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24.05.2019

Kein Walpurgis ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer


Der Kur- und Touristikverein dankt allen Beteiligten für ein gelungenes Walpurgisfest

...von Herma Niemann

Rund 80 Ehrenamtliche tragen jedes Jahr wieder dazu bei, dass die Walpurgisfeierlichkeiten nicht nur für die Einwohner der Gemeinde Bad Grund, sondern auch für überregionale Gäste zu einem vollen Erfolg wird. „Ohne die vielen Ehrenamtlichen und natürlich auch ohne die Sponsoren wäre die Durchführung des Walpurgisfestes gar nicht möglich“, betont der Vorsitzende des Kur- und Touristikvereins (KTV) Karl-Hermann Rotte in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Das Vorhaben sei auch immer wieder nur umzusetzen, wenn Menschen da seien, die mit Leidenschaft agieren, ergänzt der Ortsbürgermeister der Bergstadt, Manfred von Daak. „Zum Glück haben wir engagierte Leute, dann machen die Vorbereitungen und die Durchführung auch Spaß“. Ohne dem geht es nicht. Und auch nicht ohne die Sponsoren. Denn schon seit einigen Jahren organisiert der KTV das Walpurgisfest in Eigenregie und auch etwas überschaulicher als in der Vergangenheit. Es wird seitdem kein Eintritt mehr erhoben, dem zufolge auch keine Absperrungen mehr nötig sind. Auch das hat alles Geld gekostet. Seitdem die Feier in diesem kleineren Rahmen stattfinde, sei natürlich auch weniger Einsatz der Polizei nötig gewesen. Zu den Hochzeiten habe man rund 30 Sicherheitskräfte vor Ort gebraucht.

Für die Sicherheit sorgen jetzt schon seit einigen Jahren die Johanniter, die Freiwillige Feuerwehr Bad Grund und der Funkhilfsdienst, der als Ordner fungiert. „Die sehr guten Besucherzahlen zeigen, dass die Gäste aus Nah und Fern unser Konzept sehr gut annehmen“, so Rotte. Viele Leistungen fänden jedoch auch im Hintergrund statt, so Rotte. „Die Akteure sieht man auf Bühne, aber es gehört noch viel mehr dazu“. Wie zum Beispiel die Sander-Therapiegruppe, die die Kulissen aufbaut, das Technik-Team und der Bautrupp der Spielegemeinschaft sowie die unermüdlichen Menschen, die abends an den Ständen Getränke und Gegrilltes verkaufen. Viele Gerätschaften werden von Carsten Behrens (Ideen aus Stahl) zur Verfügung gestellt. Auch der Harzklub Zweigverein Bad Grund und die MTV-Tanzgruppe „Sweet Harz“ bringen sich jedes Jahr wieder ein, der Harzklub beim Verkauf von Kuchen und Gegrilltem auf dem Hübichplatz und die Gruppe beim Theaterstück. Für die immer wieder sehr gelungene Kinder-Walpurgis mit Spielen und Mal-Aktionen ist das Team rund um Erika Fähmel verantwortlich. Der traditionelle Hexentanz sei Dank des Engagements der MTV-Gymnastikgruppe von Gisela Lüthje ein schöner Brauch.

Ein Dank des KTV gilt aber auch der Gesangsgruppe Harzer Roller und dem Musikzug Taubenborn für die gute musikalische Unterhaltung. Auch die Warm-Up-Gruppe „The Crew X“ habe dankenswerterweise sehr gute Musik für ein kleines Honorar gespielt. Ein Höhepunkt sei natürlich auch seit einigen Jahren „Der Schulz und Band“. Nicht vergessen werden dürfen die Schauspieler und auch nicht die kleinen Darsteller, die in diesem Jahr ihren großen Auftritt in der „Hexenschule“ hatten. Über Nachwuchs habe sich die Spielegemeinschaft nicht zu sorgen, so Rotte. Auch das traditionelle Schachtfest am 1. Mai lebe durch die vielen freiwilligen Helfer und Unterstützer, dazu gehöre natürlich auch der Förderverein des Bergwerksmuseums Knesebeckschacht und der Knappenverein. "Viele Leistungen sieht man nicht, die finden im Stillen statt", so Rotte, wie das Aufstellen von Bänken und Tischen und die versorgung mit selbstgebackenem Kuchen.

Walpurgis geht in Bad Grund auf das Jahr 1950 zurück, wie der Ortsbürgermeister berichtet. In den Anfängen sei noch die städtische Kur- und Badeverwaltung für die Feier verantwortlich gewesen. Seit Mitte der 1970er Jahre habe dies der Kur- und Verkehrsverein übernommen, das Schauspiel wurde organisiert von der Theatergruppe Lerbach. Nach Auflösung des Vereins ist der KTV der Hauptverantwortliche. Seit 1980 ist die Spielegemeinschaft am Start, mit den Regisseuren Andreas Lehmberg und Jan Mönnig, früher auch mit Fred Langner und Manfred von Daak.Von Daak ist seitdem unermüdlich dabei, immer wieder neue Stücke zu schreiben. Diese schreibe er gerne in seinem Urlaub. Inzwischen hat er in den über 30 Jahren zwölf Stücke geschrieben, zum großen Teil sind diese angelehnt an alte Überlieferungen und Sagen aus der Bergstadt. Eines davon wurde jedoch bisher noch nicht uraufgeführt. Dabei handelt es sich um das Stück „Luzifer und die vergessene Schlacht am Harzhorn“. Ein weiteres Stück, auf das sich die Besucher vielleicht bald mal freuen können.


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