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08.12.2020

Corona-Pandemie: Standorte für Impfzentren vom Land bestätigt


Landkreis bietet zwei zentrale Einrichtungen im Kreisgebiet an

...LK Göttingen

Die Landesregierung hat die Vorschläge des Landkreises Göttingen für die Impfzentren im Kreisgebiet bestätigt. Für mehr als 200.000 Menschen im Kreisgebiet entstehen an zwei zentralen Standorten Einrichtungen für die freiwillige Impfung gegen das Corona-Virus; sie werden in den Sporthallen der Oberschule Herzberg sowie der BBS II Göttingen aufgebaut. Der Aufbau wird voraussichtlich rechtzeitig zum 15.12.2020 abgeschlossen.

„Die beiden Standorte wurden nach einer intensiven Suche ausgewählt. Bei rund 40 Liegenschaften haben wir anhand der Grundrisse geprüft, ob sie die umfangreichen Vorgaben des Landes erfüllen, mehr als zehn Gebäude haben wir uns vor Ort angesehen. Letztlich erwiesen sich nur die jetzt ausgewählten Sporthallen als geeignet“, macht Kreisrätin Marlies Dornieden, Leiterin des Krisenstabes des Landkreises, deutlich. Bei der Objektauswahl seien neben Platzangebot, Raumaufteilung, Sanitäranlagen, Internetanbindung, Zuwegung, Barrierefreiheit und Lagermöglichkeiten auch Aspekte wie Lüftung, Reinigung und Sicherheit zu beachten gewesen. Zudem müssten die Immobilien über Parkplätze im fußläufig erreichbaren Umfeld, ÖPNV-Anbindung, Haltebereiche für Taxen und Behindertenparkplätze verfügen.

„Drei Kriterien waren dabei besonders wichtig: die zentrale Lage in unserem Flächenlandkreis, gute verkehrliche Erreichbarkeit aus unterschiedlichen Richtungen und eine sinnvolle Verteilung hinsichtlich der Bevölkerungszahl in den jeweiligen Einzugsbereichen der beiden Impfzentren“, fügt Dornieden hinzu. Herzberg im östlichen Kreisgebiet und Göttingen im Westen des Landkreises erfüllten diese Anforderungen. Das Impfzentrum in Herzberg versorgt die Bevölkerung der Städte Duderstadt, Osterode, Herzberg, Bad Lauterberg und Bad Sachsa, der Samtgemeinden Gieboldehausen und Hattorf sowie der Gemeinden Bad Grund und Walkenried – in der Summe gut 105.000 Menschen. Das Impfzentrum in Göttingen ist erreichbar für die Bevölkerung der Stadt Hann. Münden, der Gemeinden Bovenden, Adelebsen, Rosdorf, Friedland, Gleichen und Staufenberg sowie der Samtgemeinden Radolfshausen und Dransfeld mit zusammen gut 101.000 Menschen. Die Stadt Göttingen versorgt ihre rund 120.000 Einwohner*innen grundsätzlich mit einem eigenen Impfzentrum.

Der 15.12.2020 als Stichtag für die Einsatzbereitschaft der Impfzentren wurde von der Bundesregierung vorgegeben. Das Land hat dies am heutigen Montag konkretisiert: „Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir durch Einsatzverfügung des Ministeriums für Inneres und Sport für die beiden Impfzentren jeweils einen Impfzug – mit Anmeldung, Registrierung, Arzt, vier Impfstellen, Sanitätsbereich und einer Beobachtungszone für Patienten nach der Impfung – vorzuhalten. Ergänzend sind jeweils pro Standort bis zur kommenden Woche zwei mobile Teams mit Arzt, impfbefähigter Person und einer Unterstützungskraft zu besetzen“, so Dornieden weiter.

Wann mit den Impfungen begonnen werden kann, hängt allerdings von der Verfügbarkeit der Impfstoffe und der Reihenfolge bei den zu impfenden Personen ab. Noch ist kein Impfstoff zugelassen; sobald dies der Fall ist, wird voraussichtlich zunächst sogenannten vulnerablen Personen in Alten- und Pflegeheimen – durch mobile Impfteams – eine Impfung ermöglicht. Der tatsächliche Start in den Impfzentren selbst wird also voraussichtlich erst im Januar erfolgen, heißt es derzeit seitens der Landesregierung. Die Impfung erfolgt ausschließlich auf freiwilliger Basis.

Die Terminvergabe für die Impfungen in den Impfzentren beginnt erst dann, wenn beim Land ausreichend Impfdosen gesichert zur Verfügung stehen. Sobald das der Fall sein wird, werden umfangreiche Informationen zum Ablauf der Terminvergabe und zur Impfung selbst bereitgestellt, sichert die Landesregierung zu. „Es sind noch ganz viele Fragen offen, das macht auch den Aufbau der Impfzentren so komplex und herausfordernd. Mit der Bestätigung unserer Standorte können wir nun konzentriert und mit Hochdruck am Aufbau weiterarbeiten. Gemeinsam mit einem engagierten Arbeitsteam aus der Kreisverwaltung leisten wir unseren Beitrag, um termingerecht für unsere Kreisbevölkerung einsatzbereit zu sein“, fasst Kreisrätin Dornieden zusammen.

 

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