01.08.2026
Neue Krimis braucht das Land

v.l.: Andreas Sack, Christian Dolle, Susanne Hammer, Christoph Lampert und Roland Lange
Shortlist für den „Harzer Hammer“ des Mordsharz-Festivals
...von Christian Dolle
Der „Harzer Hammer“ wird alljährlich im Rahmen des Mordsharz-Festivals an neue Autorinnen und Autoren im Krimi und Thrillergenre verliehen. Nachwuchsförderung, weil Literatur nun einmal von immer neuen Ideen lebt – übrigens eine Idee von Bestsellerautor Andreas Gruber, der jedes Jahr für die Laudatio in den Harz reist. Für die Jury bedeutet das, dass sie sich jedes Jahr durch zahlreiche Debütromane unbekannter Schreibender lesen und dabei manch vielversprechende Entdeckung machen dürfen.
Auch in diesem Jahr wurden wieder etliche Krimis und Thriller vieler Nachwuchsautoren, die es geschafft haben, ihr Manuskript in einem Verlag unterzubringen, für den „Harzer Hammer“ eingereicht. Das Team aus Roland Lange, Susanne Hammer, Andreas Sack, Christian Dolle und Christoph Lampert nahm sie sich vor und war von einigen ganz besonders begeistert. Diese fünf landen auf der Shortlist.
Da ist zum Beispiel eine junge Polizistin, die vor einigen Jahren entführt und gefoltert wurde. Jetzt bekommt sie rätselhafte Nachrichten, die darauf hindeuten, dass ihr Peiniger doch nicht, wie sie dachte, hinter Schloss und Riegel sitzt.
Lenas Partner zeigt eine Ausstellung mit Fotografien von Mörderinnen und Mördern. Kurz darauf ist ihre Familie verschwunden, sie gerät unter Verdacht und es scheint, als wolle jemand ihr Leben als eines der der schlimmsten vorstellbaren Verbrechen inszenieren.
In Hamburg eskaliert der Protest gegen ein Handelsabkommen mit China, während in Berlin der Tod eines Bundestagsabgeordneten die Politik in Aufruhr versetzt. Ein mysteriöser Mord verwickelt einen ehemaligen BND-Agenten und eine suspendierte Journalistin auf den Plan.
Das Date des Lehrers Max wird in einer Blutlache gefunden und es bleibt nicht der einzige Mann, der die Nacht mit Max nicht überlebt. Natürlich gerät er unter Verdacht, muss irgendwie selbst seine Unschuld beweisen und dem Täter auf die Spur kommen.
Und dann ist da noch eine illustre Freundesgruppe, deren Leben aus schicken Partys besteht, die jäh enden, als einer von ihnen tot aufgefunden wird. Jetzt bricht die Fassade auf und es zeigt sich, was hinter der Fassade der social media-tauglichen Freundschaft ist.
Auf der Shortlist für den „Harzer Hammer 2026“ stehen
- Lydia Barzyk: Die andere Seite
- Sven Jacobs: Letzte Stunde Tod
- Robert Lackner: Seidenstraße
- Michael Moser: Skala des Bösen
- Saskia te Marveld: Blutwild
Der Preis wird am 16. September beim Auftakt des Mordsharz-Festivals in der Remise in Wernigerode verliehen.


