Panorama

02.01.2019

„Es war schon gut was los“


Wenig Feuerwerk, dafür einige Polizeieinsätze in der Silvesternacht

von Christian Dolle

Früher war mehr Lametta zu Weihnachten und gefühlt auch mehr Feuerwerk zu Silvester. Natürlich trafen sich manche Osteroder zum Jahreswechsel auf der Bleichstelle, um 2019 dort mit Raketen zu begrüßen. Doch ob es nun am Nieselregen lag, am Feuerwerksverbot in der Innenstadt oder an der Einsicht, dass insbesondere Tiere, aber auch die Umwelt generell nicht so viel von der Knallerei halten, der Himmel über der Stadt blieb vergleichsweise dunkel.

Wie gesagt, so der subjektive Eindruck. Die Polizei Osterode hingegen betont, dass „schon gut was los war“, weniger auf die Böllerei bezogen, sondern in Sachen Streitigkeiten und Sachbeschädigung, die die Beamten die Nacht über und auch am Neujahrstag durchaus gefordert haben. Bei einem Dachstuhlbrand in Eisdorf ist bisher noch nicht klar, ob Feuerwerkskörper im Spiel waren. Die Kollegen in Bad Lauterberg mussten sich um zwei Körperverletzungen und eine Sachbeschädigung kümmern, ansonsten sei es hier aber relativ ruhig geblieben.

Generell lässt sich natürlich fragen, ob in einer Nacht, in der die ganz große Mehrheit der Bevölkerung sich auf öffentlichen Plätzen ein frohes neues Jahr wünscht und dabei nicht selten auch Fremde einbezieht, es nötig ist, noch Stress zu machen, doch das bleibt wohl eine rhetorische Frage. Allerdings sollte uns Medienmachern und auch unseren Lesern klar sein, dass es häufig für uns nichts zu schreiben gibt, weil es friedlich bleibt. Schreckensmeldungen sind zum Glück immer noch die Ausnahme und nicht die Regel. Wenn die Polizei in einer "normalen" Nacht nichts Außergewöhnliches zu tun hat, dann werden wir im Eseltreiber auch 2019 nicht darüber berichten.


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