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12.08.2019

Zukunft der Mobilität besprochen


(v.l.n.r.): Dr. Bernd Althusmann, Maik Schenkhut, Andreas Röthke (Bürgermeisterkandidat der CDU für Osterode)

Der CDU Stadtverband Osterode hatte ins Autohaus Wentorf & Schenkhut eingeladen.

von Ralf Gießler

Osterode) Am 10. August machte der CDU-Landesvorsitzende und stellvertretende Ministerpräsident Dr. Bernd Althusmann auf seiner dritten Sommerreise auch im Autohaus Wentorf & Schenkhut Station. Die Themen seiner Tour durch's Bundesland stehen ganz im Zeichen der nachhaltigen Zukunft Niedersachsens.

Am Samstag ging es daher u.a. zum einem um die zukünftigen Arten der Mobilität, die mit den anwesenden Zuhörern diskutiert wurden, aber auch zum anderen um die Unterstützung von Andreas Röthke, CDU-Bürgermeisterkandidat für Osterode bei der bevorstehenden Wahl im September. Neben Röthke und Dr. Althusmann saß noch Maik Schenkhut als Hausherr und Geschäftsführer auf dem Podium. Unter den Gästen war auch Dr. Roy Kühne, MdB, ebenfalls CDU, vor Ort.

Dr. Althusmann stellte klar, dass in Niedersachsen die Mobilität der Zukunft ein wichtiges Thema sei: "Ist die E-Mobilität, also Autos mit elektrischem Antrieb, die Zukunft oder eher ein Übergang", fragte er in die Runde. Natürlich würde er als zuständiger Minister auch auf andere Antriebsarten setzen und verwies dabei auf den Wasserstoffzug, der mit einer Brennstoffzelle angetrieben wird und in Niedersachsen verkehrt - bislang weltweit erstmals regelmäßig. Gemäß dem französischen Hersteller Alstom ist dieses Pilotprojekt eine Weltpremiere. Auch stellte der Minister infrage, ob der derzeitig organisierte Busverkehr derselbe in zehn Jahren noch sein wird.

Maik Schenkhut meinte, dass Kunden seines Autohauses spätestens nach 15 Minuten nervös werden würden, wenn es nicht zeitnah gelänge, diese mobil zu halten. Natürlich müsse der Verkehrssektor seinen Beitrag zur CO2-Senkung leisten, aber "die angebotenen Lösungen müssen kompatibel zu unserer Lebensart sein und entsprechend passen". Dr. Althusmann fügte hinzu, dass kurzfristig Wasserstoff und Brennstoffzelle noch nicht massentauglich seien. Deshalb wäre die E-Mobilität jetzt das Gebot der Stunde. Er forderte, dass entsprechende Batterien hierzulande hergestellt werden müssen - nicht zuletzt auch wegen der Umweltaspekte. "Die Mobilitätswende ist eingeleitet", so Dr. Althusmann weiter.

Andreas Röthke sagte, dass Osterode eine bessere Verkehrsanbindung zu anderen Zentren brauche. Bezogen auf die Wahl fragte Dr. Roy Kühne, wie die Arbeit eines Bürgermeisters vereinfacht werden könne, denn z.B. die ausufernde Bürokratisierung ersticke nicht nur zunehmend Unternehmen, sondern auch eine Verwaltung. Schenkhut pflichtete ihm bei, er hätte den Eindruck, dass viele Verordnungen lobbygestützt seien. Dr. Althusmann führte aus: "Würde man z.B. das Baurecht von heute damals nach dem Krieg angelegt haben - der Wiederaufbau wäre extrem schwierig gewesen." Eine weitere Entbürokratisierung sei nötig. Andreas Röthke erklärte dazu, dass er von Entbürokratisierung bisher noch nicht viel bemerkt habe.

Als weiterer Punkt wurde das Ecobusprojekt angesprochen - wie wird es weiter entwickelt? Dr. Althusmann meinte, dass selbst wenn der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) komplett kostenlos wäre, die Individualität ausgeblendet werden würde. Er glaube nicht, dass zukünftig alles über den ÖPNV laufen werde. Auf die Frage, ob es weitere Forschungsprojekt gebe, verwies Dr. Althusmann beispielhaft auf Airbus und Audi, die gemeinsam dabei seien, ein Flugtaxi zu entwickeln. In Asien und Amerika sei man allerdings schon weiter fortgeschritten. Er denke, dass im Schiffsverkehr die Mobilität der Zukunft sehr vielfältig sein werde. Im Schwerkraftverkehr sei allein ein elektrischer Antrieb noch nicht möglich.

Abschließend kam die Frage nach dem Anteil elektrisch betriebener Fahrzeuge bei niedersächsischen Ministerien auf. Dr. Althusmann erklärte, dass man noch am Anfang sei. Zwar würde es schon solche Fahrzeuge geben, aber es sei noch viel Luft nach oben.


Andreas Röthke


Dr. Bernd Althusmann

Maik Schenkhut

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