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01.11.2019

Die Stollenjahreszeit im Harz ist offiziell eröffnet


...von Petra Bordfeld

Fritz Raffert, Obermeister der Bäckerinnung  Goslar-Salzgitter, verriet während der offiziellen Stollensaisoneröffnung im Café des HöhlenErlebnisZentrums Iberger Tropfsteinhöhle in Bad Grund,  warum die Harzer Stollen nicht die traditionelle Form des Christstollens aufweisen. „Als wir den Harzer Butterquarkstollen entwickelten, haben wir uns mal überlegt, wie wir uns abgrenzen können“. So wurde die Idee geboren, die Stollen in eine Form zu bringen, welche einer Lore im Bergbau ähnelt.

 „Den Verbraucher muss doch auch freuen, dass unsere Stollenkreation, fast keinen Knust hat und damit alle Scheiben gleichmäßig sind“. Die Bäckerinnung wollte so erreichen, dass sich ihre Stollen von den klassischen Backwerk des Handels unterscheiden. „Denn durch die Form im Kasten gebacken, sind unsere Stollen auch viel saftiger“.

Doch bevor dieses Geheimnis des Highlights der „Handwerkskunst aus dem Backofen“ gelüftet wurde, hieß Fritz Raffert auch im Namen von Joachim Friehe, dem Obermeister der Bäckerinnung Südniedersachen sowie einigen Kollegen, erst einmal die erfreulich große Zahl der Gäste willkommen. Dann stimmten die weit über die Grenzen des Harzes bekannte Akkordeonspielerin Sabine Gerbrich sowie der Harzklub-Zweigverein Neuekrug-Hahausen traditionsgemäß das Bergmannslied „Glück auf“ an. Und alle sangen voller Begeisterung ganz kräftig mit, so dass ein Chor mit großen Stimmvolumen zu vernehmen war.

Danach war die Zeit gekommen, dass MDB Roy Kühne ein Messer in die Hand nahm. Bevor er damit das erste Stollenstück abschnitt und so die Saison eröffnete, brachte er seine Freude darüber zum Ausdruck, mit so vielen netten Gästen dieses Ereignis feiern zu dürfen. Und er dankte den Innungen dafür, dass er sich im Prinzip handwerklich betätigen durfte.

Ortrud Krause, die Leiterin des HöhlenErlebnisZentrums, hielt nicht mit der Freude hinterm Berg, dass die Stollensaison zum zweiten Mal dort oben eröffnet wurde. Und sie verriet, dass in der Ausstellung über Tage zwei Vitrinen auch dem Brot und Getreide gewidmet sind.

Bürgermeister Harald Dietzmann versicherte, dass es ihn sehr freue, dass die Bäckerinnungen mit dieser Aktion wieder nach Bad Grund gekommen waren. Denn es sei etwas ganz Besonderes, wenn Stollen angeschnitten werden. Allein, dass der Harzer Stollen sinnbildlich auf den Bergbau dieser Region hinweist, sei ein Erlebnis. Er dankte auch im Namen von Ortsbürgermeister Holger Diener, dass sie an dieser leckeren fünften Jahreszeit teilnehmen durften.

Danach gehörte die Aufmerksamkeit der Möglichkeit, die Vielzahl der verschiedenen Stollen zu kosten sowie der Musik der Solistin und der in schönen Trachten gekleideten Heimatgruppe zu lauschen, oder mit zu singen.




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