Sport

12.07.2019

31 Pferde gingen in Eisdorf nicht nur einmal an der Start


...von Petra Bordfeld

Der Reit- und Fahrverein der Samtgemeinde Bad Grund hatte sein bereits traditionelles, nicht alltägliches Geschicklichkeitsturnier ausgeschrieben. Genau dazu wurden 31 Pferde vieler Größen und Rassen gemeldet, die mit ihren Reiterinnen und Reitern aus vielen Bereichen des Landkreises Göttingen gekommen waren, und in neun unterschiedlichen Prüfungen 83 Mal an den Start gingen.

Aber nicht nur das Interesse von Pferd und Reiter/in war sehr groß, auch das des Publikums. So herrschte von Anfang bis Ende von bester Laune getragener Hochbetrieb auf dem Vereins-Gelände in Eisdorf.

Los ging es mit der geführten Gelassenheitsprüfung, bei dem übrigens Schulnoten von eins bis drei vergeben wurden. Hier galt es, das Pferd oder Pony gelassen durch die zehn Aufgaben zu führen. Dabei durfte aber Aufmerksamkeit, Ruhe, Gehorsam und die Bereitschaft zur Mitarbeit nicht vergessen werden.

An der gerittenen Gelassenheitsprüfung durften nur die Pferde an den Start gehen, die in der zuvor erwähnten Prüfung ein sehr gut, gut oder befriedigend erhalten hatten. Das waren zehn an der Zahl.

Beim Aktionsparcous mussten zehn Hindernisse, die unter anderem „Wasserpfütze“, eine Brücke, ein Slalom, eine „Hohle Gasse“ oder ein Parade waren, in einer festgelegten Zeit fehlerfrei überwunden werden.

Beim Präzisionsparcour wurde nicht „nur“ die Gehorsamkeit des behuften Wettstreiters, sondern insbesondere auch die Harmonie zwischen Pferd und Reiter bei der Bewertung von zehn Aufgaben im Mittelpunkt. Es galt beispielsweise einer Wippe, ein Labyrinth oder einen Engpass hinter sich zu bringen.

Die fünf bis zehn Jahre jungen Teilnehmerinnen am Präzisionsparcour wiederum mussten zusammen mit ihren Pony oder Pferd per Führzügel insgesamt sieben Aufgaben hinter sich bringen und dabei ihr Können unter Beweis stellen.

Beim Pylonenrennen ging es um Schnellig- und Geschicklichkeit. Gleiches galt beim Luftballon stechen. Da es den Originalen zu heiß war, und sie eher platzten, als es die Nageln zu ließen, wurden die Luftballone an der Stelle aufgemalt und mussten auch getroffen werden.

Die jüngsten Teilnehmer durften sich in dieser Disziplin auch versuchen, der Unterschied lag „nur“ darin, dass sie ihren behuften Freund führen durften.

Mit dem „Jump and Run“ wurde der letzte Wettbewerb „eingeläutet“. Dabei galt es sowohl für Pferd und Reiter als auch für einen Läufer einen Springparcour zu bewältigen.

Am Ende waren sich alle einig: das Zuschauen und das Mitmachen hat einen riesen Spaß gemacht.

SIEGERLISTE

Geführte Gelassenheitsprüfung
Note 1: Lavinia Rohrmann mit „Buddy“, Angelina Rogge mit „Dream Boy“, Lillie Hofemann mit „Picasso“, Lina Fischer mit „Salterbridge King“, Nadine Langer mit „Starlight“ und Vanessa Timm mit „Twaisy“.
Note 2: Tanja Wachsmuth mit „Samiya“, Ivonne Spillner mit „Up Sondee Eliza“, Jessica Riehl mit „Zicki“, Sarah Müller mit „Archie“, Larissa Bruns mit „Beverly“, Michelle Kreikenbom mit „Jannis-Lientje“, Sophia Müller mit „Jumping Jack“, Franziska Busse mit „Muran“, Anke Beushausen mit „Nala“, Ivonne Spillner mit „Roman“ und Michelle Knollmann mit „Tassimo“
Note 3: Melissa Fichtner mit „Bonaly“ und Lisa Grunewald mit „Shaik ibn Murayh“

Gerittene Gelassenheitsprüfung
Note 1: Sarah Müller mit „Archie“, Tanja Wachsmuth mit „Gypsy“ und Elenor Friedrichs mit „Dream Boy“
Note 3: Franziska Busse mit „Muran“, Jessica Riehl mit „Zicky“ und Angelina Rogge mit „Dream Boy“

Aktionsparcours
1. Platz: Tanja Wachsmuth mit „Gypsy“
2. Platz: Marie-Jo Fricke mit „Mona Lisa“
3. Platz: Lena Skopek mit „Otis“
4. Platz: Anna-Lina Lüer mit „Fiona“

Präzisionsparcours
1. Platz: Carina Eggert mit „Kijano“
2. Platz: Johanna Fette mit „Kijano“
3. Platz: Sophia Müller mit „Jumping Jack“
4. Platz: Anna-Lena Töpperwien mit „Etania“

Präzisionsparcours – Führzügel
1. Platz: Ayleen Braun mit „Jumping Jack“
2. Platz: Kira Fricke mit „Mona Lisa“
3. Platz: Marlene Friedrichs mit „Dream Boy“
4. Platz: Florian van Berk mit „Mona Lisa“

Pylonenrennen
1. Platz: Carina Eggert mit „Kijano“
2. Platz: Anna-Lena Töpperwien mit „Etania“
3. Lena Skopek mit „Otis“
4. Platz: Sophia Müller mit „Jumping Jack“

Luftballon stechen
1. Platz: Carina Eggert mit „Kijano“
2. Platz: Lena Skopek mit „Gypsy“
3. Platz: Sarah Müller mit „Archie“
4. Platz: Sigrid Skopek mit „Otis“

Luftballon stechen – Führzügel
1. Platz: Ayleen Braun mit „Archie“
2. Platz: Marlene Friedrichs mit „Dream Boy“

Jump and Run
1. Platz: Angelina Rogge mit „Dream Boy“ und der Läuferin Elenor
2. Platz: Anna-Lena Töpperwien mit „Etania“ und der Läuferin Lena
3. Platz: Franziska Busse mit „Muran“ und dem Läufer Alexander
4. Platz: Vanessa Gut mit „Flambeau“ und der Läuferin Merle


Die Luftballone interessierten weder Pferd noch Reiterin

Die Flagge musste aus der einen tonne herausgenommen, zur anderen transportiert und in sie reingesteckt werden

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Die Prüfung kam bei den meisten Pferden sehr gut an: sich nass spritzen lassen

 

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