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28.06.2018

Atemberaubende Abschlussfeier der Realschule auf dem Röddenberg


...von Petra Bordfeld

Die Abschlussfeier der Osteroder Realschule auf dem Röddenberg glich fast einem Maskenball. Nur dass die selbstgefertigten Gesichtsverkleidungen nicht, wie die zumeist festlichen Gewänder, getragen wurden, sondern überall in dem Saal des Dorfgemeinschaftshauses Dorste platziert waren. An diesem Abend waren aber unter anderem auch Songs von den „Beach Boys“, „Lobo“ und „Smooky“ zu hören.

Damit sorgten einmal die Schülerin Mira Kemmling, dann die Schulband und schließlich „The Röddenberg Rockingbirds“, die Lehrerband, dafür, dass die gute Stimmung nur noch von der Zeugnisübergabe an die Schülerinnen und Schüler der 10a und 10b übertroffen wurde.

Schulleiter Steffen Glaubitz hieß alle aufs herzlichste willkommen und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass wieder Verwandte und Freunde mit dazu beigetragen hatten, dass der Festsaal so atemberaubend aussah und so gut gefüllt war.

Seine Abschlussrede begann er mit einer Geschichte, welche sich auf einer Pferderennbahn hätte zugetragen haben können und verwies darauf, dass jetzt alle Zehntklässler am Start in einen neuen Lebensabschnitt sind. Wo und wann das Ziel erreicht werde, könne jetzt noch niemand sagen. Denn der Weg durchs Leben sieht anders aus, als die Rennbahnstrecke, die nur eine Richtung kennt. Jeder werde jetzt nach dem Erreichen des Etappensieges seinen eigenen Weg gehen, der mit einer Lehre, einem Praktikum oder einem weiteren Schulbesuch beginnen wird.

Und keiner von ihnen bräuchte ein „Wundermittel“ zu sich nehmen, genau das hätte jeder in Form von Fähigkeiten und Talenten bereits in sich. Und genau das dürfte nicht ignoriert, sondern als Handwerkzeug gesehen werden. „Ihr habt mit dem Abschluss etwas vollbracht, auf das ihr stolz sein dürft – bleibt ehrgeizig im Rennen, dann erreicht ihr eure Ziele“.

Schuldezernent Marcel Riethig brachte in seinem Grußwort die Hoffnung zum Ausdruck, dass sich jeder Absolvent über die erreichten Leistungen freuen könne. Genau diese hätte jeder an den Prüfungstagen unter Beweis stellen könnten. Dazu habe aber auch die Realschule auf dem Röddenberg und das gesamte Lehrerteam eine große Menge beigetragen.

Mit dem Erhalt der Zeugnisse müssten die jungen Menschen eine durchaus lebenswichtige Entscheidung treffen. Die einen hätten sich sicherlich fürs weitere Schulbankdrücken ausgesprochen, die anderen wiederum für den Eintritt in die Berufswelt. Gleich, wie die Wahl ausgefallen wäre, er wünschte jedem einzelnen, dass er und sie den richtigen Schritt getan und damit auch den richtigen Weg gefunden haben. Abschließend gab er ihnen noch ein Zitat des britischen Staatsmannes Winston Churchill mit auf den neuen Weg: „Erfolg heißt einmal mehr aufstehen, als hinfallen!“

Kerstin Mackensen und Michaela Schott wiederum sprachen im Namen der gesamten Elternschaft. Sie schauten auf sechs Jahre Realschulzeit zurück und waren sich sicher, dass die Schüler es ab und an mal nicht leicht mit den Lehrern gehabt hatten, umgekehrt könnte aber bestimmt ebenso ein Schuh daraus werden. Trotzdem hätten sie alle immer fest zusammen gehalten. Und die Eltern gaben ihrem Nachwuchs mit auf dem Weg, sich keine Angst vor der neuen Zukunft einreden zu lassen, sie seien letztendlich die Zukunft. Auch der neue Weg, der jetzt beschritten wird, dürfe ihnen keine Schrecken einjagen. „Man kann euch den Weg durchaus zeigen, beschreiten müsst ihr ihn schon selbst“.

Nele Lindow und Katja Strüver wiederum ergriffen im Namen der Schülerschaft das Wort und ließen es sich nicht nehmen, ihren Lehrern und Eltern für die große Unterstützung zu danken.

Brigitta Hübner und David Otto, die Klassenlehrer der 10 a und 10 b betonten, dass ihre ehemaligen Schüler länger als „nur“ 90 Minuten sehr gute Leistung gezeigt hätten und sprachen allen für diverse Aktionen mindestens ein sehr gut aus, nicht selten waren ein Plus und ein Sternchen dabei,. Denn immerhin hätten sie 159 schriftliche und 115 mündliche Prüfungen abgelegt, und rund 50 Prozent der Prüflinge habe den erweiterten Schulabschluss erreicht.

Neben den musikalischen Höhepunkten, für die Songs wie „Sloop John B“ von den Beach Boys, oder der Folk-Klassiker "Cotton fields“, Lobos „Me an you and a dog namend Boo“ und Smookys „Lay back in the arms“ sowie die Zeugnisvergaben, gab es noch Höhepunkte in Form von besonderen Ehrungen.

So durften sechs Schüler für ihr besonderes soziales Engagement ein großes Dankeschön ebenso entgegennehmen, wie vier für ihre besonderen schulischen Leistungen. Und da war ein Mädchen, Kaja Strüver, das skeptisch sein gerade erhaltenes Zeugnis an Andrea von Gersdorff übergab. Genau das wurde von der Lehrerin sofort wertlos gemacht. Aber sie holte eine Urkunde und ein neues Zeugnis heraus, auf dem „Kaja bekommt für hervorragende Leistungen im Schulsport sowie weitreichendes Engagement im organisierten Sport und gesellschaftlichem Leben den Pierre de Coubertin Schulpreis verliehen.“ geschrieben stand.

Danach wünschte Steffen Glaubitz allen einen schönen, stressfreien Abend, der übrigens bis in die frühen Morgenstunden dauerte.


Klassenlehrer David Otto (li), Klassenlehrerein Brigitta Hübner (re.) und schulleiter Steffen Glaubitz (Mi.) zusammen mit den besten Schülerinnen Annika Gesper, Nele Lindow, Kaja Strüver und Sophie Waldmann (v.l.)

Schulleiter Steffen Glaubitz zusammen mit Justin Duus, Konstantinos Gantzoudis, Kaja Strüver, Nele Lindow, Inken Knoth und Christian Sichward (v. l.), die für ihre sozialen Leistungen geehrt wurden

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Kaja Strüver freit sich riesig von Andrea von Gersdorff ein ganz besonderes zeugnis und eine urkunde erhalten zu haben

 

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