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31.05.2018

Wird die ehemalige Gastwirtschaft Cordes bald fallen?


Wird dieses Haus bald abgerissen, oder fällt es weiter allein zusammen?

...von Petra Bordfeld

Auf der Ortsratssitzung Förste ließ Stadtamtfrau Thoskild Lätsch nicht nur durchblicken, dass Förste zurzeit 1 797 und Nienstedt 390 Einwohner zählt, sondern auch, dass sich der Landkreis Göttingen mit der Bauruine des ehemaligen Tanzlokales Cordes befasst und von dem Eigentümer einen Abriss gefordert hat.

Dieses Gebäude, was langsam in sich selbst zusammenfällt und in der Förster Straße 92 nicht zu übersehen ist, weise – charmant ausgedrückt – erhebliche bauliche Mängel auf. Aus dem Grund fordert der Landkreis vom Besitzer, es innerhalb von vier Wochen - nach Zustellung des Verwaltungsschreibens - vollständig abzubrechen.

Sollte dieser Schritt nicht fristgerecht erfolgen, werde der Landkreis tätig werden und den Abbruch des Gebäudes auf Kosten des Besitzers in Auftrag geben.
Ortsbürgermeister Bernd Fröhlich merkte dazu an, dass diese ganze Sache sich durchaus über ein halbes Jahr hinziehen könne.

Nicht um einen Abriss, sondern um den Erhalt eines Hauses ging es, als Fröhlich auch als erster Vorsitzender der Heimatkundlichen Dorfgemeinschaft Förste/Nienstedt auf die ehemalige Schule, in welcher sich einst die Verwaltung und jetzt immer noch das Museum befindet, auf das mögliche LEADER-Projekt zu sprechen kam. Das Ganze stünde zwar noch ganz am Anfang, trotzdem habe es schon Gespräche mit Bauamtsleiter Thomas Christiansen gegeben, in denen es um die Finanzierung ging, wenn die Dorfgemeinschaft als Träger des Objektes auftritt. Mittlerweile falle die Eigenbeteiligung weg, denn die Finanzierung werde zu 80 Prozent durch LEADER-mittel finanziert, 20 Prozent kämen auf die Stadt Osterode zu.

Damit könne die Dorfgemeinschaft die Restaurierung und den Erhalt des Hauses gestämmt und somit der Wunsch nach einem kulturellen Begegnungszentrum erfüllt bekommen. Aus dem Grund hoffe man, dass der Rat und die Verwaltung der Stadt Osterode auf ihrer Seite sein wird. Zurzeit liefe die Kostenermittlung seitens des Bauamtes. „Es sind noch dicke Bretter zu bohren, wir wollen es aber angehen“.

Bei den Veranschlagungswünschen für das Haushaltsjahr 2019, zu denen auch die mittelfristigen Finanzplanung und das Investitionsprogramm für die Zeit von 2018 bis 2022 gehören, ging es neben Sanierungsmaßnahmen an der Mehrzweckhalle auch um die Bereitstellung von finanziellen Mitteln, welche der Dorfgemeinschaft für das LEADER-Projket gewährt werden sollten. Weiter steht auf dem „Wunschzettel“ des Ortsrates, dass die Reparatur, der Austausch oder auch die Erneuerung von Spielgeräten auf den Kinderspielplätzen, insbesondere die Aufstellung von Spielgeräten für Kleinkinder, nicht aus den Augen verloren werden sollten.

Bei den Veranschlagungswünschen wurden die Sanierung des Schützenplatzes, der Erhalt der Dorfstraßen sowie die Fortführung und Fertigstellung der Ausbaustufe 2 des Baugebietes „Kunstbucht“ aufgeführt.
Um einen B-Plan ging es auch, als der Ortsrat einstimmig beschloss, diesen im Bereich der Worth zu ändern, damit dort ein bauwilliges Ehepaar das geplante Einfamilienhaus errichten kann.

Bei der Verwendung der Ortsratsmittel, welche sich auf 6 000 € belaufen, wurde bereits festgelegt, dass für die Weihnachtsbäume in Förste und Nienstedt 550 € vorgesehen sind, für die Seniorenweihnachtsfeier sind es 1 200 €, für die Kameradschaftskassen der beiden Ortswehren 380 € , für die Jugendwehren je 200 € und für den Kindergarten ebenfalls 200 €. Demnach bleiben noch 3 270 €, über deren Verbleib in der August-Sitzung beraten und beschlossen werden soll.
Weiter wurde der Reitsportgemeinschaft Förste und Umgebung für das Kranzreiten ein Zuschuss 200 € gewährt. Für diese alte Förster Tradition sollen auch Gelder aus dem Dorfbudget des Landkreises Göttingen Gelder fließen. Die insgesamt 500 € sollen bei einer Zusage allerdings so aufgeteilt werden, dass die Reitsportgemeinschaft noch einmal 200 € und die Schaffer die verbleibenden 300 € erhalten sollen

Wie die Gelder aus dem Ehrenamtsfond der HarzEnergie vergeben werden sollen, wird ebenfalls in der nächsten Ortsratssitzung beschlossen.
Den Anträgen auf Nutzung städtischer Einrichtungen wurde Zustimmung erteilt. So wird die Stadtjugendpflege am 29. September erneut ihr Sweetfestival in der Mehrzweckhalle ausrichten können, und die Kirchengemeinde die für Kinderchormusical am 24. Juni. Für das Krippenspiel am 24. Dezember benötigten Bühnenteile erhalten.


 

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