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13.08.2019

Gemeinde erhält 350.000 Euro für neues Drehleiterfahrzeug


Das 40 Jahre alte Fahrzeug hat bald ausgedient. Das neue Hubrettungsfahrzeug ist bestellt und soll Ende des Jahres eintreffen

Ministerialdirigent Friedhelm Meier überreichte den Bedarfszuweisungsbescheid / Feuerwehrkameraden für Einsatz beim Moorbrand in Meppen geehrt

...von Herma Niemann

Als eine „angenehme Tagesordnung“ bezeichnete der Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, Harald Dietzmann, den Termin im Feuerwehrgerätehaus in Bad Grund am Donnerstag. Der Ministerialdirigent Friedhelm Meier war als Vertreter des Staatssekretärs Stephan Manke (Niedersächsisches Innenministerium) zusammen mit Thomas Behnke (Sachbearbeiter Kommunalabteilung im Innenministerium) an dem Tag mit gleich mit zwei positiven Nachrichten in die Bergstadt gekommen.

Mit im Gepäck: den Bedarfszuweisungsbescheid in Höhe von 350.000 Euro für die Anschaffung eines neuen Feuerwehr-Hubrettungsfahrzeugs. „Es ist wichtig, dass die Feuerwehr vernünftig ausgestattet ist“, so Meier „die aktuellen Bedarfszuweisungen bilden einen wichtigen Baustein, um unsere Feuerwehren und damit auch unsere Kommunen zukunftsfest aufzustellen.“ Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport bewilligt insgesamt 10,65 Millionen Euro für den Erhalt und die Verbesserung des Brandschutzes in Kommunen.

Über die sogenannten Bedarfszuweisungen wegen besonderer Aufgaben können sich 14 besonders finanzschwache Kommunen in ganz Niedersachsen freuen, die damit Baumaßnahmen umsetzen, Feuerwehrfahrzeuge beschaffen oder ihre Brandschutzmaßnahmen in öffentlichen Einrichtungen verbessern können. Die Gemeinde Bad Grund ist eine davon, weil sie im Rahmen des Zukunftsvertrages mit dem Land Niedersachsen bewiesen hat, dass sie die eigene Konsolidierungsbereitschaft in überzeugender Weise umsetzt. „Mit dem 40 Jahre alten Fahrzeug sind wir jetzt lange genug auf dem Zahnfleisch gegangen“, so Dietzmann, der seine Freude über die Bedarfszuweisung ausdrückte.

„Die Neubeschaffung wirkt sich auch auf die Feuerwehr aus, denn das zeigt Wertschätzung für ihr Engagement, steigert die Einsatzfähigkeit und die Bereitschaft, aber vor allem auch die Sicherheit“, so Dietzmann. Der Auftrag für das neue Fahrzeug sei erteilt, mit der Auslieferung hoffe man auf Ende des Jahres. Insgesamt kostet das neue Drehleiter-Fahrzeug des Typs DLA 23/12 670.000 Euro.

„Erstmals seit mehreren Jahrzehnten kann die Landesregierung notwendige Investitionen auch im Feuerwehrbereich wieder finanziell unterstützen. Wir möchten mit diesem Geld insbesondere auch die ehrenamtlich getragenen Strukturen der niedersächsischen Feuerwehren stärken. Ohne dieses große Engagement eines jeden einzelnen Mitglieds in den Feuerwehren gäbe es keinen flächendeckenden Brandschutz in Niedersachsen“, fügte Meier hinzu.

Bei dem Anlass erhielten auch die Feuerwehrkameraden Henrik Klingebiel, Mike Steingrube und Jarno Künstel Dankesurkunden der Landesregierung für ihren Einsatz beim Moorbrand in Meppen im Jahr 2018 überreicht. Bei dem Großbrand nördlich der Stadt Meppen auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle beziehungsweise im Naturschutzgebiet Tinner Dose-Sprakeler Heide waren auf einer Fläche von rund 1.000 Hektar bis zu 1700 Feuerwehrleute, das Technische Hilfswerk, die Polizei, die Bundespolizei, Rettungsdienste und die Bundeswehr im Einsatz.„Das war ein herausragender Einsatz“, betonte Meier, der berichtete, dass er selbst auch seit vielen Jahren Mitglied in der Feuerwehr sei, wenn auch die vergangenen Jahre nur noch als passives Mitglied. „Der Einsatz im Moor und in Wäldern ist nicht gefahrlos. Jedes Mal setzen Kameraden ihre Gesundheit aufs Spiel“, so Meier, der bedauerte, dass dies in der Öffentlichkeit leider immer noch zu wenig gewürdigt würde. „Ohne Ihren Einsatz hätte man den Moorbrand nicht so schnell in den Griff bekommen. Diese Krisensituation hat gezeigt, dass man in Niedersachsen in der Not zusammenhält“.


Bei der Überreichung der Dankesurkunden des Landes Niedersachsen: Mike Steingrube, Jarno Künstel, Henrik Klingebiel und Friedhelm Meier (von links)

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Harald Dietzmann und Friedhelm Meier (von links)

 

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