Panorama / Natur

18.08.2026

Nach einem Jahr Pause:


April 2026: ein Uhu-Küken streckt neugierig durchs Gefieder seiner Mutter den Kopf raus

Wieder junge Uhus bei Rump & Salzmann

...Rump & Salzmann

Der Gips-Steinbruch von Rump & Salzmann bei Dorste scheint Uhus zu gefallen. Schon seit 2020 brüten Paare immer wieder in den Gesteinswänden und sorgen dort für Nachwuchs. Mit einer Ausnahme: Im vergangenen Jahr gab es keine Küken. Dafür sind es 2026 gleich drei junge Uhus, über die sich die Altvögel genauso wie die Kolleginnen und Kollegen des Rohstoffunternehmens freuen.

„Uhus gehören inzwischen ganz einfach dazu!“ So bringt es Projektleiter Uwe Schridde auf den Punkt. Er befasst sich intensiv mit den naturschutzrelevanten Themen des Unternehmens. „Wir haben es den Uhus bei Rump & Salzmann nach den ersten Sichtungen vor etwa sechs Jahren aber auch leicht gemacht. Diese Eulen bauen bekanntlich keine Nester, sondern nutzen Bruthöhlen. Also haben wir in einer der Gipswände eine solche Höhle geschaffen und den Tieren angeboten. Die haben sie auch gerne angenommen und nutzen sie seitdem.“

Naturfotograf Andreas Nolte hat seit dem Frühjahr die Eulen-Familie fotografisch mit dem Teleobjektiv begleitet. Seine Aufnahmen aus gebotener Entfernung zeigen den Werdegang der drei Küken, nachdem sie geschlüpft waren und lange Zeit von der Mutter gewärmt und geschützt wurden. „Es ist schon erstaunlich, wie schnell aus den kleinen Tieren staatliche Raubvögel werden“, sagt Nolte. „Auch wenn sie noch geraume Zeit nicht selber Beute schlagen können und von den Altvögeln gefüttert werden müssen als sogenannte Ästlinge, haben sie doch schon eine beachtliche Größe erreicht.“ 

Seit wenigen Wochen sind die Jung-Uhus jetzt flügge und erkunden nach und nach ihre Umgebung. Im Herbst werden sie sich dann von ihren Eltern und Geschwistern verabschieden und sich jeweils ein eigenes Revier suchen.

Steinbrüche wie der von Rump & Salzmann bieten dieser größten Eulenart Europas inzwischen sichere Ersatzlebensräume durch ihre steilen Felswände und Nischen. Auch dadurch konnte der Uhu in den vergangenen Jahren von der Liste der unmittelbar gefährdeten Arten genommen werden.

„Es klingt paradox, dass gerade industriell genutzte Abbaustätten gleichzeitig wertvolle Lebensräume darstellen und mithelfen, diese Vogelart zu bewahren“, sagt Uwe Schridde. „Wir sind immer wieder erstaunt, wie tolerant sich Uhus gegenüber Lärm und Baufahrzeugen verhalten. Sie wissen genau, wer ihnen gefährlich werden kann und wer nicht.“

Naturfotograf Andreas Nolte kann dies nur bestätigen: „Natürlich schauen mich die Uhus - junge wie alte - aus großen Augen an, wenn ich in gebotener Entfernung auftauche. Aber sie wissen genau, dass sie von mir nichts zu befürchten haben!“


Nur wenige Wochen später schon beobachten mehrere Augenpaare misstrauisch den Fotografen

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Auch den Uhu-Eltern entgeht nichts

Entdeckung der Freiheit und erste Flugversuche im Sommer




 

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