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23.10.2018

Ein Feuerwerk der guten Laune


André Holst begrüßte wieder zum Showtalk in Bad Lauterberg

von Christian Dolle

Die ganz große Revue bot der aktuelle Showtalk in Bad Lauterberg. Hypnose, Magie, viel unterschiedlichste Musik und natürlich unterhaltsamer Talk mit den Gästen – es war alles dabei. Gerade vor dem Hintergrund, dass es sich um eine Charity-Veranstaltung handelt, bei der die Künstler zugunsten der „Children of Paradise“ auftreten, ist schon erstaunlich, welch buntes Programm André Holst jedes Mal auf die kleine Bühne im Harz holt.

Bevor es allerdings richtig losging, stellte Children of Paradise-Initiator Rolf Schaper seinen Schützling Herjan vor, der vor eineinhalb Jahren von Afghanistan nach Deutschland kam und hier dank der Unterstützung unsere Sprache lernte und inzwischen sogar einen Ausbildungsplatz fand. Weiterhin berichtete später Showtalk-Botschafter Tom Zinram über sein Treffen mit Annette Frier. Da er das Asperger-Syndrom aus eigener Erfahrung kennt, interessierte ihn, wie die Schauspielerin Autismus spielt und wie sie sich auf eine solche Rolle vorbereitete.

Humor und Glamour

Tatsächlich geht es eben im Showtalk auch immer wieder um die wirklich wichtigen Themen, die sich jedoch wie im richtigen Leben zum Glück mit Humor und Glamour abwechseln. Für letzteres sorgte Undine Lux, die einst als Helene Fischer-Double Karriere machte, mittlerweile aber ihre eigenen Songs singt und das Publikum im Hotel Mühl davon überzeugte, dass es nicht immer atemlos sein muss.

Völlig unterschiedliche Dinge auf der Bühne und vor der Kamera hat auch Adrian Laza schon ausprobiert, der allerdings jetzt die Theaterbühne für sich entdeckt hat ebenso wie das Musical. Zwei Kostproben hatte er natürlich auch zu bieten.

In Sachen Schauspiel erzählte Daniel Buder von seiner Zeit in der Soap „Alles was zählt“, die er jetzt zugunsten größerer Produktionen verließ. Auch ein Rezept für alle, die ins Fernsehen wollen, hatte er parat. „Um Schauspieler zu werden, muss man zu den Besten gehören“, so sein Rat, „im Schauspiel oder im Arschkriechen.“ Früher war das mal anders, denn da gab es noch die ganz großen Stars.

Diesen Eindruck vermittelte jedenfalls Tenor, Regisseur und Intendant Heiko Reissig, der noch mit Größen wie Marika Rökk, Heinz Rühmann oder Johannes Heesters gearbeitet hat.

Hypnose und Magie

Mit der Kraft der Hypnose hingegen arbeitete Manfred Knoke, der allerdings betonte: „Leute in einer Show lächerlich machen, das muss nicht sein. Es gibt eine andere, wichtige Seite der Hypnose.“ Diese nutzt er seit vielen Jahren therapeutisch, zum Beispiel, um Menschen das Rauchen abzugewöhnen. Wie als Beweis machte er mit dem Publikum einige kleine Experimente, die viele staunen ließen.

Das schaffte auch Steve Waite, der sich selbst als Adrenalin-Magier bezeichnet. Was das genau bedeutet, bekamen vor allem diejenigen im Zuschauerraum zu spüren, die er mit einem Backstein bewarf, der sich zum Glück als Schaumstoffblock herausstellte. Darüber hinaus verband er seine Zauberei mit einer guten Portion Selbstironie, so dass sich das Staunen mit herzhaften Lachen abwechselte.

Für das große Finale des Abends sorgten Marion von Richly, Jürgen Strohschein und Max Zumstein mit mehreren Musicalnummern, die dem Abend endgültig den Glanz der ganz großen Bühnen verliehen und einfach mal vergessen ließen, dass Bad Lauterberg ja eigentlich nur ein beschaulicher Ort im angeblich so verschlafenen Harz ist.

Den nächsten Showtalk gibt es bereits am 6. Dezember. Ob dann der Nikolaus unter den illustren Gästen ist, wurde allerdings noch nicht verraten.






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