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09.07.2019

Mehr Raum für den Fußverkehr am Steilen Ackerweg


Bundesvorstand von FUSS e.V. zu Gast bei Grünen im Altkreis Osterode

...Bündnis 90/ Die Grünen Osterode

Roland Stimpel, Bundesvorstand der Fußgänger-Lobby FUSS e.V., war zu Gast beim Ortsverband von Bündnis 90/ Die Grünen, um auf einem Spaziergang am Steilen Ackerweg Anregungen für die Förderung des Fußverkehrs für den Weg zu Schule und neu geplantem Kindergarten zu geben. Anlass war die schon jetzt angespannte Verkehrssituation in dem Gebiet.

Almut Mackensen, Sprecherin der Grünen im Altkreis Osterode, machte deutlich, dass sich die Partei dafür einsetzten möchte, dass Kinder in einem angenehmen Umfeld sicher zur Schule gehen können. Roland Stimpel riet dabei zu verschiedenen baulichen Maßnahmen, damit Kindergartenkinder und Schüler die Straßen leicht überqueren können. Auch Schülerlotsen könnten den jüngeren Kindern zur Seite stehen und für mehr Aufmerksamkeit für die zu Fuß gehenden Kinder sorgen.

Um mehr Raum für den Fußverkehr zu schaffen „dürfen wir es dem Autoverkehr nicht zu leicht machen“, so der Bundesvorstand von Fuss e.V., und „den Fußverkehr zu fördern, macht keinen Sinn, wenn wir zum Autofahren einladen.“ Eltern sollten sich bewusst sein: Wer seine Kinder mit dem Auto bringe, verursache Probleme für andere Kinder, aber auch für die eigenen – nämlich Bewegungsmangel und fehlendes Training in Selbständigkeit und Verkehrssicherheit. Wolfgang Hypko, Ortsvorsitzender des Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), erwähnte, dass die Städteplanung der Vergangenheit hauptsächlich aus PKW-Perspektive erfolgte und so auch die Situation in dem Schulgebiet eher auto- als fußverkehrgerecht ist.

Die Gruppe von Interessierten war sich einig, dass die Förderung des Fußverkehrs nicht nur gesundheitsförderlich für die Kinder ist, sondern auch für Anwohner, Lehrer und Eltern Vorteile mit sich bringt. Um zu einer fußverkehrfreundlichen Situation zu kommen, nannte Roland Stimpel die Möglichkeit, den Schulweg spielerisch attraktiver zu gestalten, was er mit einigen Schritten auf einer kleinen Mauer sogleich demonstrierte. Ein weiterer Anreiz das „Elterntaxi“ stehen zu lassen, und sicher und mit Spaß zur Schule zu kommen, sei die Organisation eines „Laufbusses“, bei dem Kinder an „Bushaltestellen“ im Wohngebiet weitere Kinder treffen, um gemeinsam zu Fuß zur Schule zu gehen. Wolfgnag Hypko machte darauf aufmerksam, dass Schulen, die sich für mehr Fußverkehr einsetzten möchten, an den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ des VCD vom 16. bis zum 27. September teilnehmen können.

Bei der anschließenden Besprechung, wurde deutlich, dass es nicht eine Maßnahme gibt, sondern es vieler kleiner Schritte bedarf, um die Verkehrssituation am Steilen Ackerweg zu entspannen und klimafreundlicher zu gestalten.


Gerade zu Schulbeginn und -schluss ist hier richtig was los.



Der Schilderwald macht es auch nicht besser...


-Ab hier gehe ich allein- steht auf der roten Linie. Sonst würden wohl einige Eltern die Kinder bis ins Klassenzimmer bringen.

Oberhalb der Realschule auf der gegenüberliegenden Seite ist die Bushaltestelle. Einen Zebrastreifen in unmittelbarer Nähe gibt es nicht!

 

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