Regionales / Stadt Osterode / Freiheit

07.09.2018

Denkmalschutz legte den Freiheitern viele Steine in den Weg

...von Petra Bordfeld

An der Sitzung der Freiheiter Ortsratsmitglieder nahm auch gustav Schröter, Besitzer des Bürohauses Brehme, teil, um über den neuestens Stand zum Thema „Aufhebung des Denkmalschutzes im Interesse eines Discounters“ Neuigkeiten mitzuteilen.

Genau diese stießen auf kein Verständnis. Denn die Steine, die aus dem Weg zu räumen sind, sind seitens der Denkmalschutzbehörde nicht kleiner geworden. Dafür wird der lang ersehnte Umbau des Bolzplatzes zum Spielplatz, wofür der Ortsrat bereits vor mehreren Jahren 5 000 € bereitgestellt hat, wohl noch in diesem Jahr in Angriff genommen. Denn Stadtamtfrau Thoskild Lätsch wusste mitzuteilen, dass der Auftrag für diese Maßnahme vergeben ist.

Zuvor ließ aber Ortsbürgermeisterin Helga Steinemann nicht unerwähnt, dass im Laufe der zurückliegenden Monate zahlreiche Termine der unterschiedlichsten Art stattgefunden hätten. So habe das Sommerfest der Kindertagestätte Freiheit ebenso viel Zuspruch erfahren, wie der Etappenmarathon des MTV Freiheit, das neu gestaltete Eseltreiberfest auf dem Hof der ehemaligen Schule und das bundesweite Jugendsportfest mit Hunden des Hundesportvereins Freiheit. Ein ganz besonderes Ereignis sei aber die Wiedereröffnung des „Freiheiter Hofes“ unter neuer „Regie“ gewesen. Man werde in Erwägung ziehen, ob die letzte Ortsratssitzung dieses Jahres, zu der am 1. November eingeladen wird, dort stattfinden kann, so die Ortsbürgermeisterin.

Sie ließ aber auch das Dorfbudget des Landkreises Göttingen nicht unerwähnt. Denn diese genehmigten, aber noch nicht überwiesenen 500 € sind letztendlich dem Eseltreiberfest zugute gekommen.

Die Finanzen standen auch bei weitern Tagesordnungen im Mittelpunkt. Als es um die Verwendung der Ortsratsmittel ging, wurden bereits beschlossene Ausgaben noch einmal bestätigt. Dazu gehörten auch die 800 € für die Seniorenweihnachtsfeier, die in diesem Jahr erneut in der Oberen Turnhalle ausgerichtet wird - und zwar am 2. Dezember. Man werde aber schon mal nachfragen, ob man diese Weihnachtsfeier für die ältere Generation 2019 wieder im „Freiheit Hof“ ausrichten könne, darin waren sich die Ortsratsmitglieder einig.

Die Zuschuss-Anträge der Vereine sollen in der letzten Ortsratssitzung besprochen und bestimmt auch positiv verabschiedet werden. Dahingegen wird die sehr ernst zu nehmende Forderung der Freiwilligen Feuerwehr Freiheit nicht verschoben. Schließlich mahnt sie an, dass es für ihre beiden mit Diesel betriebenen Einsatzfahrzeuge keine Abgassauganlagen gibt. Aufgrund der nicht gerade sehr großen Hallen müsste auch die Kleidung der Kameraden und Kameradinnen in denselben Räumlichkeiten aufbewahrt werden. Bevor diese aber angezogen werden darf, müssen erst einmal die beiden Fahrzeuge rausfahren. Die Wehr bittet um die schnelle Installation zweier Absauganlagen, und Thoskild Lätsch sicherte zu, dass sie diesen Antrag an die zuständige Stelle weiterreichen werde. Denn aus Ortsratsmitteln lassen sich diese beiden wichtigen Anlagen nicht anschaffen.

Um einen endgültigen Beschluss zu fassen, was mit den noch verbleibenden rund     2 000 € in der Haushaltskasse des Ortsrates geschehen soll, wird die Stadtamtfrau am 1. November zwei wichtige Fakten vorlegen. Zum einen wird sie einen Kostenvoranschlag für die geplante Endpflasterung des Weges zur Oberen Turnhalle präsentieren, zum anderen wird sie zum Thema „Spielplatz WO?“ eine klare Sachstandaussage mitbringen.

 

Anzeige