Kultur / Vorgemerkt

23.08.2019

Fünf völlig unterschiedliche Krimis


Shortlist zum Harzer Hammer 2019 des Mordsharz-Festivals

von Christian Dolle

Der Harzer Hammer ist ein Literaturpreis der an Nachwuchsautoren im Bereich Krimi und Thriller verliehen wird. Im vergangenen Jahr ging er an Christof Weigold und seien Debütroman „Der Mann, der nicht mitspielt“. Auf dem diesjährigen Mordsharz-Festival wird Weigold seinen zweiten Roman „Der blutrote Teppich“ vorstellen und wenn er schon einmal da ist, wird er auch den Harzer Hammer 2019 überreichen.

An wen, das steht noch nicht fest und wird auch noch bis zur Mordsharz-Eröffnungsgala am 11. September auf dem Schloss Wernigerode geheimgehalten. Allerdings wurden auch in diesem Jahr wieder viele völlig unterschiedliche Bücher eingereicht. Die Autoren haben gemeinsam, dass sie mit ihren Kriminalromanen oder Thrillern alle literarisches Neuland betreten, ansonsten aber sind die Werke so unterschiedlich wie das Genre nur sein kann.

Das machte es der Jury in den vergangenen Wochen und Monaten nicht eben leichter, denn humorvolle Geschichten um skurrile Ermittler lassen sich mit knallharten Storys um psychopathische Serienmörder mitunter nur schwer vergleichen. Dennoch gibt es natürlich Punkte in Sachen Originalität, Schreibstil, Spannungsaufbau und einigem mehr, die durchaus mehr oder weniger für die Qualität eines Krimis sprechen. Natürlich ist alles auch immer Geschmackssache, was dann auch zu interessanten Diskussionen innerhalb des Mordsharz-Teams führte.

Beim jüngsten Vorbereitungstreffen ging es nämlich nicht nur um organisatorische Details für die Lesungen im Schloss Wernigerode, im Rammelsberg in Goslar, im Schloss Herzberg und im Tabakspeicher Nordhausen, sondern auch um die Shortlist zum Krimipreis 2019. Jedes Jurymitglied favorisierte andere Bücher, denn sie alle bieten auf ihre Weise ein besonderes Lesevergnügen.

Sei es die ungewöhnliche Geschichte, die bildhafte Sprache, die treffende Gesellschaftssatire, die faszinierenden Charaktere oder auch die schockierenden Mordfälle. Insgesamt zeigte sich bei den Einsendungen also wieder einmal, wie vielseitig Literatur ist, aber auch, wie viel Spaß es machen kann, darüber zu diskutieren. Am Ende gab es dennoch eine Entscheidung für jene fünf Titel, die weiterhin im Rennen für den Harzer Hammer sind.

Auf der Shortlist stehen:

Lioba Werrelmann: Hinterhaus (Bastei Lübbe)
Melanie Bottke: Auf leeren Seiten (Franzius)
Martin Wehrle: Die Ratte (Benevento)
Thomas Köhler und Konstantin Zorn: Lambachs letzter Fall (Salomo)
Tilman Thiemig: Ahrenshooper Todholz (Hinstorff)

Eine oder einer von diesen Autoren wird also am Mittwoch, 11. September im Rahmen der um 18.30 Uhr beginnenden Eröffnungsgala des diesjährigen Harzer Literaturfestivals den von Steinmetz Enrico Friesecke hergestellten und mit 1000 Euro dotierten Preis in Empfang nehmen dürfen.

Weitere Informationen zur Ausschreibung, zum Festival und zum Kartenvorverkauf ist unter www.mordsharz-festival.com zu finden.

 


Andreas Sack, Christian Dolle, Christoph Lampert und Roland Lange mussten schwere Entscheidungen treffen.

 

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