Kultur

27.05.2019

Perfekte „Fingerübungen“ mit Sand, Muscheln und Meer


Rund 40 Bilder zum Thema „Mehr Meer und so“ von dem Künstler Jürgen Kleemann sind noch bis zum 19. Juli zu bewundern.

Gute Resonanz bei Ausstellungseröffnung der Werke des Künstlers Jürgen Kleemann in der Zukunftswerkstatt.

von Herma Niemann

Herzberg. Sand, Wellen, Möwen, Strandgut. Sie sind auf Leinwand festgehaltene Träumereien und Sehnsüchte, und machen Lust auf Urlaub: die Bilder von Jürgen Kleemann. Diese können noch bis zum 19. Juli in den Räumen der Zukunftswerkstatt in Herzberg bewundert werden. Eröffnet wurde die Ausstellung am Samstag mit einer Vernissage.

Ob in Farbe oder in Schwarz-Weiß, die Bilder bestechen durch ihre Authentizität, ihre Detailtreue. Krebse, Muscheln, die Brandung. Meer-Liebhabern konnte das Herz durchaus höher schlagen. Und so waren auch zahlreiche Gäste gekommen, um sich die überwiegend neu entstandenen Bilder, rund 40 Stück, anzuschauen. Die Begrüßung übernahm der Vorsitzende der Zukunftswerkstatt. Kunst sei immer ein Stück weit vergänglich, so Drebing-Bachmann, und auch in den Bildern von Kleemann würde man „Vanitas und Vitalis“ sehen, also auf der einen Seite das lebendige Strandleben und auf der anderen Seite das Vergängliche. Drebing-Bachmann dankte dem Künstler für die Bereitschaft, seine Werke in der Zukunftswerkstatt auszustellen. Viele andere Künstler würden davon oft Abstand nehmen, da sie die Räume als zu klein erachten würden. „Die Resonanz heute zeigt, dass eine Ausstellung hier funktioniert. So voll wie heute war es hier noch nie“.

Diese Bilder seien nur ein kleiner Teil seines Schaffens, betonte der Herzberger Künstler, Dieter Utermöhlen, in seiner Laudatio. Kleemann habe als Mitglied der Gruppe „Bildende Kunst“ Hannover des Bahnsozialwerks (BSW) an zahlreichen Ausstellungen, auch Bundeskunstausstellungen, teilgenommen. Auch im Kunstkreis Osterode mische er mit. „In seinen Bildern spiegelt sich die Liebe zum Meer wieder. Und das in den verschiedenen Stimmungen, Farben und in der Detailtreue“, so Utermöhlen. Aber die Ambition Kleemanns zeige sich auch dadurch, dass er jeden Tag zeichne oder male, das sind seine Fingerübungen“.

Zwar habe Kleemann mit einigen Bildern, wie zum Beispiel „Delfin/Beifang“ und „Haifische“ auch die kritischen Seiten der modernen Fischerei aufzeigen, aber dadurch nicht grundsätzlich düstere Stimmung verbreiten wollen. Vielmehr wolle er mit den Bildern den Menschen die Erinnerung an schöne Stunden am Meer zurückgeben oder auch die Vorfreude wecken. Kleemann dankte dafür, dass er seine Werke in der Zukunftswerkstatt ausstellen dürfe, aber auch seiner Ehefrau, die ihm immer den Rücken freihalte. Der 1940 in Nordhausen geborene Künstler verbrachte seine Schulzeit in Bad Sachsa und Herzberg. Und trat seine Ausbildung 1957nzum Grafischen Zeichner in der Herzberger Papierfabrik an, bei der er bis 2003 beschäftigt war. Im Ruhestand konnte er sich mehr der Malerei und Grafik widmen.


Jürgen Kleemann ,Wolfgang Drebing-Bachmann und Dieter Utermöhlen bei der Ausstellungseröffnung in der Zukunftswerkstatt (von links).

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Viele Gäste kamen zur Vernissage in die Zukunftswerkstatt.


Fantastische Fische: nur Fantasie, die „poppigen“ Fisch-Bilder von Jürgen Kleemann.

 

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