Kultur

22.08.2026

Ja, auch Metal ist Kultur


„Kaiser, Kult & Krach“ im Goslarer Museum

von Christian Dolle

Iron Maiden, Metallica und auch Lord of the Lost haben ihren Weg ins Museum gefunden. Die Ausstellung „Kaiser, Kult & Krach“ im Goslarer Museum widmet sich dem Metal. Allerdings ist es keine geschlossene Historie dieser Musikrichtung, noch eine Art „Best of“, so wird betont, sondern vielmehr eine Auswahl exemplarischer Zeitdokumente, die auch und besonders die Verortung in der Region in den Blick nehmen.

Es gibt beispielsweise einige Plattencover – die meisten Exponate stammen aus privaten Sammlungen – zu betrachten, die prägend oder auch nur einprägsam waren. Die typische Vorliebe für pathetische Themen und Darstellungen wird aufgezeigt und auch immer wieder leidenschaftlicher Fankult, der sich nicht nur in einer internationalen Szene, sondern auch im Greifbaren beispielsweise durch Konzerte im Harz zeigt. 

Das Rockharz-Festival hat natürlich einen festen Platz, ganz logisch nach 20 Jahren Musikgeschichte mit allen namhaften Größen hier vor Ort. Aber auch die Musikszene in Goslar und im Harz bekommt Raum, denn, so heißt es: „Metal entsteht nicht nur auf großen Bühnen, sonder auch im Lokalen.“ Gerade hier im Harz entstanden und entstehen ja immer wieder Bands, die eine große Karriere verdient hätten oder sogar im jeweiligen Rahmen gemacht haben. 

Damit wird Metal nicht als etwas Abstraktes, sondern direkt im Leben vieler Menschen Prägendes gezeigt. „Metal ist mehr als Musik – es ist gelebte Kultur.“ Ja, Metal ist bei allem Martialischen, das nach außen hart und eingeschworen wirken kann, auch Zusammenhalt und eine sehr diverse Szene. Somit richtet sich die Ausstellung wohl sowohl an die, die sich dort repräsentiert fühlen, wie auch jene, die ihren Kulturbegriff nicht zu eng fassen und einen Eindruck bekommen wollen. 

„Kaiser, Kult & Krach“ ist zu den Öffnungszeiten des Goslarer Museums – dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr – noch bis zum Jahresende zu sehen. Es gibt ein umfangreiches Rahmenprogramm, mehr dazu gibt es hier.





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