Regionales / Harz

01.10.2026

Teufelsmauer im Harz ist „Naturwunder des Jahres 2026“


...HARZVERBANDs e.V

Harz/Weddersleben. Die Teufelsmauer im Harz ist zum „Naturwunder des Jahres 2026“ gewählt worden.
Bei der diesjährigen Naturwunderwahl der Heinz Sielmann Stiftung und des Deutschen Wanderverbandes
setzte sich die markante Felsformation im nördlichen Harzvorland mit deutlichem Abstand an die Spitze.
Insgesamt erhielt die Teufelsmauer 9.666 Stimmen und damit 30,46 Prozent aller abgegebenen Stimmen.
Den zweiten Platz erreichten die Saalfelder Feengrotten in Thüringen mit 24,48 Prozent der Stimmen. Das
Brenner Moor in Schleswig-Holstein sicherte sich mit 10,59 Prozent den dritten Platz. Insgesamt standen
neun außergewöhnliche Naturlandschaften aus ganz Deutschland zur Wahl. In den vergangenen sieben
Wochen beteiligten sich mehrere Tausend Menschen an der Abstimmung.
„Eine Anerkennung für unsere Region“

Beim Förderverein Teufelsmauer Weddersleben e.V., der die Teufelsmauer für die Wahl vorgeschlagen
hatte, ist die Freude über das Ergebnis groß. Dirk Meisel, Vorsitzender des Fördervereins, erklärt: „Ich bin
stolz, dass wir gemeinsam es geschafft haben, Naturwunder Deutschlands 2026 mit der Teufelsmauer zu
werden. Dafür bedanke ich mich bei allen Unterstützern. Es zeigt uns, dass viele Menschen diese
einzigartige Felsformation wertschätzen und die Natur genießen. Es ist eine Anerkennung für unsere
Region und ebenso die Wertschätzung unserer Arbeit im Natur- und Landschaftsschutz.“ Der Förderverein
Teufelsmauer Weddersleben e.V. setzt sich gemeinsam mit Partnern für den Erhalt und die Vermittlung
der einzigartigen Felslandschaft ein.

Die Teufelsmauer ist zudem ein prägender Bestandteil des UNESCO Global Geoparks Harz .
Braunschweiger Land . Ostfalen und des Naturparks Harz. Beide Einrichtungen werden vom
HARZVERBAND e.V. getragen. Sie engagieren sich dafür, die geologischen, landschaftlichen und
ökologischen Besonderheiten der Region zu bewahren, zu vermitteln und für Besucherinnen und
Besucher erlebbar zu machen.

Carola Schmidt, Geschäftsführerin des HARZVERBANDs e.V.: „Die Teufelsmauer ist ein außergewöhnlicher
Geotop, an dem Erdgeschichte, Natur und Kultur auf eindrucksvolle Weise zusammenkommen. Die Wahl
zum Naturwunder 2026 verleiht diesem besonderen Ort bundesweit zusätzliche Sichtbarkeit und bietet
damit auch Chancen, seine touristische Bedeutung für die Harzregion und das nördliche Harzvorland
weiter zu stärken. Als HARZVERBAND tragen wir mit unserer Arbeit dazu bei, die geologischen und
ökologischen Besonderheiten vor Ort anschaulich zu vermitteln und diesen einzigartigen Naturraum
erlebbar zu machen. Die Auszeichnung ist zugleich eine Anerkennung des gemeinsamen Engagements für
seinen Schutz und seine Vermittlung.“

„Die Teufelsmauer zeigt, was Naturkräfte über Jahrmillionen formen können: Wind und Wasser schufen
hier eine der markantesten Felsformationen Mitteldeutschlands. Als Geotop wird hier Erdgeschichte im
wahrsten Sinne begreifbar“, erklärt Carolin Ruh vom Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung. Diese
Verbindung aus geologischem Erbe und Naturerlebnis mache die Teufelsmauer verdient zum
Naturwunder des Jahres. An die Gratulanten schließt sich auch Dirk Landau, Präsident des Deutschen
Wanderverbands, an: „Wir gratulieren dem Förderverein Teufelsmauer Weddersleben e.V., der diesen
Kandidaten ins Rennen geschickt hat. Gut markierte Wege und Besucherlenkung sorgen dafür, dass sich
Naturerlebnis und der Schutz sensibler Bereiche nicht ausschließen. Dieses Engagement vor Ort wird mit
dem Titel Deutschlands Naturwunder 2026 gewürdigt.“

80 Millionen Jahre Erdgeschichte

Die Teufelsmauer gehört zu den markantesten Landschaftselementen des nördlichen Harzvorlandes. Die
rund 80 Millionen Jahre alten Sandsteinfelsen zählen zu den bedeutenden Geotopen Deutschlands.
Tektonische Hebungen sowie die über Jahrmillionen wirkenden Kräfte von Wind und Wasser formten die
heute weithin sichtbaren Felszüge. Die nährstoffarmen Böden und besonderen Standortbedingungen
schaffen Lebensräume für spezialisierte Pflanzenarten. Auch Tiere wie Wanderfalken, Fledermäuse,
Zauneidechsen und Schlingnattern finden zwischen den Felsen wertvolle Rückzugsräume.

 

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