Regionales / LK Göttingen

13.09.2018

E-Bike-Paradies


Ein weiteres Kooperationsprojekt beginnt

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Akteure aus insgesamt acht LEADER- und ILE-Regionen in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Österreich unterzeichnen ihre Kooperationsvereinbarung für ein transnationales LEADER-Projekt. Ziel des Projektes ist die Stärkung des E-Bike-Tourismus im Harz und im Harzvorland durch Wissenstransfer mit dem Südburgenland in Österreich.

Die Fallsteinklause in Osterwieck bot am Dienstag einen passenden Rahmen für die Unterzeichnung des grenzübergreifenden Kooperationsprojektes. Liegt sie doch in unmittelbarer Nähe zur Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen und hat Anteil an einem früheren Kooperationsprojekt, mit dem der Kleine Fallstein für den Wandertourismus erschlossen wurde.

Bereits seit dem letzten Jahr liefen die Vorbereitungen für das Kooperationsprojekt „E-Bike-Paradies“. Dabei handelt es sich um eine gebietsübergreifende und transnationale Kooperation zwischen LEADER-Regionen und vergleichbaren Partnerschaften in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen in Deutschland sowie – und das ist besonders - einer LEADER-Region in Österreich.

Beteiligt sind die drei LEADER-Regionen im Landkreis Harz (LAG Harz, LAG Nordharz und LAG Rund um den Huy) aus Sachsen-Anhalt. Weitere Partner sind die LEADER-Regionen „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“, „Osterode am Harz“ und „Westharz“ sowie die ILE-Region „Elm-Schunter“, allesamt aus Niedersachsen.

Transnationaler Partner in Österreich ist die LAG „südburgenland plus“. Die LAG „Rund um den Huy“ hat die Lead-Partnerschaft für das Projekt übernommen.
Ein wesentliches Projektziel ist es, Genussrouten zu schaffen, sie mit einem sportlichen Wettbewerb zu verbinden und für Gäste und Einheimische einen Anreiz für die umfangreiche Erkundung der Region im Harz und Harzvorland mit dem E-Bike zu schaffen.

Dabei sollen Gäste und Einheimische über regionale Erzeuger und Erlebnisanbieter informiert und die Routen zu den beteiligten Betrieben geführt werden. In Österreich ist das E-Bike-Paradies bereits erfolgreich, man verspricht sich dort durch die Kooperation mit den deutschen Partnern eine Erweiterung des bisherigen Angebots und neue Impulse. Im Gegenzug versprechen sich die Regionen im Harz bzw. im Harzvorland wertvolle Hinweise aus dem Südburgenland zum Einsatz der E-Bikes im Tourismus.

Um ein E-Bike-Paradies zu werden, sollen E-Bike-Ziele gesucht, nach einem Kriterienkatalog ausgewählt und beworben werden, z.B. lokale Betriebe, die regionale Produkte erzeugen, oder die Stationen der „Verborgenen Schätze an der Straße der Romanik“, ebenfalls ein LEADER-Kooperationsprojekt. Interessierte Betriebe können sich mit einem Erlebnispunkt oder einer Beherbergung für die Gäste auf Genusstouren am E-Bike Netzwerk beteiligen. Darüber hinaus ist eine gemein-
same Vermarktung des „E-Bike- Paradieses“ sowohl in Österreich als auch in Deutschland über ein neu zu schaffendes Buchungsportal vorgesehen.

Ein neues Label „Radler-Nadel“ soll die berühmte „Harzer Wander-Nadel“ ergänzen und als Belohnung für den Besuch von zahlreichen Erlebnisorten vergeben werden. Das Projekt ist für eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegt. Danach soll es sich
durch die bis dahin geschaffene Struktur selbst tragen.

Nachdem die Kooperationsvereinbarung nun unterzeichnet worden ist, können die Förderanträge in den einzelnen Regionen gestellt werden. Erst wenn in allen teilnehmenden Partner-Regionen die entsprechenden Bewilligungen erteilt worden sind, kann das gemeinsame Projekt starten. Zwar konnten die Partner aus Österreich nicht zur Unterzeichnung anreisen, jedoch erklärte Projektinitiator Mario Wermuth sich bereit, ein Exemplar der Vereinbarung bereits in dieser Woche bei dem Kooperationspartner der österreichischen LAG im Südburgenland persönlich vorbeizubringen. Auch das ist gelebte Partnerschaft, meint Michael Schmidt, LEADER-Manager der LAG Rund um den Huy.

Bis es offiziell ab 2019 losgehen wird, wollen sich die einzelnen Partner regelmäßig über den Projektsachstand sowie die weiteren Planungsschritte verständigen. In einem ersten Schritt wird ein gemeinsames Projektmanagement ausgeschrieben, mit dem das gesamte Projekt von Anfang an begleitet wird.

 

 

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