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08.08.2026

Ein kleines Sonnenkraftwerk im Steinbruch


Rund 150 von ihnen sind in Nord-Süd-Richtung installiert und nutzen vormittags und nachmittags die Sonneneinstrahlung zur Stromproduktion

Rump & Salzmann nimmt im Werk Uehrde Agri-PV-Anlage in Betrieb 

...Rump & Salzmann

Möglichst hohe Autarkie und Klimafreundlichkeit - bei der Stromversorgung spielen diese beiden Faktoren für Industriebetriebe inzwischen wichtige Rollen. Rump & Salzmann hat mit dem Bau einer neuen Agri-Photovoltaik-Anlage in seinem Werk Uehrde die bisherige Solarstromerzeugung deutlich ausgebaut. Auf einer Fläche von circa 3.000 m2 sorgen bifaziale Module für zusätzlich 152 kWp Leistung und erhöhen so die gesamte Stromproduktion im Werk auf 270 kWp.

Senkrecht stehende Module, die auf beiden Seiten Solarzellen aufweisen, wirken immer noch ungewöhnlich im Vergleich zu horizontal oder schräg angebrachten. Im Werk Uehrde wurden rund 150 von ihnen in langen Reihen auf einem Teil der Herrichtungsfläche in Nord-Süd-Richtung installiert. 

„Auf diese Weise können wir das vormittags und nachmittags auftreffende Sonnenlicht nutzen“, sagt Projektleiter Uwe Schridde. „Damit ergänzt diese doppelseitige Anlage unsere auf dem Dach des Hauptgebäudes, an dessen Fassade und auf einem Carport installierten Module. Diese haben durch ihre Ausrichtung zur Sonne um die Mittagszeit ihren Leistungshöhepunkt.“

Der tatsächliche Ertrag einer PV-Anlage entspricht allerdings nicht ihrer Leistungsfähigkeit unter Laborbedingungen. Er ist abhängig von der jeweiligen Sonneneinstrahlung, also vom herrschenden Wetter. „An unserem Standort rechnen wir mit 936 kWh pro kWp“, sagt Uwe Schridde. „Das ist nicht schlecht, reicht aber an die Erträge im sonnigen Süden Deutschlands nicht ganz heran.“

Trotzdem kann sich die Ökobilanz der neuen Anlage sehen lassen. Man schätzt, dass durch die neu installierten Module Treibhausgasemissionen in Höhe von 66 to pro Jahr eingespart werden können. Dass sich dieses kleine Kraftwerk auch wirtschaftlich rechnet, versteht sich von selbst: Der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms steht an erster Stelle, danach kommt die Direktvermarkung eines möglichen Überschusses. Begonnen hatten die Planungen 2021 und der Bau 2024.

Allerdings spielten beim Bau der Anlage ausgerechnet die geologischen Verhältnisse einen Streich. Schridde: „Es war schon eine Herausforderung, die zahlreichen Halterungen präzise in unseren steinreichen Boden zu rammen. Aber auch dies ist uns gelungen. Jetzt können wir diese Herrichtungsfläche mehrfach nutzen, und zwar nachhaltig: einmal zur Stromerzeugung, dann aber auch als Biotop mit einer hohen Artenvielfalt, wo von Frühjahr bis Herbst von Zeit zu Zeit auch die Schafe der Klosterschäferei Wiebrechtshausen weiden. In jeder Hinsicht also ein Gewinn.“


Die neue PV-Anlage im Werk Uehrde von Rump & Salzmann besteht aus bifazialen Modulen

Keine Berührungsängste - ein Hänfling auf einem der neuen Solarmodule.

 

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