Der Tierschutz für Osterode und Umgebung e.V.

 

Begonnen hatte die Ära des Vereins, als Heinz Schirmer 1963 von der Stadt Osterode den Auftrag erhielt, einen Tierschutzverein ins Leben zu rufen. Zum ersten Vorsitzenden des Tierschutzvereins für Osterode und Umgebung wurden Dr. Janssen, zum Schriftführer Herr Armbrecht und anschließend Frau Orlowski gewählt, die später das Amt der Kassenwartin übernahm und dieses 37 Jahre inne hatte.

Heute ist der Tierschutzverein Osterode und Umgebung ein eingetragener Verein mit Hauptsitz An der Leege 25 in Osterode am Harz und hat derzeit rund 420 Mitglieder.

Seine Aufgaben und Ziele sind die Aufnahme, Pflege und Vermittlung von Fund- und Abgabetieren. Die überwiegend ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter ermöglichen den Heimtieren einen geregelten Tagesablauf und sorgen für die Fütterung, Reinigung der Boxen und das Ausführen der Hunde.

Vermittlungsgespräche und Kontrollen der künftigen Unterbringung gehören ebenso zu den Aufgaben der Tierschützer wie Nachkontrollen bei vermittelten Tieren. Der Verein wird durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Hinzu kommen Erlöse aus Veranstaltungen wie dem jährlichen Sommerfest im Tierheim oder ähnlichen Aktionen. Auch mit Sponsorengelder ortsansässiger Firmen wird der Verein unterstützt.


Der erste Vorsitzende, Josef Steffel, gab bereits 1971 Bauzeichnungen für ein Tierheim in Auftrag, während sein damaliger Stellvertreter Waldemar Uhl den Optimismus dämpfte. Er sollte mit seiner Einschätzung des Vorhabens recht behalten, und als Uhl 1983 den Vorsitz des Vereins bis zu seinem Tode 1996 übernahm, war der Plan zum Bau des Tierheims bereits wieder “auf Eis” gelegt. Der Verein sparte an allen Ecken und Enden, um den Traum vom Bau eines Tierheims in Osterode Realität werden zu lassen. Spendenaufrufe an Bürger und Firmen wurden erfolgreich gestartet, 1994 kam ein entsprechendes Gelände des Landwirts Hans Heisecke An der Leege ins Gespräch. Waltraud Hartung, ab 1997 für zwei Jahre stellvertretende Vorsitzende, übernahm 1999 zusammen mit Dr. Thomas Grammel die Vereinsführung.
 
Dem großen Einsatz dieser Vorstandsmitglieder ist es zu verdanken, daß schließlich im Jahr 2000 der Kaufvertrag zwischen dem Tierschutzverein und Hans Heisecke unterzeichnet werden konnte. Damit standen den Planungen zum Bau eines Tierheims nichts mehr im Wege.
 
Die Stadt Osterode unterstützte das Vorhaben großzügig mit rund 130.000 DM, dazu gehörten ein Baukostenzuschuß in Höhe von 80.000 DM, das kostenlose Erstellen der Bauzeichnungen sowie der Verzicht auf die Anliegerbeiträge von rund 20.000 DM. Weitere 20.000 DM stellte auch die Stadt Herzberg für das Tierheim zur Verfügung. Im März 2001 was es dann endlich soweit: es wurde Richtfest gefeiert und im Beisein zahlreicher Repräsentanten des Landkreises Osterode und der Städte Osterode und Herzberg allen Sponsoren Dank ausgesprochen. Am 15. Januar 2002 bezogen die ersten Vierbeiner ihr neues Heim. Nach Fertigstellen der Außenanlage wurde mit einem Sommerfest 2003 das Tierheim der Öffentlichkeit vorgestellt.
 
Täglich sind viele freiwillige und ehrenamtliche Helfer im Einsatz, um herrenlose und abgegebene Tiere in ihrem vorübergehenden Zuhause eine bestmögliche Versorgung zu bieten und für einen geregelten Tagesablauf zu sorgen.

 

 

 

Zum Sommerfest 2005 konnten die Pflasterarbeiten am Vorplatz abgeschlossen werden. Seitdem können die Besucher trockenen Fußes das Gelände betreten. Dadurch entstand ebenfalls ein großzügig angelegter Parkplatz.
 
Zusätzlich zu den im Hauptgebäude untergebrachten Zwinger konnten im August 2005 fünf weitere Zwinger auf dem Gelände errichtet werden, um auch weitere Pensionshunde aufnehmen zu können.

Container sorgt für Stauraum
Das Platzproblem ist eigentlich schon so alt wie das Tierheim selbst. Wohin mit den Werkzeugen, Sitzgarnituren und vor allem mit den Futterspenden ? Letztere vor allem mußten trocken und kühl gelagert werden. Durch gute Kontakte zwischen Katrin Seidel und der ebenfalls In der Leege ansässigen Firma Richter & Co. wurde am 18. Dezember 2005 die Lösung für das Platzproblem in Form eines grünen Überseecontainers auf dem Tierheimgelände abgestellt.

 

Goldfischteich
Aus einem Provisorium ist ein echter Hingucker geworden. Einst das Reich zahlreicher Wasserschildkröten, jetzt ein Paradies für einen Goldfischschwarm. Der liebevoll eingerichtete Teich vor dem Eingang zum Hauptgebäude. Der ganze Stolz von Hausmeister Siggi Lettrari.

Fertighaus für Hunde
Eine riesige Überraschung bereitete uns die in der Nachbarschaft des Tierheimes ansässige Firma Niehus im Mai 2012. Herr Niehus und seine Mitarbeiter hatten in ihrem Betrieb Fertigteile für eine Hundehütte hergestellt, die sie  im großen Hundeauslauf montierten. "Das nenn' ich mal 'ne Hundehütte", bestaunten die Helfer des Tierheims die Größe der Hütte. Seitdem können die Hunde geschützt vor Wind und Wetter draußen liegen oder vom über eine Hundeleiter erreichbarem Dach die Umgebung betrachten.

 

Facelifting

Die Bufdis und ehrenamtlichen Helfer des Tierheims haben im Oktober 2014 die geringe Belegung der Katzenboxen genutzt, um mit einem frischen Anstrich die Räume attraktiver zu gestalten. Und als man sich erst einmal mit der Farbe angefreundet hatte, schwappte die Renovierungswelle auch auf die anderen Bereiche über. Einige Schränke im OP wurden ausgemustert bzw. zweckmäßiger angeordnet, die beschädigten Türen im Hundetrakt ausgetauscht und der Eingangsbereich umgestaltet.

Spendenaufruf über Facebook
Daß die Osteroder das Tierheim im Notfall auch kurzfristig unterstützen, zeigte sich, als sich bei der jährlichen Wartung der Heizungsanlage im März 2015 herausstellte, daß diese weder repariert noch weiterbetrieben werden durfte. Binnen kurzer Zeit generierte Meryem Rosenberg via Facebook eine Spendengemeinde, die mit vielen Einzelspenden einen Großteil der Kosten für eine neue Heiztherme begleichen konnte.

 

 

>>> Randnotizen <<<

Termine:

13-08-2017
Tierheimfest
An der Leege

Besuche seit

01-12-2006

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