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21.11.2019

Berliner Band wusste in Windhausen zu überzeugen


...von Petra Bordfeld

„Kommt ihr auch wieder, wenn ihr berühmt seid?“ – Diese Frage war während des ersten Konzerts zu vernehmen, für das „Sweaty Hands“ von der Bundeshauptstadt nach Windhausen gekommen waren. Sie hatten nämlich den kleinen Versammlungssaal der ehemaligen Gaststätte „Zur alten Mühle“, die sich zur aktuellen Kulturmühle gemausert hat, in einen von guter Musik und bester Laune gefüllten Raum verwandelt.

Wer an der Kulturmühle vorbeikam, staunte nicht schlecht. Denn direkt vor deren Eingang parkte ein Schulbus, wie er heute noch in den USA auf den Straßen zu sehen ist. Allerdings hat dieses 23 Jahre alte Fahrzeug, das über den großen Teich bis nach Rostock „geschwommen“ ist, nicht nur die Farbe gewechselt. Es ist das Bandfahrzeug der Berliner Band.

Stefan Dräger (Gitarre & Bass), Karoline Kulke (Keys und Gesang), Hannes Koch (Gitarre, Bass und Gesang) und Matthias Nimz (Gesang) waren aber nicht allein gekommen. Da ihnen noch ein Schlagzeuger fehlte, fragten sie bei Raoul Nottrott nach, der nicht lange überlegte und sich spontan von Hamburg aus auf den Weg in den Vorharz machte.

Zwar spielen die Berliner erst seit einem guten Jahr in dieser Formation, aber sie kennen sich schon seit der Schulzeit. Und die fünf brauchten nicht einmal einen Song, um unter Beweis zu stellen, dass sie nicht nur exzellente Musik machen, sondern Musik selbst sind. Wer der Independent-Gitarrenmusik mit mehrstimmigem Gesang nicht nur fasziniert zuhören wollte, legte von Begeisterung getragene Tänze aufs Parkett.

Denn mit ihrem "Garage-Rock", der einfachen, ungeschliffenen Form des klassischen Rock'n Roll trafen sie von Lied zu Lied voll ins Schwarze. Es waren das schnörkellose und straighte Spiel und die selbst geschriebenen Songs, die häufig aus wenigen Akkorden bestanden, die bis zum letzten Ton überzeugten.

Der Beifall zeigte ihnen immer wieder, dass sie den richtigen Sound und Takt serviert hatten. Übrigens beantworteten die Musiker die an sich gestellte Frage mit einem deutlichen „Ja“, denn der Auftritt in Windhausen hat ihnen mehr, als „nur“ sehr gut gefallen.


Mit diesem amerikanischen Bus waren die Musiker anereist

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Die Berliner Band „Sweaty Hands“ wusste in Windhausen zu begeistern

 

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