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14.09.2019

Ein Abend mit vielen Überraschungen


Die 2. Gala der Elhadj Diouf Foundation (EDF) begeisterte die Zuschauer in der Stadthalle

von Ralf Gießler

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr hatten sich die Organisatoren der Gala zu Gunsten der Elhadj Diouf Foundation (EDF) weit aus dem Fenster gelehnt und versprochen: "Bei der 2. Gala setzen wir noch eins drauf" - und sie hielten Wort. Am 11.09. ging sie über die Bühne in der Osteroder Stadthalle. Und eines gleich vorab - die Show in ihrer Vielseitigkeit in Gänze zu beschreiben, ist nicht möglich, da das Programm so umfangreich war.

Schon vor der Halle wurden die zahlreichen Besucher von der Rhythmusgruppe des TRG gleich in die entsprechende Stimmung gebracht. Der Beginn der Gala setzte zunächst ein emotionales Ausrufezeichen, denn die Stimme des verstorbenen Namensgeber der Stiftung, Elhadj Diouf, erklang aus dem Off und bereitete den Auftakt für einen Abend, prall gefüllt mit Überraschungen, vielen Gefühlen und Showeinlagen. Matthias Stach, bekannter TV-Sportreporter und Stiftungsratsmitglied, führte durch die lange, aber kurzweiligeVeranstaltung. Stach war begeistert über das volle Haus und das, "obwohl nichts in der Presse über unser Programm stand und alle dicht gehalten haben, toll!"

Als besondere Gäste waren Vertreter der senegalesischen Delegation, die zur Zeit in Osterode zu Besuch weilen sowie Chaditiatou aus Belgien, die Schwester von Elhadj Diouf, mit dabei. Videobotschaften, u.a. von Boris Becker, Philipp Lahm, Matthias Sammer oder Sigmar Gabriel, MdB, mit Tochter wurden eingeblendet, stets verbunden mit der Bitte zu spenden. Alle Gelder gehen zu 100 % an die Stiftung, sämtliche Künstler traten kostenfrei für die gute Sache auf. Denn was die EDF leistet, ist beachtlich. So berichtete Matthias Stach, dass in Kaolack ein Grundstück für eine Schule gekauft wurde. Zukünftig könnten dort 200 bis 250 Schüler unterrichtet werden. Es ist geplant, dass die Schule sich in zwei bis drei Jahren selbst trägt. Ebenso ein neues Gebäude für eine bessere medizinische Versorgung: "In das vorherige Gebäude hatte es stets reingeregnet. Die Bedingungen für den ehrenamtlich arbeitenden Arzt sind jetzt deutlich besser, denn er hat nun ein eigenes Zimmer und muss nicht mehr auf einer Pritsche im Flur schlafen", berichtete Dr. Mirko Mehde, Stiftungsratsmitglied der EDF. Auch die gezeigte neue Tenniswand erfreut sich großer Beliebtheit bei den senegalesischen Schülern.

Die gebotenen Show-Acts waren allesamt spitze. Zu nennen wären die Sängerin Emma Shark, die für Gänsehaut sorgte, der Stelzentanz - gepaart mit klasse Trommeleinlagen von Aliou Badji's Diamoral, die kleinen Zaubereinlagen und nicht zu vergessen die sagenhaften Sandmalereien von Frauke Menger, die extra den weiten Weg aus Bayern in Kauf genommen hatte. Aber auch Moderator Stach glänzte mit einer eigenen Poetry-Slam-Einlage. In diesem Jahr wurden wiederholt Junior-Botschafter mit dem Elhadj Diouf-Preis ausgezeichnet. Stellvertretend nahmen Jan-Aage Diederich und Elhadji Abdoulaye Ndong den Preis in Empfang.

"Eigentlich überreichen wir diesen Preis nur an junge Menschen, aber diesmal machen wir eine Ausnahme", sagte Stach und rief den überraschten Tobias Rusteberg auf die Bühne. Als Initiator und "Erfinder" des deutsch-senegalesischen Austausches betrat dieser unter stehendem Applaus die Bühne, um sich als "Botschafter der Menschlichkeit" auszeichnen zu lassen. Typisch Tobias widmete er den Preis zu gleichen Teilen an seinen verstorbenen Freund Elhadj Diouf.

Auch die Hoepner-Zwillinge waren anwesend. Die beiden Abenteurer versprachen eine Tour mit einem pedalbetriebenen Amphibienfahrzeug von Berlin nach Westafrika. Mit dieser ungewöhnlichen Aktion möchten sie unterstützen. Barbara Rittner, das Pendant von Jogi Löw im Tennis, hatte ebenso ihre weitere Unterstützung angekündigt. Über eigene Aktionen hatte sie bereits einen namhaften Betrag sammeln können.Überhaupt gab es rund um die Veranstaltung reichlich Möglichkeiten zu spenden, sei es beim Kauf kleiner Geschenke aus dem Senegal oder z.B. bei einer Fotobox.

"Begegnungen bauen Brücken" - dieses Motto ist in Kaolack und Osterode am Harz Programm. Nicht das Gießkannenprinzip, sondern gezielte Förderung in sinnvolle Projekte ist das Gebot der Stunde, eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Deutschen und Senegalesen das erfolgreiche Prinzip. Vieles ist schon geschafft oder in der Planung. Man darf gespannt sein, was es zukünftig noch Gutes und Neues über die Aktivitäten der Stiftung zu berichten gibt.


Die Delegation aus dem Senegal

Barbara Rittner und Matthias Stach



Aliou Badji's Diamoral


D. Koch, Brusch und Ritscher Stiftung


Matthias Stach mit den Hoepner-Zwillingen, Paul und Hansen




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Tobias Rusteberg und Klaus Becker

Emma Shark, Posing




Awa Dangnokho

Matthias Stach



Emma Shark




































 

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