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09.03.2020

Zwei Millionen Euro-Förderbescheid an Osteroder Unternehmensgruppe übergeben


(v.l.n.r.): Matthias Wunderling-Weilbier (Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Braunschweig), Dr. Frank Harms (Geschäftsführer Martin Christ Gefriertrocknungsanlagen GmbH), Dr. Michael Sander (Geschäftsführer Sigma Laborzentrifugen GmbH) und Dr. Niels Kämpny (Abteilungsleiter Industrie und Maritime Wirtschaft)

Martin Christ Gefriertrocknungsanlagen und Sigma Laborzentrifugen freuen sich über die Zuwendung.

von Ralf Gießler

Osterode) Die Bemühungen um eine Wirtschaftsförderung im Rahmen des Neubaus am Firmenstandort Osterode am Harz führten zu einem positiven Ergebnis. In Vertretung des niedersächsischen Wirtschaftsministers Dr. Bernd Althusmann kam daher Dr. Niels Kämpny, Abteilungsleiter Industrie und Maritime Wirtschaft, an die Untere Söse 50, um der Unternehmensgruppe Martin Christ Gefriertrocknungsanlagen GmbH und Sigma Laborzentrifugen GmbH den Zuwendungsbescheid für die einzelbetriebliche Investitionsförderung zu übergeben.

Insgesamt beträgt die Höhe rund 2,06 Millionen Euro. Das Geld soll in den Neubau des Betriebs in Osterode, in moderne Maschinen, Anlagen und in Software fließen. Die Hauptfinanzierung des Neubaus erfolgt durch eigene Mittel. Außerdem plant die Martin Christ Gefriertrocknungsanlagen GmbH, ihre Produktpalette auszubauen und sich so zukunftssicher aufzustellen. Insgesamt werden Gesamtinvestitionen von rund 14,0 Millionen Euro angestoßen und mindestens 22 neue Dauerarbeitsplätze, darunter ein Ausbildungsplatz, geschaffen. Das Unternehmen hat mit der Entwicklung des "LyoShuttle" (ein innovatives vollautomatisches Be- und Entladesystem für Gefriertrockner) im Jahr 2018 den zweiten Preis für ausgewählte Innovationen des Landkreises Göttingen in der Kategorie "Unternehmen über 20 Mitarbeiter" gewonnen.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann ließ im Vorfeld verlauten: "Das Unternehmen gehört zu den Innovationstreibern im Landkreis Göttingen. Gerade für strukturschwache Gebiete ist die einzelbetriebliche Investitionsförderung, die die Wettbewerbsfähigkeit von überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen stärkt, enorm wichtig. Auch in der zukünftigen EU-Förderperiode brauchen wir eine flexible und bedarfsgerechte Förderung in Niedersachsen. Dafür setzen wir uns ein." Ziel der einzelbetrieblichen Investitionsförderung ist es, das Einkommen und die Beschäftigung in strukturschwachen Regionen zu erhöhen und zu sichern, um regionale Entwicklungsunterschiede abzubauen. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW).

Neben Dr. Kämpny und den Geschäftsleitungen waren u.a. Dr. Roy Kühne (MdB), Kerstin Wittenberg und Detlev Barth (beide Wirtschaftsförderung Region Göttingen), Dr. Winfried Seeringer (ehemaliger Geschäftsführer bei Christ und Sigma, jetzt im Beirat), Dr. Martin Rudolph (Leiter Geschäftsstelle Göttingen der IHK Hannover), Jens Augat (Bürgermeister Osterode am Harz) sowie Matthias Wunderling-Weilbier (Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Braunschweig) zugegen. Ergänzend zur Bescheidübergabe folgte ein Rundgang durch Werkshallen und den Neubau. Das Neubauprojekt wird eine Erweiterung von Produktion/Lager, Büro/Besprechung (Meetingraum) sowie eine Kantine mit großer Außenterrasse beinhalten.

In diesem Zusammenhang wies Dr. Frank Harms, Geschäftsführer von Martin Christ Gefriertrocknungsanlagen GmbH, darauf hin, dass ein Hotel in Osterode unbedingt notwendig und wünschenswert sei, da viele Gäste pro Woche im Unternehmen zu Besuch seien. Moderne Arbeitsplätze und ein ansprechendes Ambiente dienten auch der Mitarbeiterbindung und -gewinnung. Baubeginn war im Sommer 2018, die Fertigstellung ist für den Spätsommer 2020 geplant. In einer abschließenden kurzen Gesprächsrunde wurde explizit die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Osterode am Harz, des Landkreises Göttingen und der Wirtschaft gewürdigt.


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v.l.: Matthias Wunderling-Weilbier, Dr. Niels Kämpny, Dr. Frank Harms und Dr. Michael Sander


 

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