Sport

30.11.2017

Das Gaufrauentreffen in Hattorf war für alle ein Volltreffer


Das „Mischgemüse“ freute sich darauf mit ihrem „Saloon“ das Gaufrauentreffen zu eröffnen

von Petra Bordfeld

Hattorf. Das bereits 47ste Gaufrauentreffen, wurde diesmal vom TV Hörden von 1901 im Namen des Turnkreises Osterode traditionsgemäß in der Halle des Dorfgemeinschaftshauses Hattorf ausgerichtet wurde. Und weit über 400 Frauen und die einigen, gerne geduldeten Männer, wollten sich den von sportlichen Darbietungen und interessanten Gesprächen getragenen Nachmittag nicht entgehen lassen. Schließlich versprachen die insgesamt neun Gruppen aus diversen Vereinen und das „Mischgemüse“ (Sport- und Freizeitclub Harz-Weser) beste Unterhaltung.

Übrigens hatte Landrat Bernhard Reuter, der 2009 für seine Treue zu dieser Veranstaltung einen Blumenstrauß von der ersten Vorsitzenden des TK Osterode, Helga Maaß, entgegennehmen durfte, sein Versprechen eingelöst, dass er wieder dabei sein wird, wenn er Landrat des Großkreises Göttingen ist.

Bevor er aber den Grußwortreigen eröffnete, hießen erst einmal Marion Meier, die neue stellvertretende Vorsitzende für Frauen und Ältere im TK Osterode, und Helga Maaß die Gäste aufs herzlichste willkommen. Beide waren sich darüber einig, dass während der sportlichen Stunden viel Neues und Überraschungen der Langenweile keinen Einzug gewähren würden. Beide dankten dem TV Hörden, dem Hausmeister, Jörg Böttcher, der von Helga Maaß ein Dankeschönpräsent erhielt, der Freiwilligen Feuerwehr Hattorf und den „Musikussen“, die das Mischpult bedienten, für die gelungenen Vorbereitungen und das gute Zusammenspiel.

Dann gehörte die Aufmerksam dem Landrat, der versicherte, dass er sehr erfreut darüber wäre, erneut zugegen zu sein. Schließlich hätte ihm in den zurückliegenden Jahren im November etwas gefehlt. Denn, was beim Gaufrauentreffen in Hattorf immer wieder auf die sportlichen Beine gestellt wird, sucht seines Gleichen und müsse deswegen auch für die nächsten Jahre bestehen bleiben. Aus dem Grunde sei es auch sehr wichtig, die Vielfalt der Sportvereine in den Städten und Ortschaften zu erhalten. Es sei nicht „nur“ das reichhaltige Angebot, welches für jeden Geschmack und jedes Talent etwas zu bieten habe, sondern auch das Miteinander von Gleichgesinnten, aus dem nicht selten Freundschaften entstehen.

Er dankte all denen, die ehrenamtlich dafür sorgten, dass alles klappt und die Lebensqualität ein hohes Niveau gehalten werden könne. Ihn habe beispielsweise beeindruckt, wie stark sich die Sportvereine für die Integration von Flüchtlingen und die Jugendarbeit machten. Allein das seien schon wichtige Gründe, warum auch der Altkreis Osterode und seine Sportvereine weiterhin finanziell unterstützt werden.

Hattorf Bürgermeister Frank Kaiser fasste sich sehr kurz, brachte aber nicht minder überzeugend seine Freude darüber zum Ausdruck, erneut beim Gaufrauentreffen zugegen zu sein.

Angelika Wolters, Vizepräsidentin „Gesellschaftspolitik“ im Niedersächsischen Turnerbundes, versicherte, dass sie von dieser Veranstaltung überwältig wäre, so etwas wäre nicht mal in der Kreisstadt Göttingen möglich Sie dankte allen Übungsleiterinnen und Übungsleitern sowie jeder einzelnen Gruppe. Sie wäre sich sicher, dass sie erneut ein überzeugendes Programm zusammengestellt hätten.

Henning Kunstin trat als Bürgermeister der Gemeinde Hörden, als erster Vorsitzender des ausrichtenden Vereins und als stellvertretender Vorsitzender für fachliche Arbeit im TK Osterode (OTW) ans Mikrophon. Er dankte den Mitgliedern und Helfen des TV Hörden für die Ausrichtung des 47sten Gaufrauentages, das sich erneut als größte Breitensportveranstaltung im Altkreis Osterode gemausert hätte. Er wünschte allen entweder gutes Gelingen oder gute Unterhaltung.

Marion Meier, die zum ersten Mal die Organisationsfäden in den Händen hielt, durfte sich nicht „nur“ über eine Rose und ungewöhnlichen Weihnachtssternen seitens der Gymnastikgruppe des MTV Förste freuen. Sie erhielt auch, als Zeichen der Anerkennung des gelungenen Starts, von Helga Maaß ein weihnachtliches Präsent. Rosen durften aber auch ihre beiden Vorgängerinnen entgegennehmen, denn Monika Woiwode, die bis 2008 das Amt in den Händen hatte, und Doris Ellermann, die es letztes Jahr weitergab, waren zugegen.

Zwischen den Reden stand aber die Unterhaltung im Mittelpunkt, die eine überaus gelungene Premiere erfuhr. Denn hatte sonst das „Mischgemüse“ seinen großen Auftritt fast am Ende des sportlichen Treffens, eröffneten die vor Unternehmenslust glühenden Akteure es. Sie entführten in den Saloon des „Wilden Westens“. Die Tänzerinnen und Tänzer wussten sowohl als berittene, Poker spielende, tanzende und im wahrsten Sinne des Wortes fesselnde Cowboys ebenso zu überzeugen, wie als recht friedliche Indianer oder als Can-Can-Girls. Auch diesmal stimmte wieder alles, ob das die Kostüme, die Utensilien oder die Bewegungen waren, der Ausritt in alte Zeiten der USA überzeugte vollends.

Somit war das Publikum schnell „infiziert“, denn es hatte sich vom Rhythmus und der überaus guten Laune ohne Widerspruch „anstecken“ lassen, und das sollte sich auch bei den anderen Darbietungen absolut nicht ändern.

Der SV-Zorge und die erste Gruppe des MTV Herzberg entführten übrigens ebenfalls in den gar nicht so „Wilden Westen“ und faszinierten mit den Line-Dance-Darbietungen. Für einen besonderen „Leckerbissen“ hatten die Frauen des SV Zorge gesorgt. Sie tauschten nämlich beim letzten Stück Cowboyhüte gen Zwergenmützen ein und tanzten nach dem Otto-Hit „Ein Zwerg ist größer als man glaubt“.

Das Stepaerobic der zweiten Gruppe des MTV Herzberg war nicht minder atemberaubend. Die Gymnastikgruppe des TSV Bad Sachsa sollte mit ihren Bewegungen nach einem Song von „YMCA“ auffallen. Denn die Frauen machten in einem exzellenten Mix zwischen Geduld und Geschicklichkeit deutlich, dass „Pool-Nudel“ auch an Land genutzt werden können.

Anerkennung und Staunen wechselten sich bei den Frauen des TV Hörden ab, als diese sich auf und mit den Pezzibällen präsentierten. Das war Spitze und sollte von ungeübten nicht unbedingt nachgemacht werden. So manch eine überlegte, dass es bald knochenbrecherisch wäre, wenn sie es mal versuchten nachzumachen.

Mit diesem Schwung ging es nach der Pause weiter. Zuerst sorgte das der TVG Hattorf mit dem Tanz „Dear Future Husband“, mit den weißen Hemden, Fliegen und Hosenträgern sowie den Bewegungen, alle zu überzeugen.

Der FC Merkur, ebenfalls aus Hattorf, wiederum zeigte auf, dass auch mehre Generationen harmonieren und überzeugen können.

Mit einer überaus gelungenen Überraschung, für welche der TV Hörden sorgte, klang das Gaufrauentreffen langsam, aber von bester Stimmung getragen, aus. Denn alle wurden gebeten, aufzustehen und mitzutanzen. Und es gab niemanden, der sich etwa zweimal bitten ließ. So kam der TV Hörden um eine Zugabe nicht herum, die er selbstredend überaus gerne gab – unterstützt von allen anderen.
Übrigens wird es auch im November 2018 ein Gaufrauentreffen geben. Das wird vom TSC Dorste ausgerichtet.

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elga Maaß und Bernhard Reuter freuten sich, sich beim Gaufrauentreffen wieder zu sehen.

Helga Maaß dankte Marion Meier für die Organisation des Gaufrauentreffens.

zwei vom TVG Hattorf schauten schon mal, was sich so tut.

Die Damen des FC Merkurs hatten Rhythmus im Blut.

Die Can-Can-Girls kamen sehr gut an.

Sie schlüpften in weiße Hemden, Fliegen und Hosenträger und wussten mit ihrem Tanz zu überzeugen, die Frauen der TVG Hattorf.

Die Zorger Tänzerinnen wussten nicht nur mit den Zwergenmützen zu begeistern.

Die Frauen des TV Hörden wussten richtig mit den Pezzibällen umzugehen.

Der TV Hörden war selbst überrascht, wie viele mit machten.

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