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30.01.2021

Bombenverdacht in Göttingen bestätigt


Rolf-Georg Köhler, Oberbürgermeister von Göttingen, informiert sich über die medizinische Versorgung im Felix-Klein-Gymnasium

Bis jetzt sind zwei der vier Verdachtspunkte als Blindgänger identifiziert worden

von Ralf Gießler

Wie bereits in den Medien berichtet wurde, sind in der Göttinger Godehardstraße bei Bauarbeiten vier verdächtige Objekte im Boden entdeckt worden. Da die verantwortlichen Behörden davon ausgehen mussten, dass es sich dabei um Bombenblindgänger aus dem letzten Weltkrieg handeln könnte, sind für Samstag, den 30.01., Evakuierungen der in unmittelbarer Nachbarschaft lebenden Menschen sowie Untersuchungs- und gegebenenfalls Entschärfungsmaßnahmen vorgesehen.

Alle Menschen waren aufgerufen, das Gebiet im Umkreis von 1.000 Metern um die Fundstelle bis 6.30 Uhr zu verlassen. Nach Mitteilung der Stadtverwaltung Göttingen sind etwa 8.500 Anwohner davon betroffen. Sämtliche Gebäude, Straßen und Plätze, auch der Bahnhof Göttingen, sind für die Zeit der Maßnahmen gesperrt. Mit einer Einsatzdauer bis zum Morgen des 31. Januar ist zu rechnen.

Am Nachmittag bestätigte sich, dass es sich bei bislang zwei der vier Verdachtspunkte um Blindgänger handelt. Um kurz nach zwölf hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst das erste verdächtige Objekt am Leineufer freigelegt und identifiziert. Es handelt sich um eine amerikanische 10-Zentner-Bombe mit Langzeitzünder.

Kurz vor halb vier nachmittags bestätigte sich auch der Verdacht beim Objekt am südlichen Punkt an der Pfalz-Grona-Breite. Es ist wie im ersten Fall eine 10-Zentner-Bombe, ebenfalls mit einem Langzeitzünder versehen. Erst wenn alle vier Objekte vom Kampfmittelbeseitigungsdienst untersucht und identifiziert worden sind, wird es bei den Blindgängern zu kontrollierten Sprengungen kommen. Pro Verdachtsfall geht man von drei bis vier Stunden Untersuchungszeit aus.

Rolf-Georg Köhler, Oberbürgermeister von Göttingen, lobte vorab die überaus gute Zusammenarbeit aller vor Ort vertretenen Einsatz- und Hilfskräfte. Etwa 1.800 beteiligen sich am Einsatz, der bislang weitestgehend planmäßig verläuft. Köhler unterstrich in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der Hilfsorganisationen und die Bedeutung des Ehrenamtes. Ein weiterer Bericht folgt.

Über mehrere Medien können sich Bürger informieren:

  • Live-Ticker zum aktuellen Stand der Dinge: goe.de/bombenverdacht
  • Bürgertelefon unter: 0551 - 400 4048
  • App Katwarn
  • Messenger-Dienste der Stadt Göttingen: alle Infos dazu unter goe.de/messenger

Um die mitgebrachten Haustiere kümmern sich erfahrene Kräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe im Felix-Klein-Gymnasium

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Rolf-Georg Köhler, Oberbürgermeister von Göttingen, im Gespräch mit Evakuierten im Felix-Klein-Gymnasium

Rolf-Georg Köhler, Oberbürgermeister von Göttingen, informiert sich über die Versorgung der Vierbeiner und die sonstigen ergriffenen Maßnahmen für die betroffenen Menschen

 

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