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08.06.2018

Piller Symposium mit internationalen Experten aus dem Rechenzentrumsbereich


160 Top-Experten trafen sich zum 4. Internationalen Symposium im Vorfeld der Cebit

...Piller Germany GmbH & Co.KG 

Bad Lauterberg/Osterode.  Vom 3. bis 6. Juni 2018 trafen sich 160 der weltweit führenden Entwickler, Errichter und Betreiber von Großrechenzentren aus 27 Ländern in Bad Lauterberg, um im Vorfeld der Cebit die neuesten Trends für Hyperscale Rechenzentren zu diskutieren.

Organisiert wurde die hochkarätige Veranstaltung durch die Piller Group, die den Teilnehmern am Rande auch die Möglichkeit bot, einmal hinter die Kulissen der Produktion der rotierenden USV-Anlagen im Werk Osterode zu schauen, wo die Anlagen des weltweit führenden Unternehmens für Stromkonditionierung der Megawatt-Klasse produziert werden. Schwerpunkt von Vorführungen im Prüffeld des Unternehmens waren USV-Anlagen der MW-Klasse, bei denen anstelle der klassischen Batterie kinetische Energiespeicher (Schwungmassenspeicher) eingesetzt werden. Weltweit werden schon über 7000 derartiger Speicher aus der Piller Gruppe eingesetzt, mit Leistungen bis zu 2.4 MW. Vorgeführt wurde u.a. die Weltneuheit des mit Abstand größten derartigen Energiespeichers, der POWERBRIDGE™ PB60+, mit dem eine elektrische Leistung von 1 MW für 1 Minute bereitgestellt werden kann.

In den Vorführungen und Vorträgen verschiedener Anwender zeigte sich, dass für Großrechenzentren durch die Anwendung moderner Technologien, zuverlässiger Dieselaggregate und kinetischer Speicher auf den Einsatz von Batterien meist verzichtet werden kann. Batterieausfälle sind auch heute noch mit 55% die größte Ursache für das Versagen von USV-Systemen. Und die Lebensdauer von Batterien erreicht oft nur 4-5 Jahre, obwohl 10-12 Jahre von der Industrie propagiert werden. Der Einsatz von Li-Ionen Batterien nimmt zwar zu, aber auch hier gibt es noch viele Bedenken hinsichtlich Sicherheit, Langlebigkeit und Systemzuverlässigkeit.

Nachdem in dem letzten Symposium das Thema Energieeffizienz allein im Mittelpunkt stand, rückten dieses Jahr die Themen Modularität, Erweiterbarkeit und vor allem Resilienz mehr in den Vordergrund der Tagung. Gerade vor dem Hintergrund von Industrie 4.0, autonomer Mobilität, E-Health und Verlagerung von immer mehr sicherheitskritischen und lebenswichtigen Anwendungen in die Cloud Systeme kommt der Verfügbarkeit der für diese Datenverarbeitung benötigten Rechenzentren immer größere Bedeutung zu.

Zu Beginn verdeutlichte Andrew Dyke, Geschäftsführer Global Business der Piller Gruppe, mit welcher ungeheuren Geschwindigkeit die Datenmengen und die dafür benötigten Rechenzentren in den letzten Jahren gewachsen sind. Waren vor 7 Jahren noch Leistungen von 3-10 MW charakteristisch für große Rechenzentren, sind heute 30-80 MW fast Standard und es entstehen weltweit Rechenzentren auch in der Größe von 300-400 MW Stromverbrauch.

Jeff van Zetten, CTO von NextDC, einem der größten Co-Location Rechenzentrumsbetreiber in Australien, stellte die gesellschaftliche Herausforderung der Branche in den Vordergrund, und den Anspruch, höchste Verfügbarkeit bei geringstem Energieverbrauch und geringen Kosten bereitzustellen. Dabei ist es NextDC weltweit erstmalig gelungen, eine Zertifizierung der Rechenzentren nach dem höchsten Uptime Institute Standard Tier IV zu erreichen, und trotzdem die erforderliche Sicherheit in der Stromversorgung mit nahezu der Hälfte der USV-Systeme zu realisieren. Dies war nur möglich durch den Einsatz der speziellen IP-Bus Systemtopologie in Verbindung mit rotierenden USV-Anlagen unter Verwendung der kinetischen Energiespeicher Powerbridge™ von Piller.

Garry Brown von DPR, einer der größten Rechenzentrumbetreiber in den USA, erläuterte, wie man für die Hanabank in Korea das weltweit erste Rechenzentrum in Kombination von Diesel-USV Anlagen, Li-Ionen Batterien und IP-Bus realisieren konnte, und auch hier so die hohe Systemverfügbarkeit bei reduzierter Anzahl von Anlagen erreichen konnte. Statt 20 MW in klassischen statischen USV-Anlagen zu installieren, reichten 12.7 MW in Piller rotierenden UNIBLOCK Anlagen, wodurch der Wirkungsgrad erhöht, die Investitionskosten reduziert und der Platzbedarf minimiert wurde.

Armin Höfner, Technik Chef von Telehouse Deutschland, erläuterte, wie durch den Einsatz von direkter Kühlung mit Außenluft der USV-Anlagen und Infrastruktur in Kombination mit adiabatischer Kühlung der Serverräume, in Verbindung mit IP-Bus und kinetischen Energiespeichern ein hocheffizientes Rechenzentrum in Frankfurt realisiert werden konnte.

In einer Podiumsdiskussion, geleitet von Scott Davis (früherer CEO von DuPont Fabros, einem der größten Co-Location Rechenzentrumsbetreiber in den USA mit über 300 MW RZ Flächen), wurde deutlich, dass sich die Branche der Herausforderung stellt, zuverlässige, kostengünstige und energieeffiziente Infrastruktur für die Rechenzentren bereitzustellen, da nur dann Industrie 4.0, Augmented Reality und Internet of Things Realität werden kann.

Dr. Detlev Seidel, Geschäftsführer Operations der Piller Group, zog ein uneingeschränkt positives Fazit der Veranstaltung: „Wir sind stolz, alle 4 Jahre und jetzt bereits zum vierten Mal diese hochkarätigen Vertreter der Branche für einen besonderen Gedankenaustausch untereinander gewinnen zu können und die Kommunikationsplattform hierfür bereitzustellen. Es zeigt sich, dass hierdurch neue ganzheitliche Lösungsansätze für die Realisierung energieeffizienter Rechenzentren entstehen.“


 

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