Kultur / Vorgemerkt

06.03.2019

Bilderausstellung im Foyer der Stadthalle


Iris Juerges und Jörg Fässer präsentieren ihre Werke


Herzlich eingeladen wird zur Ausstellungseröffnung unter dem Titel „o.T.“ am Freitag, dem 8. März 2019, um 19.00 Uhr im Foyer der Stadthalle Osterode. Die Einführung in die Ausstellung übernimmt Jürgen Beyer.
Iris Juerges und Jörg Faesser studierten an der Universität der Künste in Berlin; Bildende Kunst. Bei den Professoren Kuno Gonschior und Martin Engelman schlossen sie ihr Studium mit dem Meisterschüler ab. 

Nach ihrer Studienzeit beheimateten sie sich mit ihren Kindern in einem Haus am Wald, in Osterode am Harz. In den 70er und 80er Jahren, der Studienzeit der beiden Künstler, standen in Berlin die künstlerischen Positionen der Figuration und der Abstraktion weniger programmatisch gegeneinander, als noch in anderen Teilen der Bundesrepublik. Die damaligen Professoren verfolgten unterschiedliche künstlerische Wege zwischen Figuration, Expressionismus und Abstraktion. Zu diesem Zeitpunkt hatte die ungegenständliche Malerei ihren Platz in der Kunstgeschichte eingenommen, wie z.Bsp.: das Art informel, der abstrakte Expressionismus, das Action Painting oder konstruktive Richtungen.

Ob Ölmalerei auf Leinwand oder Holz bei Iris Juerges oder Tusche und Kreide auf Papier bei Jörg Faesser, beide Künstler haben ihren informellen Ansatz behalten. Die Bildwerdung aber vollzieht sich in einer prozessabhängigen Raum- und Formfindung. Die bildnerische Geste wird überprüft und bewusst gelenkt. Ein mehrschichtiger Prozess durchformt das Ganze. Dem Betrachter können sich neue Interpretationsräume oder Bildräume erschließen.

Der pastose Farbauftrag bei Iris Juerges lässt eine Struktur des Reliefs der Farbschichten entstehen, lässt ein Spiel von Licht und Schatten zu, es kommt zu einer optischen Verdichtung.

Die Tuschen von Jörg Faesser zeigen narrative Anteile. Wir können vielleicht auch verstehen? Umso mehr bekräftigt dies, dass Kunst sich mit dem Unbekannten in Beziehung setzt.

Die hier gezeigten Bilder sind autonom und widersetzen sich den tradierten und vorgefertigten Bildwelten des Alltags. Manchmal deutet sich etwas an, aber es entzieht sich auch wieder - zwingt zu einem genauen Hinsehen.

Die Ausstellung im Foyer der Stadthalle ist zu den üblichen Kassenzeiten (Montag bis Freitag von 9.00-12.00 Uhr und von 15.00-18.00 Uhr) und bei Veranstaltungen zu sehen.

 

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