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28.10.2019

Nur noch 5 Minuten: Chaos oder Serienhit ?


Bericht von Bernd Stritzke

Nur noch 5 Dreh-Minuten bis zum Serienende der spektakulären TV-Serie "Dahin schwimmende Liebe", die den Regisseur Francois de Bedell an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringen. Das Herzberger Theater Frei Spiel hat das Stück "M.S. Aphrodite-Fernsehstars am Limit!" mit viel Wortwitz, tollen Kostümen sowie Licht- und Soundeffekten perfekt in Szene gesetzt.

Das Bühnenbild steht, die Proben sind gelaufen, jetzt heißt es Text abrufen und bitte keinen Hänger. Und falls es doch mal hakt, hilft Souffleuse Annette Nürnberger aus dem Off. Es ist Premierenabend von Theater Frei Spiel in der Herzberger EMAG-Aula und jeder ist zutiefst angespannt und zugleich erleichtert, dass es endlich losgeht.

Wie voll wird der Saal? Stimmt das Timing der Soundeffekte? Funktioniert die Illumination? Wie kommen Stück und Besetzung beim Publikum an?

Nach knapp 110 Minuten ist es geschafft und Regisseurin Iris Jakobi erleichtert: "Natürlich gab es doch ein, zwei, Wackler, aber außer mir hat das vielleicht gar Niemand gemerkt". Im Publikum standing ovations.

Mit dem Stück "M.S. Aphrodite – Fernsehstars am Limit!" von Bernd Spehling hat Iris Jakobi nicht nur einmal mehr ihr Händchen bei der Rollenverteilung bewiesen, sondern dieses wieder mit vielen Sound- und Lichteffekten garniert.

Stephan Giebel brillierte lautstark in seiner Doppelrolle, des entweder ach so langweiligen Ehemann Robert Reichenbach, der von seiner Ehefrau Carmen (Hanka Schatz) nur wegen seiner Ähnlichkeit zu ihrem Serien-Helden geheiratet wurde, und Menno Mennerich, der zwar im Rampenlicht strahlt, sich aber außerhalb der Kameras als mimosenhafter Kotzbrocken entpuppt.

Der Stern am Schlagerhimmel, Angelika Bunt, gespielt von Anna Tichy, fühlt sich mit ihren Liedertexten permanent missverstanden, sorgte aber mit ihrer schillernden Erscheinung und deftigen Sprüchen für Beifall und Lachsalven.

Das Mitleid des Publikums gehörte sicher Regisseur Francois de Bedell, verkörpert von Thomas Springer, der eines Nervenzusammenbruchs nahe versuchte, die erhitzten Gemüter zu beruhigen, alle Darsteller bei Laune zu halten und die nur noch letzten 5 Minuten der Serie "Dahin schwimmende Liebe" irgendwie in den Kasten zu kriegen, worunter auch sein Assistent Ivo Kulitschka (Max Kustjukov) zu leiden hatte.

Hier erste Bilder von der Premierenaufführung. Weitere Vorstellungen sind an den kommenden 3 Samstagen jeweils um 20:00 Uhr







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