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15.05.2018

Schwerlastkontrollen auf der A7 am 14.05.2018


Göttingen/Northeim (ots) Am 14. Mai 2018 führte die Polizeidirektion Göttingen an der Bundesautobahn 7 ganztägig Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt des gewerblichen Güter- und Personenbeförderungsverkehrs durch. Dabei wurden unter der Leitung von Polizeihauptkommissar Karsten Lipinski 24 Beamtinnen und Beamte der Polizeidirektion eingesetzt. An der groß angelegten Verkehrsaktion waren zudem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landespolizeien Hessen und Thüringen beteiligt. Insgesamt waren somit circa 45 Kräfte an der Kontrollstelle im Einsatz, welche von 9:00 - 14.30 Uhr am Parkplatz Leineholz-West eingerichtet wurde.

Insgesamt kontrollierten die eingesetzten Beamtinnen und Beamten 45 Lkw und 3 Busse. Unter anderem wurden 28 Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz, 9 Verstöße auf Grund fehlender oder mangelhafter Ladungssicherung und 3 Verstöße gegen das Güterkraftverkehrsgesetz festgestellt. 3 der Fahrer mussten eine Sicherheitsleistung erbringen. Verstöße wegen des nicht angelegten Sicherheitsgurtes sowie der Handynutzung am Steuer wurden registriert. Ca. 5400 Fahrzeuge durchfuhren eine abgesetzt aufgebaute Geschwindigkeitsmessstelle in der Baustellenzufahrt kurz vor Nörten-Hardenberg. Dabei hielten sich 53 Verkehrsteilnehmer nicht an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Den Negativrekord stellte dabei ein Pkw-Fahrer mit 136 km/h anstatt der zugelassenen 100 Km/h auf.

Im Mittelpunkt der Kontrollen standen Hauptunfallursachen, welche auch in der jüngsten Verkehrsunfallstatistik verstärkt niederschlugen. Zu diesen zählen beispielsweise die Nichteinhaltung von Geschwindigkeitsbeschränkungen, ein zu geringer Sicherheitsabstand, Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten sowie das Führen von Kraftfahrzeugen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Auch die Ablenkung durch die Nutzung von Mobiltelefonen im Straßenverkehr, die als Unfallursache in jüngster Zeit stark an Bedeutung gewonnen hat.

Weitere häufige Beanstandungen lagen im Bereich der Ladungssicherung oder technischer Mängel an den Lastkraftwagen. "Der steigende Wettbewerbsdruck und das zunehmende Verkehrsaufkommen führen in der Transportbrache leider immer häufiger dazu, dass Sicherheitsrisiken bewusst in Kauf genommen werden", so Uwe Lührig, Präsident der Polizeidirektion Göttingen. "Durch regelmäßige, groß angelegte Kontrollen wollen wir dafür sorgen, dass auf der A7 alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sicher ans Ziel kommen - und ein ganz klares Zeichen setzen, dass Verstöße gegen die Verkehrsvorschriften nicht geduldet werden."

Die regelmäßig stattfindenden Kontrollen auf der A7 sind unter anderem Teil eines umfassenden Maßnahmenpaktes, das im Jahr 2015 im Zuge der A-7-Konferenz gemeinsam von den betroffenen Kommunen sowie den zuständigen Behörden und Ministerien beschlossen wurde. Dabei schlägt sich in den Zahlen der aktuellen Verkehrsunfallstatistik ein positiver Effekt nieder. Im Jahr 2017 kam es auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der PD Göttingen, zu denen neben der A7 auch die A38 zählt, zu 51 Verkehrsunfällen mit schwerwiegenden Folgen. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 15 Prozent. Besonders erfreulich ist, dass dabei kein Todesopfer zu beklagen war. Auch die Zahl schwerverletzter Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer ging von 73 auf 70 zurück.

"Der Rückgang schwerer Verkehrsunfälle auf den Autobahnen in unserem Zuständigkeitsbereich führt vor Augen, dass die Maßnahmen, welche auf der A-7-Konferenz beschlossen wurden, Wirkung zeigen", bewertet Polizeivizepräsident Bernd Wiesendorf diese positive Entwicklung. "Aus polizeilicher Sicht heißt es nun, an die bisherigen Erfolge anzuknüpfen und die Unfallzahlen durch nachhaltige Maßnahmen weiter zu reduzieren. Groß angelegte Verkehrskontrollen haben sich dabei als wirksames Instrument erwiesen, auf das wir auch künftig verstärkt zurückgreifen werden."

Im Zuge der ganzheitlichen Kontrollen wurden auch über den Schwerlastverkehrs hinaus generelle Überprüfungen durchgeführt, beispielsweise zur Verfolgung reisender Täter im Zusammenhang mit Wohnungseinbruchsdiebstählen.

 

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