Regionales / Harz

22.12.2018

Menschen mit einem Engel überraschen


Ute Oßwald-Franzke, André Dittmann und Corinna Schlüter-Dech

„Segensengel auf Reisen“ - Ein Projekt der St. Salvatoris-Gemeinde Zellerfeld

... Christian Dolle - KKHL

Im Familien- und Freundeskreis gibt es immer wieder Menschen, die in bestimmten Situationen eine Aufmunterung, Trost oder Zuspruch brauchen. Oft ist es nicht so leicht, die richtigen Worte zu finden. Schon gar nicht, wenn es darum geht, der- oder demjenigen Gottes Segen zu wünschen. Eine kleine Geste kann da helfen. So beispielsweise die Segensengel, die die St. Salvatoris-Gemeinde in Zellerfeld bereitstellt.

Die Idee kam Ute Oßwald-Franzke bei einem Kirchenvorstandsseminar. „Als ich sie hier vorstellte, waren alle gleich begeistert“, erzählt sie. Kein Wunder, denn eigentlich ist es ebenso einfach wie wirkungsvoll. „Wir alle gemeinsam haben gemeinsam Holz gesammelt“, erzählt Corinna Schlüter-Dech, „Christian Büge hat daraus die drei Engel gebaut, alles ehrenamtlich natürlich.“

So warten sie nun im Gemeindehaus und können bei der bedachten Person für zwei Tage vor die Haustür gestellt werden, als sichtbares Zeichen dafür, dass jemand an sie denkt. Eine passende Karte gibt es natürlich auch. „Denn Gott schickt seine Engel für dich, um dich zu beschützen, wohin du auch gehst“ (Psalm 91) heißt es darin. Die Engel dürfen aber auch anonym auf Reisen geschickt werden.

Gegen eine Spende kann ein Engel abgeholt werden, da es allerdings bis jetzt nur drei Engel gibt, ist eine Rücksprache mit Ute Oßwald-Franzke (Tel.: 05323/82140; mobil: 0174 9578025; Mail: segensengel.zellerfeld@gmail.com) nötig, um die kleine Engelschar zu koordinieren. Dann jedoch können sie überall zum Einsatz kommen – und das natürlich nicht nur um Weihnachten – denn Menschen, die einen Segensengel brauchen, gibt es sicher genug.

Die Spenden werden für die Gemeindearbeit genutzt und natürlich für weitere Ideen und Aktionen, die sich auch an jene richten, die vielleicht für die traditionellen Wegen, über die die Kirche ihre Botschaft verbreitet, nicht so empfänglich sind. Beteiligen kann sich also jeder, der einem lieben Menschen eine Freude machen möchte.

Zwischendurch kam die Frage nach der Angst vor Vandalismus auf. Immerhin sollen die Engel ja für jeden sichtbar draußen stehen. „Gott ist in dieser Welt immer angreifbar“, sagt dazu Pastor André Dittmann zuversichtlich, „er versteckt sich nicht.“


i Engel warten auf ihren Einsatz

 

Anzeige