sei. „Ein Freibad ist im Grunde eine Dienstleistung, die wir anbieten. Das gehört zur Daseinsvorsorge“, betont der Samtgemeindebürgermeister. Sowie die Vorbereitungen abgeschlossen seien und die Corona-Auflagen es zulassen, könne das Freibad relativ zügig geöffnet werden. Personell sei die Saison mit zwei Schwimmmeistern vor Ort sichergestellt. Auch hätten bereits Gespräche mit dem Pächter des Kiosks, Wolfgang Rhode aus Duderstadt, stattgefunden. In einem Gespräch berichtet Rhode, dass er gerade dabei sei, alles auf Vordermann zu bringen. Neben dem Betrieb des Kiosks ist Rhode auch für die Reinigung, das Desinfizieren und für die Hygienemaßnahmen verantwortlich. Über die vergangenen Saison sagt Rhode, dass er mit dem Verkauf ganz zufrieden gewesen sei. In anderen Bädern seien die Verkaufszahlen in den Kiosken im vergangenen Jahr in ähnlicher Weise natürlich etwas eingebrochen. Der 75-Jährige betreibt den Kiosk im Hattorfer Freibad schon seit rund 20 Jahren und wollte eigentlich schon vor einiger Zeit damit aufhören. Abgegeben habe er in der Vergangenheit schon den Kiosk im Freibad und im Hallenbad in Duderstadt sowie im Freibad in Seeburg. 40 Jahre lang war er auch für die Kantine der Berufsbildenden Schule in Duderstadt zuständig. Rhode sei gelernter Kaufmann und der Kontakt mit Menschen mache ihm immer noch viel Spaß. „Ich bin froh, dass ich noch etwas zu tun habe und hoffe dieses Jahr wieder auf eine schöne Saison“.

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